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Science Fiction Spielfilme 2000-2009. Inhalte, Bilder, Kommentare und Links.
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Science Fiction Spielfilme 2000-2009

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2000
Mission To Mars
Mission To Mars (USA 2000)
Inhalt:
Die erste Landung auf dem Mars im Jahr 2020 endet in einer mysteriösen Katastrophe. Sofort bricht eine zweite Besatzung auf, um nach Überlebenden zu suchen. Doch auch diese Mission steht unter keinem guten Stern und nach einem Meteoroidenschaden sind weitere Tote, sowie der Verlust des Mutterschiffs zu verbuchen. Trotzdem gelingt die Landung auf dem roten Planeten, wo man im Basis-Camp auf ein verwahrlostes Mitglied der ersten Crew trifft. Es stellt sich heraus, dass eine fremde Zivilisation auf dem Mars Bauwerke hinterlassen hat, die durch künstliche Sandstürme geschützt werden. Der Schlüssel in Form einer DNA-Sequenz ist jedoch schnell gefunden und man erforscht die Hinterlassenschaft der Aliens.
Kommentar:
Trotz überzeugender Spezial-Effekte und schöner Bilder bietet der Film nichts wirklich Neues. Auch die Lösung des Rätsels um die "Marsianer" und die anschliessende Flucht vom roten Planeten sind plötzlich viel zu leicht und kaum überraschend. Bis es soweit ist, wird allerdings eine spannende und in sich halbwegs widerspruchsfreie Geschichte erzählt.
Regie: Brian De Palma
Darsteller: Tim Robbins, Gary Sinise, Connie Nielsen, Jerry O'Connel, Don Cheadle, Armin Mueller-Stahl
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Red Planet
Red Planet (USA 2000)
Inhalt:
Wir schreiben das Jahr 2056, noch ein Versuch und wieder geht's schief. Diesmal will man nachsehen, warum ein Terraforming-Projekt, das den Mars in eine zweite Erde verwandeln soll, keinen Erfolg hat. Schon bei der Ankunft wird das Mutterschiff von der Strahlung starker Sonnen-Eruptionen bombardiert und die Landefähre stürzt ab. Zu allem Überfluss hat der mitgenommene Erkundungs-Roboter eine Fehlfunktion und beginnt, die notgelandete Besatzung zu attackieren, die sich mit schwindenden Sauerstoff-Reserven auch noch gegenseitig an die Gurgel geht. Durch einen Zufall stellt man kurz vor dem Ersticken fest, dass der Mars eine atembare Atmosphäre besitzt, die aber nicht vom Terraforming stammen kann ...
Kommentar:
Auch hier treffen tolle Spezial-Effekte und viel Spannung auf eine eher an den Haaren herbei gezogene Story. Es ist kaum vorstellbar, dass eine sauerstoffhaltige Atmosphäre auf dem Mars völlig unbemerkt bleiben würde. Erst recht nicht, da deren Zusammensetzung wegen des Terraforming eigentlich ständig überwacht werden sollte. Schon heute wird die Atmosphäre des Mars von Raumsonden regelmäßig genau analysiert und notfalls wären solche spektroskopischen Untersuchungen sogar durch irdische Teleskope möglich.
Regie: Antony Hoffman
Darsteller: Val Kilmer, Carrie-Ann Moss, Tom Sizemore
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The 6th Day
The 6th Day (USA/Kanada 2000)
Inhalt:
Als Helikopterpilot Adam Gibson abends von der Arbeit nach Hause kommt, ist er schon da. Ein Klon hat seinen Platz eingenommen und weder Familie noch Freunde bemerken den Austausch. Um zu beweisen, dass er der "Echte" ist, legt sich Gibson im Alleingang mit einem Gentechnik-Konzern an und will dessen illegale Machenschaften aufdecken. Aber die geklonten Killer sind ihm schon auf den Fersen ...
Kommentar:
Der Filmtitel bezieht sich auf das Bibelzitat "Am sechsten Tag erschuf Gott den Menschen", aber der damit suggerierte Tiefgang wird leider nicht erreicht. Sowohl die wissenschaftlichen Grundlagen der Gentechnik, als auch die Kritik daran gehen irgendwo zwischen Action und Spezial-Effekten im typischen Schwarzenegger-Stil verloren. Die relativ komplexe Story liefert allerdings reichlich Spannung und an SF-Elementen wird immerhin ein schöner, futuristischer Helikopter geboten. Sicher kein Highlight in Arni's Filmographie, aber an manchen Stellen doch ganz originell.
Regie: Roger Spottiswoode
Darsteller: Arnold Schwarzenegger, Robert Duvall, Michael Rapaport, Rodney Rowland, Michael Rooker, Sarah Wynter, Tony Goldwyn
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Supernova
Supernova (USA/Schweiz 2000)
Inhalt:
Das Rettungs-Raumschiff Nightingale empfängt einen mysteriösen Notruf und wird beim Dimensionssprung zu dessen Ursprungsort schwer beschädigt. Trotzdem kann die Crew einen jungen Mann an Bord nehmen und ein geheimnisvolles, ausserirdisches Artefakt bergen. Doch der Gerettete entpuppt sich schnell als wahnsinniger Killer mit übermenschlichen Kräften und ausserdem bleiben nur 17 Stunden, um dem Gravitationsfeld eines nahen Blauen Riesen zu entkommen ...
Kommentar:
Der Film kann zwar mit sauberen Trickaufnahmen, bekannten Schauspielern und solider Action punkten, besteht ansonsten aber nur aus einem wirren Gemisch von schon häufig gezeigten SF-Elementen. Die Handlung ist reichlich inkonsistent, denn zunächst mühsam konstruierte Fakten spielen plötzlich keine Rolle mehr (z.B. fehlender Treibstoff). Auch die ohnehin flachen Charaktere ändern sich teilweise sprunghaft und einige Szenen passen dramaturgisch einfach nicht aneinander. Aus astrophysikalischer Sicht wandelt die Story ebenfalls auf dünnem Eis, denn eine Supernova ist eigentlich was völlig Anderes. Diese Ungereimtheiten waren es vielleicht, die Regisseur Walter Hill dazu veranlassten, seinen Namen zurückzuziehen und unter einem Pseudonym aufzutreten.
Regie: Thomas Lee alias Walter Hill
Darsteller: James Spader, Angela Bassett, Lou Diamond Phillips, Peter Facinelli, Robin Tunney, Wilson Cruz, Robert Forster
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2001
Planet der Affen
Planet der Affen (USA 2001)
Inhalt:
Astronaut Leo Davidson wird durch einen magnetischen Sturm auf einen Planeten verschlagen, der von intelligenten Affen beherrscht wird. Menschen dienen dort als Sklaven und werden nur von wenigen "Bürgerrechtlern" unter den Affen respektiert. Der gestrandete Raumfahrer erregt die Aufmerksamkeit des Affen-Generals Thade, der mit seiner Armee Jagd auf den unbequemen Eindringling und alle seine Sympathisanten macht.
Kommentar:
Ich fand bereits die Original-Filme aus den 1960er und 1970er Jahren nicht besonders toll und deshalb kann ich auch mit dem Remake nicht viel anfangen. Dazu kommt noch eine unlogische Story, die sich krampfhaft von den Vorlagen abheben will, und gerade deshalb kaum noch ernst zu nehmen ist. Die einzige anerkennenswerte Leistung bei diesem Film wurde von den Maskenbildnern erbracht.
Regie: Tim Burton
Darsteller: Mark Wahlberg, Tim Roth, Helena Bonham Carter
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A.I. - Künstliche Intelligenz
A.I. - Künstliche Intelligenz (USA 2001)
Inhalt:
In einer nicht allzu fernen Zukunft sind nahezu menschlich aussehende Roboter selbstverständliche Bestandteile des Alltags. Die Androiden arbeiten, helfen im Haushalt und unterhalten die Menschen, aber Gefühle besitzen sie nicht. Das ändert sich, als das Modell "David" entwickelt wird. David ist ein auf Liebe programmierter Roboter in Kinder-Gestalt und soll seinen "Eltern" über den Verlust des eigenen Sohns hinweg helfen. Doch denen wird das Kunstwesen bald unheimlich und David wird in der Wildnis ausgesetzt. Aber David ist bereits unumkehrbar geprägt und begibt sich auf die Suche nach seiner geliebten "Mutter" ...
Kommentar:
Spielberg meets Pinocchio. Anders ist die tränenreiche Story um unerwiderte Mutterliebe kaum zu beschreiben. Der Film bewegt sich emotional leicht über E.T.-Niveau, nur dass es diesmal weniger lustig zugeht. Obwohl einige nette Effekte geboten werden und fast jedes gängige Endzeit-Szenario irgendwo auftaucht, erfüllt insbesondere der einfallslose Schluss nicht den Anspruch, den dieses Werk an sich selbst stellt.
Übrigens ...
A.I. wurde ursprünglich von Stanley Kubrick entwickelt, der den Stoff jedoch nicht mehr vor seinem Tod im Jahr 1999 verfilmen konnte. Leider, denn andernfalls wäre der Film vielleicht besser geworden.
Regie: Steven Spielberg
Darsteller: Haley Joel Osment, Jude Law, William Hurt, Frances O'Connor, Sam Robards, Jake Thomas
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Ghosts of Mars
Ghosts of Mars (USA 2001)
Inhalt:
Im Jahr 2176 ist der Mars eine von Frauen dominierte Kolonie der Menschheit geworden und das Terraforming ist bereits weit fortgeschritten. Vor diesem Hintergrund soll ein kleiner Polizei-Trupp einen gefährlichen Häftling aus einer abgelegenen Bergwerks-Siedlung abholen. Doch die Minenarbeiter sind entweder tot oder von den versehentlich geweckten Geistern einer früheren Mars-Zivilisation besessen. Schnell kommt es zu einem blutigen Überlebenskampf gegen die irren Zombies ...
Kommentar:
An John Carpenter, dem Kult-Regisseur der 1970er und 1980er, sind 20 Jahre Filmgeschichte offenbar spurlos vorüber gegangen. Für ein Comeback muss man mittlerweile schon etwas mehr bieten, als eine dünne Handlung mit sparsamen Effekten, austauschbaren Action-Szenen und etwas Horror. Ghosts of Mars wirkt trotz bekannter Schauspieler und hohem Budget einfach nur billig.
Regie: John Carpenter
Darsteller: Natasha Henstridge, Ice Cube, Pam Grier, Jason Statham, Clea DuVall, Joanna Cassidy, Rosemary Forsyth, Marjean Holden, Robert Carradine
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2002
Equilibrium - Killer of Emotions
Equilibrium - Killer of Emotions (USA 2002)
Inhalt:
Nach dem 3. Weltkrieg will ein totalitärer Staat die Ursache aller Aggressionen ausrotten: Gefühle werden verboten und durch eine Droge systematisch unterdrückt. Wer sich trotzdem verliebt, Emotionen zeigt oder einfach nur seine Bude mit rührigen Andenken vollstopft, der wird zum Sinnes-Verbrecher erklärt und mitsamt seinem Trödel verbrannt. Der eiskalte Elite-Kämpfer John Preston ist als Kleriker auf der Jagd nach derartigen "Kriminellen", aber irgendwann setzt er eigenmächtig seine tägliche Drogendosis ab. Als seine Gefühle wieder aufkeimen, sucht Preston im illegalen Untergrund nach Verbündeten, um das Regime zu stürzen ...
Kommentar:
Ein Bisschen Matrix-Gezappel, eine Prise "Grosser Bruder" aus 1984 und etwas Bücherverbrennung aus Fahrenheit 451 - fertig ist eine weitere, absolut überflüssige Zukunfts-Vision. Um den Film ernst nehmen zu können, ist einfach zu viel geklaut, als reiner Action-Streifen ist er zu schlapp und wirklich beeindruckende SF-Effekte sind auch kaum zu sehen. Selbst die relativ komplexe Story mit Intrigen und Gegen-Intrigen ist letztlich vorhersehbar und bietet nur wenige Überraschungen.
Regie: Kurt Wimmer
Darsteller: Christian Bale, Dominic Purcell, Sean Bean, Christian Kahrmann, Sean Pertwee, Taye Diggs, Emily Watson
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Minority Report
Minority Report (USA 2002)
Inhalt:
Im Jahr 2054 werden Mörder nicht mehr nach ihrer Tat verhaftet, sondern bereits vorher, so dass praktisch keine Gewaltverbrechen mehr begangen werden. Die Pre-Crime-Polizei wertet die Visionen von 3 hellseherisch begabten Pre-Cogs aus und kann deshalb immer rechtzeitig einschreiten. Doch eines Tages stösst Pre-Crime-Polizist John Anderton auf einen Mord, den er selbst begehen wird. Auf einer wilden Flucht vor den eigenen Leuten versucht Anderton, seine Unschuld zu beweisen. Seine einzige Chance ist ein Minority Report, der belegen könnte, dass wenigstens einer der 3 Pre-Cogs ihn nicht für einen Mörder hält. Ist alles eine raffinierte Intrige, ein Fehler im System, oder kann Anderton seinem vorausbestimmten Schicksal letztlich nicht entgehen?
Kommentar:
Steven Spielberg erzählt eine spannende, in sich schlüssige Story mit vielen originellen Einfällen und einigen überraschenden Wendungen. Insbesondere die Problematik, ob Menschen erst durch konkrete Taten oder bereits durch ihre Veranlagungen und Absichten zu Verbrechern werden, kann nachdenklich stimmen. Trotz dieser sozial-philosophischen Ambitionen ist die gesamte Handlung aber leider nur auf para-psychologischem Humbug aufgebaut. Spektakuläre SF-Effekte sind selten, aber qualitativ einwandfrei und dienen meist der Schleichwerbung für Kaltgetränke, Kreditkarten oder Automarken.
Übrigens ...
In Zeiten der zunehmenden Überwachung unter dem Deckmäntelchen der Terrorismus-Verhinderung gewinnt die paranoide Story von Minority Report leider erneut an Aktualität. Das Drehbuch basiert auf einer Kurzgeschichte von Philip K. Dick, der bereits die Vorlagen für Blade Runner und Total Recall geliefert hat.
Regie: Steven Spielberg
Darsteller: Tom Cruise, Max von Sydow, Collin Farrell, Samantha Morton, Kathryn Morris, Tim Blake Nelson, Peter Stormare, Lois Smith, Joel Gretsch
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Impostor - Der Replikant
Impostor - Der Replikant (USA 2002)
Inhalt:
2079: Die Menschheit befindet sich schon seit Jahren im Krieg gegen Ausserirdische von Alpha Centauri. Die Städte auf der Erde werden durch Energieschilde vor ständigen Bombardierungen geschützt und um die innere Sicherheit kümmert sich eine totalitäre Weltregierung, die in der Wahl ihrer Methoden nicht zimperlich ist. So gerät der Waffenforscher Dr. Spencer Olham in den Verdacht, durch einen feindlichen Killer-Androiden ausgetauscht worden zu sein. Gejagt von dem fanatischen Sicherheits-Offizier Hathaway versucht Olham, seine Unschuld zu beweisen ...
Kommentar:
Die Story von Philip K. Dick erinnert thematisch stark an Total Recall oder Minority Report (Warum sind plötzlich alle gegen mich? Kann ich meinen Erinnerungen trauen? Wer bin ich wirklich?), enthält aber trotzdem einige Überraschungen. Obwohl der Film eindeutig nicht zu den grossen Blockbustern gehört, werden doch überzeugende Spezial-Effekte, aufwendige SF-Kulissen und viel Spannung geboten. Nach den Appetizern zu Beginn lässt die Effekt-Dichte allerdings langsam nach und vieles, für das zunächst Interesse geweckt wurde, wird leider nicht weiter verfolgt (z.B. Wer sind die Centauri eigentlich und was für eine Waffe hat Olham gegen sie entwickelt?).
Übrigens ...
Impostor bedeutet "Betrüger" oder "Schwindler" und ist zumindest für den deutschen Sprachraum ein etwas unglücklicher Titel.
Regie: Gary Fleder
Darsteller: Gary Sinise, Madeleine Stowe, Vincent D'Onofrio, Tony Shalhoub, Mekhi Phifer, Gary Dourdan, Erica Gimpel, Rosalind Chao
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2003
The Core - Der innere Kern
The Core - Der innere Kern (GB/USA 2003)
Inhalt:
Herzschrittmacher bleiben stehen, Vögel fallen vom Himmel und ein Space-Shuttle muss notlanden, denn das Magnetfeld der Erde spielt verrückt. Der Erdkern hat plötzlich aufgehört zu rotieren und es bleibt nur noch ein Jahr, bis die ungeschützte Erdoberfläche von der tödlichen Strahlung der Sonne gegrillt wird. Im Geheimen baut die amerikanische Regierung ein neuartiges "Erdschiff", um ins Innere des Planeten vorzudringen und den stehen gebliebenen, natürlichen Dynamo durch Atomexplosionen wieder anzuschubsen ...
Kommentar:
Der Beginn von "The Core" verspricht eine wissenschaftlich gut recherchierte Story, aber dieses Versprechen wird leider nicht eingelöst. Spätestens beim Bau des "Erdschiffs" wird klar, dass auf grundlegende physikalische, geologische und technische Erkenntnisse keinerlei Rücksicht genommen wird. So wird auch der Höhepunkt aus wissenschaftlicher Sicht zum reinen Fiasko (eine Atombombe wird nicht stärker, wenn man Kernbrennstäbe daneben legt!). Wenn man allerdings nicht so streng hinschaut, dann kann man den Film trotzdem als belanglose, aber spannende Unterhaltung geniessen, die weitgehend ohne den nervigen US-Patriotismus ähnlicher Produktionen auskommt.
Regie: Jon Amiel
Darsteller: Aaron Eckhart, Hilary Swank, Delroy Lindo, Stanley Tucci, Tcheky Karyo, Bruce Greenwood, DJ Qualls, Alfre Woodard
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2004
I, Robot
I, Robot (USA 2004)
Inhalt:
2035: Intelligente und agile Roboter gehören mittlerweile zum alltäglichen Leben. So ist es nicht ungewöhnlich, dass der US-Robotics-Konzern mal wieder ein neues Modell auf den Markt bringen will, den NS-5. Doch die Einführung des NS-5 wird durch den angeblichen Selbstmord seines Konstrukteurs überschattet und ausgerechnet der Roboter-Hasser Del Spooner wird als Polizist mit der Aufklärung des Falls betraut. Spooners Verdacht fällt sofort auf den Roboter Sonny und plötzlich scheinen auch andere Roboter der NS-5-Serie nach seinem Leben zu trachten. Zusammen mit der Wissenschaftlerin Susan Calvin will Spooner untersuchen, ob NS-5 eine Fehlkonstruktion oder sogar das Produkt einer Verschwörung ist. Aber niemand glaubt ihm, denn Roboter sind völlig ungefährlich und absolut sicher ...
Kommentar:
I, Robot ist endlich mal wieder ein richtig guter SF-Film, der sich durch eine spannende, intelligente Story, viel Action und tolle Effekte auszeichnet. Besonders die Roboter sind erstklassig animiert und zeigen beinahe menschliche Wesenszüge. Aber auch die futuristische Metropole Chicago wird glaubhaft und ohne unrealistische Übertreibungen dargestellt. Da verzeiht man gerne die auffällige Schleichwerbung für eine deutsche Automarke.
Übrigens ...
Die kurze Inhaltsangabe erweckt vielleicht den Eindruck, dass es sich um einen eher technik-feindlichen Film handelt. Diesen Vorwurf kann man Autor Isaac Asimov aber sicher nicht machen, obwohl er sich immer wieder kritisch mit seinen berühmten 3 Gesetzen der Robotik auseinandersetzte:
  1. Ein Roboter darf einem menschlichen Wesen keinen Schaden zufügen oder durch Untätigkeit zulassen, dass einem menschlichen Wesen Schaden zugefügt wird.
  2. Ein Roboter muss dem ihm von einem menschlichen Wesen gegebenen Befehl gehorchen - es sei denn, dies würde das Erste Gesetz der Robotik verletzen.
  3. Ein Roboter muss seine Existenz beschützen - es sei denn, dies würde das Erste oder das Zweite Gesetz der Robotik verletzen.
Regie: Alex Proyas
Darsteller: Will Smith, Bridget Moynahan, James Cromwell, Alan Tudyk, Bruce Greenwood
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Sky Captain and the World of Tomorrow
Sky Captain and the World of Tomorrow (USA/GB/Italien 2004)
Inhalt:
Ende der 1930er Jahre: Wissenschaftler verschwinden auf mysteriöse Weise und riesige Roboter überfallen zahlreiche Großstädte. Alle Spuren führen zu dem geheimnisvollen Dr. Totenkopf, der in seinem Versteck die Vernichtung der Welt zu planen scheint. In dieser Situation ist "Sky Captain" Joe Sullivan die letzte Hoffnung. In seinem Jagdflugzeug und zusammen mit der anhänglichen Reporterin Polly Perkins begibt sich Sky Captain auf eine abenteuerliche Suche nach Dr. Totenkopf's Basis ...
Kommentar:
Fliegende Roboter, Unterwasser-Flugzeuge und das Luftschiff "Hindenburg III" über New York - gab's das damals wirklich? Nein natürlich nicht, denn es handelt sich um einen sogenannten Retro Science Fiction. Im Stil einer Comic-Verfilmung und mit etwas blassen Farben, aber mit vielen erstklassigen Computer-Animationen erwachen die 1930er Jahre wieder zum Leben. Allerdings nicht ganz so, wie sie wirklich waren, sondern so, wie sie vielleicht hätten sein können, wenn die Geschichte und die technische Entwicklung etwas anders verlaufen wären. Und wenn alles so gewesen wäre, wie in den damaligen Comics, denn ernst zu nehmen ist die Story beim besten Willen nicht. Dafür wird sie durch reichlich Spannung, fast ununterbrochene Action und sehenswerte Effekte aufgewertet.
Übrigens ...
Und nein, Sky Captain fliegt keine britische Spitfire, sondern eine amerikanische Curtis P-40 Warhawk.
Regie: Kerry Conran
Darsteller: Jude Law, Gwyneth Paltrow, Angelina Jolie, Laurence Olivier (computeranimierte Archivaufnahmen), Giovanni Ribisi, Michael Gambon, Ling Bai
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2005
Die Insel
Die Insel (USA 2005)
Inhalt:
2019: Lincoln Six Echo ist einer der wenigen Überlebenden einer globalen Umweltkatastrophe. In einem luxoriösen, aber streng überwachten Durchgangslager wartet er bei monotoner Arbeit zusammen mit anderen Insassen auf seine Weiterreise zur Insel, dem letzten intakten Naturparadies. Doch Lincoln hat Zweifel und stellt unbequeme Fragen zu den offensichtlichen Widersprüchen in seiner kleinen Welt. Tatsächlich ist die Insel ein Operationssaal, in dem Organe entnommen werden, und alle Bewohner des Lagers sind Klone, die als lebende Ersatzteillager für ihre menschlichen Auftraggeber dienen. Und die grosse Katastrophe ist nur eine künstliche Erinnerung, die die Klone von einem Ausbruch abhalten soll. Lincoln flieht zusammen mit seiner Freundin Jordan Two Delta, um seinen Auftraggeber zu finden und den illegalen Organhandel zu stoppen ...
Kommentar:
Bio- und Gentechnologie eröffnen nicht nur ungeahnte Möglichkeiten, sondern verdienen auch eine äusserst kritische Betrachtung (siehe auch: Wann kommt die schöne neue Welt?). Die Insel entwirft zwar eine aus wissenschaftlicher Sicht durchaus realistische Zukunftsvision, aber eine ernsthafte Auseinandersetzung mit ethischen Fragen findet nur ansatzweise statt. An dem etwas überzeichneten Szenario und den logischen Schwächen kann man sich bei dem rasanten Actionfilm allerdings kaum aufhalten, denn es ist immer was los. Ausserdem sind der 700PS-Sportwagen, die fliegenden Motorräder und das futuristische Schnellboot einfach nur cool.
Regie: Michael Bay
Darsteller: Ewan McGregor, Scarlett Johansson, Sean Bean, Ethan Phillips, Steve Buscemi, Michael Clarke Duncan, Djimon Hounsou
Links:
Krieg der Welten
Krieg der Welten (USA 2005)
Inhalt:
Die Invasion der Ausserirdischen beginnt mit einem scheinbar harmlosen Gewitter, das Stromausfälle verursacht und Autos stehen bleiben lässt. Kurz darauf brechen überall riesige, dreibeinige Kampfmaschinen aus der Tiefe durch die Erdoberfläche und verwüsten Städte und ganze Landstriche. Der Hafenarbeiter Ray Ferrier entkommt nur knapp den tödlichen Strahlenangriffen und begibt sich zusammen mit seinen beiden Kindern auf eine kopf- und aussichtslose Flucht. Es geht nur noch ums nackte Überleben und das ist oft genug reine Glücksache ...
Kommentar:
Das Remake des Klassikers aus den 1950er Jahren überzeugt mit guten Effekten, reichlich Action und Spannung pur. Obwohl man viele Motive aus dem Original wieder erkennt, wird doch eine neue Geschichte aus einem völlig anderen Blickwinkel erzählt. Erfreulicherweise gibt es mal keine grossen Helden und obwohl die US-Armee ihren obligatorischen Abschuss feiern darf (zu einem Zeitpunkt, als es ohnehin schon egal ist), spielt sie nur eine Nebenrolle. Das Ende ist nach wie vor eher trivial, aber zusätzlich wirken diesmal leider auch die vagen Erklärungen zum Ursprung der Eroberer und ihrer Maschinen etwas lustlos und wenig plausibel.
Regie: Steven Spielberg
Darsteller: Tom Cruise, Dakota Fanning, Justin Chatwin, Tim Robbins
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Serenity - Flucht in neue Welten
Serenity - Flucht in neue Welten (USA 2005)
Inhalt:
Die junge River und ihr Bruder Simon flüchten vor der mächtigen Allianz auf das Schmuggler-Raumschiff Serenity. Schnell wird klar, dass River über einige aussergewöhnliche Fähigkeiten verfügt und dass sie nicht so ungefährlich ist, wie normale 17-jährige Mädchen. Captain Malcolm Reynolds will das Geheimnis seiner beiden neuen Besatzungsmitglieder lüften und begibt sich dazu auf die abenteuerliche Suche nach "Miranda". Doch auch ein Killer der Allianz ist hinter den Geschwistern her ...
Kommentar:
Obwohl die Eingangssequenz wenigstens die nötigsten Erklärungen liefert, wirft das Special zur SF-Serie Firefly den unvorbereiteten Zuschauer ins kalte Wasser. Wer die in Deutschland erst später ausgestrahlte Fernsehserie nicht kennt, dem fehlen einfach zu viele Hintergrund-Informationen über das Firefly-Universum und deshalb fand der Film in den deutschen Kinos auch kaum Beachtung. Trotzdem handelt es sich um eine aufwendige Produktion mit guten SF-Effekten, viel Action und intelligenter Story, die gespannt auf die leider schon wieder abgesetzte Serie macht.
Nachtrag:
Im Herbst 2009 wurde die Firefly-Serie erstmals auch im deutschen Fernsehen ausgestrahlt, allerdings auf einem eher weniger prominenten Sendeplatz am späten Samstagabend bei Super-RTL. Auch inhaltlich hinterlässt die Mischung aus SF und Western keinen besonders spektakulären Eindruck, aber viele Folgen sind doch ganz originell und witzig oder zumindest unterhaltsam.
Regie: Joss Whedon
Darsteller: Nathan Fillion, Morena Baccarin, Gina Torres, Alan Tudyk, Adam Baldwin, Jewel Staite, Summer Glau, Sean Maher, Chiwetel Ejiofor
Fernsehserie:
Firefly – Aufbruch der Serenity
  • 15 Folgen in 1 Staffel (davon 1 Doppelfolge als Pilotfilm)
  • Ausstrahlung: 2002-2003 (USA)
Links:
Aeon Flux
Aeon Flux (USA 2005)
Inhalt:
Zu Beginn des 21. Jahrhunderts rafft eine Seuche fast die gesamte Menschheit hin. Die wenigen Überlebenden wagen den Neuanfang in einer komplett von der Umwelt abgeriegelten, klinisch reinen Musterstadt und entwickeln dort im Lauf der folgenden Jahrhunderte eine scheinbar perfekte Gesellschaft. Aber das von einer kleinen, elitären Clique beherrschte und streng überwachte Paradies hat auch seine Gegner. Die operieren im Untergrund und schicken ihre beste Kämpferin Aeon Flux aus, um den verhassten Anführer zu töten. Doch anstatt ihren Auftrag zu erfüllen, tut sich Aeon mit dem seltsam vertrauten Feind zusammen und kommt auf die Spur einer ungeheuerlichen Intrige ...
Kommentar:
Aeon Flux basiert auf einer gleichnamigen MTV-Zeichentrickserie aus den 1990er Jahren und wurde - für eine US-Produktion eher ungewöhnlich - überwiegend in den deutschen Städten Berlin und Potsdam gedreht. Der Film unterhält mit einer spannenden Story, eindrucksvollen Kampfszenen und ästhetischen Bildern, überrascht aber auch mit einigen originellen Einfällen. Die weniger gut durchdachten Teile der Geschichte werden dagegen von der perfekt gestylten und vor allem sehr gelenkigen Hauptdarstellerin Charlize Theron überspielt. Für einen Erfolg im Kino reichte das allerdings nicht.
Regie: Karyn Kusama
Darsteller: Charlize Theron, Sophie Okonedo, Frances McDormand, Marton Csokas, Jonny Lee Miller
Zeichentrickserie:
Aeon Flux - MTV Oddities
  • 10 reguläre Folgen
  • 6 Kurzfolgen für MTV Liquid Television
  • Ausstrahlung: 1995 (USA)
Links:
2007
I am Legend
I am Legend (USA 2007)
Inhalt:
Ein künstliches Virus, das eigentlich als Heilmittel gegen Krebs gedacht war, gerät ausser Kontrolle und rottet in einer Pandemie fast die gesamte Menschheit aus. Die wenigen Überlebenden mutieren zu extrem aggressiven, bärenstarken, aber lichtscheuen Monstern, die nachts die leeren Städte unsicher machen ... Bis auf den Wissenschaftler Robert Neville, der gegen die Seuche immun ist und allein im verwilderten New York noch immer nach einem Gegenmittel forscht, um die Mutation rückgängig zu machen. Doch die Einsamkeit geht an Neville nicht spurlos vorbei und auch die Mutanten sind ihm schon auf den Fersen ...
Kommentar:
Das Remake von Der Omega Mann (USA 1971) löst eine bestimmte Erwartungshaltung aus, die leider nicht immer befriedigt wird. Um es deutlicher zu sagen: Abgesehen vom finalen Showdown gegen die Mutanten ist der Film ziemlich schnarchig. Vieles wird nur angedeutet, aber dann nicht weiter verfolgt, und wenn zwischendurch doch mal eine Action-Szene gezeigt wird, dann geht alles so schnell, dass man kaum etwas davon mitbekommt. Ein Lichtblick ist jedoch Hauptdarsteller Will Smith, der endgültig beweist, dass er auch ernste Rollen überzeugend spielen kann. Auch das mit Computer-Hilfe völlig entvölkerte New York liefert so manches beeindruckende Bild und die Mutanten sind endlich mal wirklich gruselig. Von der ursprünglichen Geschichte ist nur die Rahmenhandlung geblieben, während die Details teilweise stark von der Vorlage abweichen, so dass auch die Neues entdecken (oder sich darüber aufregen) können, die Der Omega Mann schon kennen.
Regie: Francis Lawrence
Darsteller: Will Smith, Alice Braga, Charlie Tahan, Salli Richardson
Links:
Sunshine
Sunshine (GB/USA 2007)
Inhalt:
Mitte des 21. Jahrhunderts bricht das Raumschiff Icarus II in Richtung Sonne auf, denn unser Heimatstern droht zu erlöschen und soll durch eine riesige Bombe erneut gezündet werden. Kurz vor dem Ziel empfängt die 8-köpfige, internationale Besatzung ein Notsignal ihres älteren Schwesterschiffs, das bereits seit Jahren verschollen ist. Obwohl es vorrangig um die Bergung der zweiten Bombe und damit um bessere Chancen zur Rettung der Menschheit geht, entpuppt sich der kleine Umweg zur Icarus I jedoch schnell als verhängnisvoller Fehler ...
Kommentar:
Sunshine nimmt zwar einige Anleihen bei Stanley Kubricks 2001 und später auch bei Event Horizon, aber es wird trotzdem eine völlig eigenständige, interessante Geschichte erzählt, die von guten schauspielerischen Leistungen und erstklassigen Trickaufnahmen gestützt wird. Auch die gründlichen wissenschaftlichen Recherchen überraschen angenehm und einige Unstimmigkeiten gegen Ende werden zumindest durch reichlich Spannung überdeckt. Es ist schade, dass Sunshine in den Kinos nur ein mäßiger Erfolg war, denn der Film unterhält nicht nur gut, sondern kann auch zum Nachdenken anregen.
Regie: Danny Boyle
Darsteller: Cillian Murphy, Chris Evans, Michelle Yeoh, Rose Byrne, Troy Garity, Hiroyuki Sanada, Benedict Wong, Cliff Curtis, Mark Strong
Links:
2008
The Andromeda Strain
The Andromeda Strain (USA 2008)
Inhalt:
Als die Bewohner einer US-Kleinstadt einen abgestürzten Satelliten öffnen, setzen sie einen tödlichen Erreger aus dem All frei, der sich mit rasender Geschwindigkeit ausbreitet. Für die Top-Wissenschaftler des Wildfire-Teams in ihrem unterirdischen Hightech-Labor beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, denn die auf den Namen "Andromeda" getaufte Lebensform widersetzt sich nicht nur intelligent jedem Gegenmittel, sondern scheint sogar aus der Zukunft zu stammen ...
Kommentar:
The Andromeda Strain ist das Remake des gleichnamigen Klassikers von 1971 und wurde für das Fernsehen produziert. Zunächst bewegt sich die Story auch sehr nah an der Vorlage von Autor Michael Crichton und man findet viele Schlüssel-Szenen wieder, aber je weiter sie fortschreitet, desto deutlicher werden die Abweichungen. Nicht nur eine mittlerweile obligatorische, aber völlig überflüssige Verschwörungsgeschichte ist hinzu gekommen, auch die Erklärungen zum Ursprung von Andromeda versteigen sich ins Absurde und das Ende ist kaum wiederzuerkennen. Man hat den Eindruck, dass zwanghaft alle populären Themen von Zeitreisen über Umweltschutz bis zur Kritik an US-Regierung und -Militärs untergebracht werden sollten und dass der Regisseur mit der glaubhaften Umsetzung des überladenen neuen Drehbuchs schlicht überfordert war. Von Crichtons hervorragend recherchiertem Wissenschafts-Thriller ist deshalb nicht mehr viel übrig geblieben und auch dessen eigentliche Spannungselemente sind leider in den Hintergrund geraten. Der TV-Film von 2008 ist zwar keine Billigproduktion und präsentiert auch einige durchaus interessante Einfälle (wie z.B. die Schwefel-fressende Bakterie, die dem auf Schwefel basierenden Andromeda den Garaus machen soll, oder der molekulare Binär-Code in Andromeda's Hülle), aber im Vergleich zum Original ist er einfach nur eine Enttäuschung.
Regie: Mikael Salomon
Darsteller: Benjamin Bratt, Christa Miller, Daniel Dae Kim, Viola Davis, Justin Louis, Eric McCormack, Ted Whittall, Andre Braugher, Rick Schroder
Links:
2009
Avatar - Aufbruch nach Pandora
Avatar - Aufbruch nach Pandora (USA/GB 2009)
Inhalt:
Im Jahr 2154 bemüht sich die Menschheit, die reichen Rohstoffvorkommen auf dem fernen Mond Pandora zu erschliessen. Doch Pandora ist bereits die Heimat einer scheinbar primitiven, aber trotzdem wehrhaften ausserirdischen Rasse. Während skrupellose Geschäftemacher und Militärs die gewaltsame Vertreibung der Eingeborenen vorbereiten, sucht ein kleines Team von Wissenschaftlern nach einer friedlichen Lösung. Die Forscher übertragen ihr Bewusstsein zeitweilig in die geklonten Körper von Ausserirdischen (Avatare) und können sich so unauffällig unter die Einheimischen mischen, um deren naturverbundene Lebensweise zu studieren und mit ihnen zu verhandeln. In der Hoffnung, seine Behinderung zu überwinden, nimmt auch der gelähmte Ex-Soldat Jake Sully am Avatar-Programm teil. Schon bald kann er das Vertrauen der Ureinwohner gewinnen und wird sogar zu einem vollwertigen Stammesmitglied. Als Sully auch noch romantische Bande zur Häuptlingstochter Neytiri knüpft, wendet er sich endgültig von seinen menschlichen Wurzeln ab und organisiert den Widerstand ...
Kommentar:
Die etwas kitschige Geschichte von den edlen Wilden, die einen ungleichen Kampf gegen Ausbeutung und Naturzerstörung führen, ist weder neu noch besonders originell. Aber Avatar besitzt andere Qualitäten und davon reichlich. Der Film überzeugt nicht nur durch spannende Action vor einer makellosen SF-Kulisse, sondern zeigt auch viele perfekt animierte Kreaturen und wunderschöne Bilder aus einem fremdartigen, aber sehr fantasievoll gestalteten Ökosystem. Darüber hinaus ist Avatar der erste "grosse" Spielfilm, der komplett in 3D gedreht wurde, und diese Technik verstärkt noch einmal die ohnehin schon überwältigenden Eindrücke. Da wundert es nicht, dass Avatar die enormen Produktionskosten in Rekordzeit wieder einspielen konnte und verdienterweise zu einem der erfolgreichsten Kinofilme aller Zeiten wurde.
Regie: James Cameron
Darsteller: Sam Worthington, Sigourney Weaver, Zoe Saldana, Stephen Lang, Giovanni Ribisi, Michelle Rodriguez, Joel Moore
Links:
2012
2012 (USA 2009)
Inhalt:
Schon die alten Mayas wussten es: Im Jahr 2012 geht die Welt unter. Und tatsächlich stellen Wissenschaftler fest, dass sich die Temperatur des Erdkerns gefährlich erhöht hat. Doch das bleibt streng geheim, bis die globale Katastrophe eines Tages über die völlig unvorbereitete Menschheit hereinbricht. Gewaltige Erdbeben lassen die gesamte amerikanische Westküste im Meer versinken, im Yellow Stone Nationalpark bricht ein Mega-Vulkan aus, dessen Ascheregen ganz Nordamerika in ein graues Leichentuch hüllt, und über die Ozeane rasen kilometerhohe Tsunami-Wellen. Der erfolglose Schriftsteller Jackson Curtis ist einer der Wenigen, die eine Vorahnung haben und der Apokalypse um Haaresbreite entkommen können. Zusammen mit seiner Familie und einigen unterwegs aufgelesenen Flüchtlingen begibt er sich auf eine abenteuerliche Reise ins Himalaya-Gebirge, wo die Regierungen der Welt für eine kleine, reiche Elite die Rettung vorbereitet haben ...
Kommentar:
Ich habe lange überlegt, ob ich diesen Film hier aufnehmen soll, denn mittlerweile liegt die Handlung ja nicht mehr in der Zukunft und so bleibt nur ein klassischer Katastrophen-Film ohne viele SF-Elemente übrig. Aber die Weltuntergänge von Roland Emmerich sind einfach die besten, zumindest was die Spezial-Effekte angeht. Die liefern dann auch ein Feuerwerk aus beeindruckenden Bildern von Vulkanausbrüchen, Erdbeben und sonstigem spektakulärem Ungemach, das immer wieder für Hochspannung sorgt. Im Verlauf des Films wird die vorhersehbare Handlung jedoch immer unglaubwürdiger und auch die Wiederholungen häufen sich. Wenn ein Flugzeug zum dritten Mal während eines Erdbebens von einer zerbrechenden Startbahn abhebt, dann ahnt man eben langsam, dass es auch diesmal wieder gut ausgehen wird. Und wenn der Treibstoff gerade so ausreicht, weil der Zielkontinent diesem Flugzeug mit hunderten von Kilometern pro Stunde entgegen gerast ist, dann müsste sich jeder Geologe die Haare raufen. Damit befände er sich aber in bester Gesellschaft mit den Physikern, die sich schon gleich zu Beginn über die angebliche Mikrowellen-Wirkung von Neutrinos aufregen durften. Trotz aller logischen Mängel bleibt 2012 durchaus sehenswert, aber man darf halt keine ernsthafte, wissenschaftlich fundierte Science Fiction erwarten, sondern bekommt einen typischen Hollywood-Blockbuster.
Regie: Roland Emmerich
Darsteller: John Cusack, Amanda Peet, Chiwetel Ejiofor, Thandie Newton, Oliver Platt, Thomas McCarthy, Woody Harrelson, Danny Glover, Zlatko Buric, Beatrice Rosen, Johann Urb
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District 9
District 9 (USA/Neuseeland/Kanada/Südafrika 2009)
Inhalt:
Über dem südafrikanischen Johannesburg erscheint ein riesiges, ausserirdisches Raumschiff (schon wieder ...). Aber diesmal sind ausnahmsweise keine überlegenen Eroberer an Bord, sondern über eine Million verwahrloste und unterernährte Kreaturen, die kaum noch ihr Schiff steuern können und nicht mal praktisch verwendbare Technik mitbringen. Und entsprechend ihrer Verfassung werden sie von den Menschen auch behandelt. Die abwertend "Shrimps" getauften Aliens werden in das Lager District 9 eingepfercht, wo sie im Müll wühlend und süchtig nach Katzenfutter vor sich hinvegetieren und menschlicher Willkür ausgesetzt sind. Doch nach 20 Jahren ist die Geduld der Menschen endgültig erschöpft. Deshalb wird der Rüstungs-Konzern MNU damit beauftragt, die lästigen Besucher in ein abgelegeneres, noch besser isoliertes Ghetto zu verfrachten. Die Leitung der Zwangsumsiedelung übernimmt der spießige Bürokrat Wikus Van De Merwe, der sich hinter seinen Vorschriften versteckt, aber zu deren formaler Einhaltung schon mal über (ausserirdische) Leichen geht. Aber da es sich doch mehr um eine militärische Aktion, als um einen verwaltungstechnischen Vorgang handelt, kommt es schon am ersten Tag in District 9 zu einem Zwischenfall, bei dem Van De Merwe verletzt und durch eine geheimnisvolle Flüssigkeit infiziert wird. Innerhalb weniger Stunden beginnt bei Van De Merwe eine Metamorphose, die sein gesamtes Leben auf den Kopf stellt und ihn schlagartig aus der menschlichen Gesellschaft ausgrenzt. Gejagt von MNU-Söldnern und unter schnell fortschreitendem körperlichem Verfall sucht Van De Merwe Hilfe bei den verhassten Shrimps ...
Kommentar:
Unter der Schirmherrschaft von Produzent Peter Jackson, der bereits mit der "Herr der Ringe"-Trilogie sein Meisterstück abgeliefert hat, ist dem Newcomer Neill Blomkamp ein beeindruckendes SF-Action-Drama gelungen. Nicht umsonst spielt District 9 in Blomkamps südafrikanischer Heimat, die lange Zeit von der Apartheids-Doktrin geprägt war, und nach einem Anfang, der zunächst an Independence Day oder "V - Die Besucher" (siehe auch: SF-Fernsehserien) denken lässt, entwickelt sich der Film schnell zu einem leidenschaftlichen Plädoyer gegen Rassismus und Faschismus, ohne jedoch zu penetrant den Zeigefinger zu erheben. Die ausserirdischen Shrimps sind im Prinzip gegen jede andere unterdrückte Minderheit austauschbar und obwohl sie über ein ziemlich hässliches Äusseres verfügen und oft genug selbst sehr aggressiv auftreten, können sie letztlich doch die Sympathie des Zuschauers gewinnen. Dagegen kommt die ach so zivilisierte Menschheit mit ihren verlogenen Wirtschaftsbossen, ihren geldgierigen Waffenschiebern und ihren skrupellosen Militärs oder einfach nur ihrer Selbstsucht und Fremdenfeindlichkeit gar nicht gut weg ... Die anspruchsvolle Handlung von District 9 wird mit international unbekannten Schauspielern überwiegend im Stil einer Dokumentation oder Nachrichtensendung präsentiert und erinnert damit an die absichtlich "amateurhafte", aber sehr realitätsnahe Kameraführung von Filmen wie "Blair Witch Project" oder "Cloverfield". Aber trotz eines relativ niedrigen Budgets sind die erstklassigen Spezial-Effekte und glaubhaft animierten Aliens absolut auf der Höhe der Zeit. Dazu kommen noch reichlich Spannung und Action, so dass District 9 insgesamt als unkonventionelles, aber originelles SF-Highlight mit hohem Kultfaktor bezeichnet werden kann.
Produktion: Peter Jackson
Regie: Neill Blomkamp
Darsteller: Sharlto Copley, Jason Cope, Nathalie Boltt, Sylvaine Strike, John Sumner, William Allen Young, Nick Blake
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Surrogates - Mein zweites Ich
Surrogates - Mein zweites Ich (USA 2009)
Inhalt:
In nicht allzu ferner Zukunft hat sich die Menschheit praktisch selbst ersetzt. Niemand geht mehr vor die Tür, denn jeder steuert vom bequemen Bett aus allein mit seinen Gedanken eine perfekte Roboter-Kopie seiner selbst. Die Surrogates ("Ersatz") erledigen an Stelle ihrer langsam degenerierenden Besitzer die Arbeit, kaufen ein oder geben sich ausschweifenden Vergnügungen hin und übermitteln die Sinneseindrücke davon zurück an das Gehirn ihres Operators. Und alles ist völlig sicher, denn wenn mal was passiert, dann passiert's ja nur dem ersetzbaren Surrogate ... Bis eines Tages bei einem Verbrechen eine neue Waffe zum Einsatz kommt, die nicht nur den Surrogate zerstört, sondern auch den realen Menschen dahinter tötet. Der mit der Aufklärung des Mordfalls beauftragte FBI-Agent Tom Greer ist zunächst ebenfalls mit seinem zweiten Ich unterwegs, aber bei einer wilden Verfolgungsjagd wird auch sein Surrogate völlig zerlegt. Greer bleibt nichts anderes übrig, als die gefährlichen Ermittlungen persönlich in seinem eigenen, verletzlichen Körper fortzusetzen, denn er ist einer Verschwörung auf der Spur, die die Existenz der gesamten Menschheit bedroht ...
Kommentar:
Die Grundidee dieses Films erinnert stark an Avatar und ausserdem kommen auch Motive aus I, Robot und aus anderen Geschichten von SF-Legende Isaac Asimov vor. Tatsächlich basiert die konsequente Weiterentwicklung der virtuellen Realität von "Second Life" jedoch auf einer 5-teiligen Comic-Serie des Autors Robert Venditti und des Zeichners Brett Weldele von 2005. Obwohl der SF-Krimi nicht ganz so in die Tiefe geht, wie es die brisante Thematik anbieten und wie man sich das an einigen Stellen auch wünschen würde, wird doch eine Stimmung geschaffen, die die kritische Botschaft auf subtile Weise, aber unmissverständlich übermittelt. Und zusammen mit einigen doch sehr heftigen Action-Szenen ist das schon mehr, als man von einer Disney-Produktion üblicherweise erwarten kann. Die technisch einwandfreien SF-Effekte werden zwar nur sparsam eingesetzt, aber trotzdem ist Regisseur Jonathan Mostow nach dem leicht missglückten "Terminator 3" (siehe auch: SF-Filmserie Terminator) doch mal ein halbwegs annehmbarer SF-Film gelungen. Und wem das nicht reicht, der darf sich wenigstens auf die erste halbe Stunde freuen, in der Hauptdarsteller Bruce Willis mit einer ziemlich dämlichen Perücke rumläuft.
Regie: Jonathan Mostow
Darsteller: Bruce Willis, Radha Mitchell, Rosamund Pike, Boris Kodjoe, James Francis Ginty, James Cromwell, Ving Rhames, Jack Noseworthy, Helena Mattsson
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Pandorum
Pandorum (BRD/GB 2009)
Inhalt:
Pandorum ist eine Raumfahrer-Krankheit, die zu Wahnvorstellungen und Panikreaktionen führt. Symptome, die auf dem riesigen Raumschiff Elysium reichlich anzutreffen sind. Als die beiden Offiziere des 5. Flug-Teams der Elysium etwas desorientiert aus dem Kälteschlaf erwachen, um ihre 2-jährige Schicht anzutreten, werden die Männer mit einem einzigen Chaos konfrontiert. Geisteskranke Passagiere und unheimliche Mutanten liefern sich in den düsteren Gängen des Schiffs brutale Kämpfe und Kannibalismus ist an der Tagesordnung. Zusätzlich liegt auch noch der Haupt-Reaktor der Elysium in den letzten Zügen, so dass an eine Erfüllung der eigentlichen Mission, der Besiedelung des erdähnlichen Planeten Tanis, kaum noch zu denken ist ...
Kommentar:
Die Mischung aus SF und Horror beginnt vielversprechend mit imposanten Aufnahmen des Raumschiffs und einer geheimnisvollen Ausgangs-Situation, verliert sich dann jedoch in einem wirren, langatmigen Hindernislauf durch meist stockdunkle Kulissen. Erst durch einige Rückblenden wird langsam klar, worum es überhaupt geht, aber die übertriebene Spannung lässt keine Zeit zum Nachdenken und kann den Zuschauer kaum fesseln. Sogar die zahlreichen Schock-Effekte verpuffen letztlich wirkungslos. Erst das Ende hält einige Überraschungen bereit und kann durchaus als originell bezeichnet werden, aber das offensichtliche Vorbild Event Horizon wird zu keinem Zeitpunkt erreicht. Etwas enttäuschend ist ausserdem, dass ausgerechnet die bekanntesten unter den deutschen Schauspielern die kürzesten Auftritte haben und ohne Text auskommen müssen.
Regie: Christian Alvart
Darsteller: Dennis Quaid, Ben Foster, Antje Traue, Cung Le, Eddie Rouse, Niels-Bruno Schmidt, Friederike Kempter, Wotan Wilke Möhring
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Humanity's End - Das Ende naht
Humanity's End - Das Ende naht (USA 2009)
Inhalt:
Im 29. Jahrhundert hat sich die Menschheit über die gesamte Galaxie ausgebreitet, aber in mehrere verfeindete Spezies aufgespalten. Nach einem verheerenden Angriff gegen die wenigen noch von Homo Sapiens besiedelten Planeten findet sich Raumschiff-Kommandant Derasi Vorde als letztes männliches Exemplar seiner Gattung wieder. Er begibt sich auf einen langen und gefährlichen Flug zum Mars, wo Superwaffen für einen Gegenschlag gelagert sein sollen.
Kommentar:
Anfangs überrascht der TV/Video-Film durch schöne SF-Modelle und spektakuläre Schlachten, die sowohl im Weltraum als auch auf Planeten ausgetragen werden. Aber an den teilweise ziemlich schlampigen Spezial-Effekten erkennt man schnell, dass man eine Billig-Produktion vor sich hat. Die total wirre Story tut dann noch ein Übriges, dass man sich von Humanity's End mehr genervt als unterhalten fühlt. Die meisten Szenen passen weder dramaturgisch noch kausal zusammen, und vieles ist für die eigentliche Handlung völlig belanglos, wird aber trotzdem bis ins kleinste Detail ausgewalzt. Dafür rasen wichtige Ereignisse in wenigen Sekunden vorbei oder werden erst gar nicht gezeigt, sondern müssen allein aus dem nicht vorhandenen Zusammenhang erschlossen werden. Würden die Protagonisten nicht ständig in den unpassendsten Momenten ihre gesamte Lebensgeschichte erzählen (vorzugsweise wenn sie sich gerade in einem hitzigen Gefecht befinden oder minutenlang bis exakt zum letzten Wort im Sterben liegen), dann hätte man nicht den geringsten Hinweis darauf, wer zu welcher Seite gehört und warum er das tut, was er logisch betrachtet gar nicht tun sollte. Allerdings muss man sich diese Informationen mühsam aus dem Grundrauschen überflüssiger Nebensächlichkeiten heraus filtern. An Identifikations-Figuren fehlt es ebenfalls, denn sogar der Held wirkt die meiste Zeit zutiefst unsympathisch, besonders wenn er unbeholfene Versuche unternimmt, lustig zu sein.
Regie: Neil Johnson
Darsteller: Jay Laisne, Rochelle Vallese, Cynthia Ickes, Kari Nissena, William David Tulin
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Cargo
Cargo (Schweiz 2009)
Inhalt:
Im 23. Jahrhundert ist die Erde nach einer ökologischen Katastrophe unbewohnbar geworden und die Menschheit hat sich auf riesige, aber trotzdem total übervölkerte Raumstationen im Orbit zurückgezogen. Nur wenige können sich die Reise zum paradiesischen Planeten Rhea leisten, wo die Umwelt noch in Ordnung ist. Die Ärztin Laura Portmann heuert auf einem herunter gekommenen Raumfrachter an, um während eines mehrjährigen Fluges genug Geld für die Auswanderung nach Rhea zu verdienen. Doch offenbar ist die Crew nicht alleine an Bord und auch die Fracht birgt ein Geheimnis. Als es auch noch zu mehreren Todesfällen kommt, versucht Portman zusammen mit dem Sicherheitsbeamten Samuel Decker, das Rätsel zu lösen ...
Kommentar:
Die Schweiz ist nicht gerade für grosses Kino berühmt, aber hier ist den Eidgenossen doch mal ein richtig guter SF-Thriller gelungen, der den Vergleich mit Hollywood-Produktionen nicht scheuen muss. Aus dem relativ niedrigen Budget wurde das Optimum an Effekten, Kulissen und guten Trickaufnahmen heraus geholt. Trotz zahlreicher Anleihen von ähnlichen Endzeit- und Space-Odyssey-Szenarien und einer gewissen Vorhersehbarkeit ist auch die Geschichte ganz interessant und plausibel. Allerdings überzeugt eher die Gesamt-Atmosphäre, denn schnelle Action, übertriebene Spannung oder grosse schauspielerische Leistungen gehören halt nicht zum Repertoire der Schweizer.
Regie: Ivan Engler, Ralph Etter
Darsteller: Anna Katharina Schwabroh, Martin Rapold, Regula Grauwiller, Yangzom Brauen, Gilles Tschudi, Claude-Oliver Rudolph
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Moon
Moon (GB 2009)
Inhalt:
Seit 3 Jahren arbeitet der Astronaut Sam Bell als einziges Besatzungsmitglied in einer einsamen Basis auf dem Mond. Nur unterstützt von einem intelligenten Roboter und zahlreichen automatischen Maschinen baut er dort das Isotop Helium-3 ab, das von den Fusionskraftwerken auf der Erde zur Energieerzeugung benötigt wird. Doch kurz vor seiner Ablösung hat Sam einen schweren Unfall und wird von einem unerwarteten Helfer gerettet: von sich selbst. Schnell wird klar, dass einer der beiden Sams ein Klon sein muss. Oder etwa alle beide? Nach einigen Differenzen, wer denn nun als "echter" Sam Bell das Sagen hat, machen sich die beiden Männer daran, das dunkle Geheimnis der Mondbasis zu lüften. Aber die Zeit läuft ab, denn die Lebensspanne eines Klons ist begrenzt ...
Kommentar:
Moon ist zwar nicht das ganz grosse Kino, aber doch ein ordentlich gemachter SF-Spielfilm mit einer soliden Ausstattung. Die nachdenklich stimmende Geschichte erinnert manchmal sogar an SF-Klassiker von Stanley Kubricks 2001 über Silent Running bis Blade Runner. Doch leider existiert eine zentrale logische Schwäche: Wer mit enormem Aufwand eine Mondbasis errichten kann, der sollte sich eigentlich auch die vernachlässigbaren Personalkosten für den einzigen Astronauten leisten können und nicht auf eine ethisch fragwürdige Klon-Besatzung zurückgreifen müssen.
Übrigens ...
Auf dem Mond wurden durch den Sonnenwind tatsächlich größere Mengen des sehr seltenen Helium-3 abgelagert und es existieren auch bereits Pläne für einen kommerziellen Abbau. Zumindest theoretisch könnte sich Helium-3 auch wirklich als Treibstoff für zukünftige Fusionsreaktoren eignen.
(siehe auch: Helium-3 bei Wikipedia)
Regie: Duncan Jones
Darsteller: Sam Rockwell, Dominique McElligott, Kevin Spacey (nur Stimme)
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