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Science Fiction Spielfilme der 1990er Jahre. Inhalte, Bilder, Kommentare und Links.

Science Fiction Spielfilme der 1990er Jahre

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1990
Total Recall Total Recall - Die totale Erinnerung (USA 1990)

2075: Der Arbeiter Doug Quaid lässt sich die Erinnerung an einen fantastischen Urlaub auf dem mittlerweile besiedelten Mars einpflanzen. Doch bei der Routine-Prozedur geht etwas schief: Offenbar haben bereits andere an Quaid's Gedächtnis herum gebastelt, um seine richtige Persönlichkeit zu maskieren. Quaid hat keine Ahnung mehr, wer er wirklich ist, und reist zum Mars, um auf die Suche nach seiner eigentlichen Existenz zu gehen. Doch zahlreiche Killer, Geheimagenten und Terroristen scheinen etwas dagegen zu haben ...
Arnie präsentiert sich hier klar in Höchstform und die komplexe Geschichte liegt über dem Niveau seiner bis dahin üblichen "Hau drauf"-Filme. Natürlich bietet die aufwendige Produktion auch reichlich Action und erstklassige Spezial-Effekte. Die Glubschaugen-Szenen im Unterdruck der dünnen Mars-Atmosphäre wirken allerdings nur lächerlich und die minutenschnelle Terraformung des roten Planeten ist reichlich unrealistisch. Die Romanvorlage "We can remember it for You Wholesale" stammt übrigens von dem SF-Autor Philip K. Dick, der auch schon die Story für Blade Runner geschrieben hatte.
2012 entstand noch ein Remake von Total Recall mit Colin Farrell, Jessica Biel und Kate Beckinsale, das jedoch nur ein müder Abklatsch des Originals ist. Weder die Schauspieler können sich mit denen von 1990 messen, noch werden signifikant bessere Spezial-Effekte und Trickaufnahmen gezeigt. Deshalb stellt sich die Frage, warum der eigentlich schon optimal umgesetzte Klassiker überhaupt noch mal neu verfilmt werden musste.

Regie Paul Verhoeven
Darsteller

Arnold Schwarzenegger, Sharon Stone, Rachel Ticotin, Michael Ironside, Ronny Cox

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Moon 44 Moon 44 (BRD 1990)

Im Jahr 2038 bauen mehrere verfeindete Konzerne auf fernen Planeten und Monden Rohstoffe ab. Die Arbeit wird von automatischen Förder-Robotern erledigt, die von modernen Kampfhubschraubern geschützt werden. Als einige Förder-Roboter samt Erzladung spurlos verschwinden, wird Agent Felix Stone Undercover als Sträfling auf Mond 44 geschickt. Stone muss sich gegen andere Gefangene und die korrupte Minen-Leitung durchsetzen, aber als ein gegnerischer Konzern angreift, kann er sich als Helikopter-Pilot bewähren.
Roland Emmerichs zweiter SF-Film nach Das Arche Noah Prinzip (siehe SF-Filme der 1980er) bietet zwar einige rasante Kampfszenen und akzeptable Spezial-Effekte in einer an das Alien-Universum angelehnten Kulisse, aber leider nur eine belanglose, wenig fesselnde Story. Mit durchschnittlichen Hollywood-Produktionen kann die deutsche Billig-Variante jedenfalls noch nicht mithalten.

Regie Roland Emmerich
Darsteller

Michael Pare, Malcolm McDowell, Lisa Eichhorn, Dean Devlin, Brian Thompson, Stephen Geoffreys

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1995
12 Monkeys Twelve Monkeys (USA 1995)

Im Jahr 2035 leben nur noch wenige Menschen in unterirdischen Städten, denn Ende des 20. Jahrhunderts hat ein geheimnisvoller Virus fast die gesamte Menschheit ausgerottet. Der Sträfling James Cole wird ausgewählt, um per Zeitreise in das Jahr 1996 zurückzukehren und Proben des Virus zu sammeln, damit ein Gegenmittel entwickelt werden kann. In der Gegenwart/Vergangenheit angekommen wird Cole zunächst in eine Irrenanstalt eingewiesen, doch bei einer zweiten Zeitreise kommt er auf die Spur der "Armee der 12 Monkeys", die den tödlichen Virus einst freisetzte/freisetzen wird. Cole wird Zeuge und selbst Teil einer unaufhaltsamen Kette von zukünftigen/vergangenen Ereignissen ...
Ex-"Monty Python" Terry Gilliam kehrt Komödie und Klamauk diesmal den Rücken und erzählt eine ernsthafte, gut durchdachte Geschichte über Zeitreisen. Obwohl die Handlung, in der Gegenwart, Zukunft und Vergangenheit auf komplexe Weise miteinander verschmelzen, manchmal etwas verworren wirkt, entstehen doch keine unlösbaren Paradoxien. Ein nachdenklich stimmender Film mit gelungener Atmosphäre, dessen Unterhaltungswert aber leider begrenzt ist.

Regie Terry Gilliam
Darsteller

Bruce Willis, Brad Pitt, Christopher Plummer, Madeleine Stowe

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Waterworld Waterworld (USA 1995)

In einer nicht allzu fernen Zukunft sind die Polkappen geschmolzen und die gesamte Erde ist von einem einzigen Ozean bedeckt. Menschen leben nur noch in notdürftig aus Schrott zusammen gebauten, schwimmenden Städten und es herrscht Anarchie. Der Mariner ist am besten an diese Verhältnisse angepasst, denn als Mutant besitzt er Kiemen und kann auch unter Wasser atmen. Zusammen mit der kleinen Enola und ihrer Adoptiv-Mutter begibt sich der Mariner auf die abenteuerliche Suche nach Dryland, dem letzten festen Land. Doch auch die Smokers, brutale Piraten mit einer Vorliebe für Filterzigaretten, wollen Dryland um jeden Preis finden.
Waterworld entwirft ein ähnliches Endzeit-Szenario wie die "Mad Max"-Filme, nur dass er komplett auf dem Wasser spielt. Der Film erregte als eine der bisher teuersten Kino-Produktionen einiges Aufsehen, aber das von Kevin Costner geplante, epochale Monumentalwerk ist trotz aller Anstrengungen nicht entstanden. Zwar erzählt Waterworld eine unterhaltsame Geschichte mit einigen originellen Einfällen, aber der enorme Aufwand, der vor allem bei den Kulissen betrieben wurde, hat sich leider kaum gelohnt. Es ist oft genug gelungen, mit erheblich geringerem Budget sehr viel beeindruckendere Bilder auf die Leinwand zu bringen.

Regie Kevin Reynolds, Kevin Costner
Darsteller

Kevin Costner, Dennis Hopper, Jeanne Tripplehorn, Tina Majorino, Michael Jeter

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Judge Dredd Judge Dredd (USA 1995)

Im 22. Jahrhundert lebt die Menschheit in riesigen Mega-Cities, die von Gewalt und Aufruhr beherrscht werden. Die einzigen Hüter der Ordnung sind die Judges, schwer bewaffnete Elite-Kämpfer, die Polizist, Richter und Vollstrecker in einer Person verkörpern. Der beste von ihnen ist Judge Dredd, der stets hart durchgreift und von dem scheinbar unfehlbaren System restlos überzeugt ist. Aber durch eine Intrige gerät Dredd unter Mordverdacht und erhält selbst eine Kostprobe der modernen Justiz.
Sylvester Stallone, wie man ihn kennt und nicht unbedingt liebt: als gefühlsarmer und wortkarger Überheld. Nach dem Duell Stallone-Schwarzenegger um die Gunst der Kinobesucher in den 1990er Jahren gehören solche Figuren glücklicherweise der Vergangenheit an. Auch inhaltlich sollte man Judge Dredd kritisch betrachten, denn sonst ensteht leicht der Eindruck, die Aufhebung der Gewaltenteilung sei prinzipiell der richtige Weg für die zukünftige Verbrechensbekämpfung. Solche faschistoiden Ansätze führen aber höchstens zu Willkür und Diktatur. Falls es sich jedoch um satirische Übertreibungen handeln sollte, dann ist mir das wegen des missglückten Drehbuchs leider entgangen. So macht die fragwürdige Botschaft diese Comic-Verfilmung trotz guter Effekte und bekannter Schauspieler zu einem klaren B-Movie.

Regie Danny Cannon
Darsteller

Sylvester Stallone, Diane Lane, Armand Assante, Max von Sydow, Jürgen Prochnow, Rob Schneider, Joan Chen

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Screamers Screamers - Tödliche Schreie (Kanada / USA / Japan 1995)

Im Jahr 2078 ist die Menschheit in zwei Lager gespalten, die Krieg um Rohstoffe und Energie führen. Auch der verwüstete Planet Sirius 6B ist schon seit Jahrzehnten Schauplatz erbitterter Kämpfe, bei denen die Screamers eingesetzt werden - kleine, agile Roboter, die sich selbst vermehren und jeden unvorsichtigen Soldaten mit einer integrierten Mini-Kreissäge zerlegen. Als der Befehlshaber Col. Hendricksson ein unerwartetes Friedensangebot der Gegenseite erhält, schlägt er sich zu den feindlichen Stellungen durch, nur um festzustellen, dass ihm die Screamers bereits zuvor gekommen sind. Offenbar führen die selbstständig operierenden Maschinen ein gefährliches Eigenleben und haben sich auch sonst erstaunlich weiter entwickelt.
Eine weitere Androiden-Vision von "Blade Runner"-Autor Philip K. Dick, deren Umsetzung jedoch in keiner Weise an den Kultfilm heran reicht. Einige Szenen sind zwar ganz nett (z.B. das Intro im Weltall), aber alte Fabrik-Hallen als bevorzugte Billig-Kulisse schaffen noch lange keine SF-Atmosphäre und auch die Logik kommt manchmal etwas zu kurz (Warum liegt die Serien-Nummer des am höchsten entwickelten Androiden-Modells zwischen denen der beiden primitiveren?). Hauptdarsteller Peter "Robocop" Weller dürfte jedenfalls schon bessere Zeiten erlebt haben.

Regie Christian Duguay
Darsteller

Peter Weller, Jennifer Rubin, Andrew Lauer, Roy Dupuis, Charles Powell

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1996
Independence Day Independence Day (USA 1996)

Ein epochales Ereignis wirft seine Schatten voraus - oder besser gesagt: es wirft seine Schatten auf die grössten Städte der Erde. Denn über jeder dieser Städte ist ein riesiges ausserirdisches Raumschiff erschienen. Was zunächst als friedliche Kontaktaufnahme begrüßt wird, entpuppt sich jedoch schnell als verheerender Angriff gegen die gesamte Menschheit. Wir haben zwar keine Chance, aber am amerikanischen Nationalfeiertag wird mit aller Härte zurück geschlagen ...
An diesem Werk kann einen so einiges stören:

  • der ständige Hurra-Patriotismus zugunsten der USA
  • das selten dämliche Vorgehen der eigentlich haushoch überlegenen Invasoren
  • dass fast alle Ideen aus anderen SF-Filmen geklaut wurden (z.B. Kampf der Welten, V)
  • dass offenbar auch Aliens viren-anfällige Betriebssysteme von Microsoft verwenden

Trotzdem ein klasse Film mit super Effekten und jeder Menge Action.

Regie Roland Emmerich
Darsteller

Will Smith, Jeff Goldblum, Bill Pullman, Judd Hirsch, Adam Baldwin, Brent Spiner

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Star Command Star Command - Gefecht im Weltall (USA/BRD 1996)

Im Jahr 2217 herrscht ein wackeliger Friede zwischen der Erde und ihren ehemaligen Kolonien, der immer wieder durch Kämpfe um einzelne Planeten unterbrochen wird. In einen dieser Kämpfe wird auch ein kleines Schulschiff von der Erde verwickelt. Schon beim ersten Schlagabtausch gegen eine überlegene Flotte fallen die beiden Ausbilder, aber die 6 unerfahrenen Kadetten ergreifen trotzdem die Initiative und zerstören einen feindlichen Kreuzer nach dem anderen, um einen gerade erst besiedelten Planeten zu schützen.
"Star Command" ist der Pilotfilm für eine SF-Fernsehserie unter deutscher Beteiligung, die dann aber doch nie gedreht wurde. Der Film kann zwar relativ bekannte Darsteller und akzeptable Trickaufnahmen vorweisen, krankt aber an seiner klischee-behafteten Story und einer plumpen Dramaturgie. Immerhin hält er sich an seinen Untertitel "Gefecht im Weltall", denn es werden einige ganz nette Raumschlachten gezeigt, und man versteigt sich auch nicht in unlogische SF-Pseudo-Wissenschaften oder in sonstige Esoterik.

Regie Jim Johnston
Darsteller

Jay Underwood, Jennifer Bransford, Chris Conrad, Tembi Locke, Kelly Hu, Ivan Sergei, Morgan Fairchild, Chad Everett, Eva Habermann, Hans Martin Stier, Dennenesch Zoude

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Dark Planet Dark Planet (USA 1996)

Im 27. Jahrhundert ist die Erde verwüstet und die genetisch verbesserten Alphas führen Krieg gegen Mutanten-Rebellen. Doch eine Entdeckung im Weltraum zwingt die verfeindeten Parteien zu einem Waffenstillstand. Eine gemischte Besatzung aus Alphas und Rebellen soll ein Schwarzes Loch durchfliegen und einen dahinter liegenden Planeten erkunden, auf dem die Menschheit einen Neuanfang wagen könnte. Schon bald gewinnen die alten Rivalitäten wieder die Oberhand und die Reise durch das Schwarze Loch ist auch nicht ungefährlich ...
Der Film erzählt eine halbwegs plausible Geschichte, die zwar reichlich mit Klischees, Drehbuchfehlern und kleinen Widersprüchen durchsetzt ist, aber doch einige ganz nette Einfälle enthält. Leider wird dieser ausbaufähige Ansatz durch peinlich billige Trickaufnahmen und Spezial-Effekte, die diesen Namen in keiner Weise verdienen, sehr schnell zunichte gemacht. Dagegen kann auch ein hochkarätiger Schauspieler wie Michael York nichts mehr ausrichten. Fazit: Trash aus der untersten Schublade, der aber trotzdem einigermaßen unterhaltsam sein kann, wenn mal gar nichts anderes im Fernsehen läuft.

Regie Albert Magnoli
Darsteller

Michael York, Paul Mercurio, Harley Jane Kozak, Maria Ford, Ed O'Ross, Phil Morris

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1997
Contact Contact (USA 1997)

Das SETI-Projekt (Search for Extraterrestrial Intelligence) hat endlich Erfolg: Ausserirdische nehmen per Radiowellen Kontakt mit uns auf und übermitteln sogar den Plan für ein Raumfahrzeug. Nach einigem Kompetenz-Gerangel wird die seltsame, teure Riesenmaschine tatsächlich gebaut, aber die Reise verläuft anders, als erwartet.
"Contact" basiert auf einem Roman des bekannten Planetenforschers Carl Sagan und das SETI-Projekt läuft in der Realität bereits seit mehreren Jahrzehnten - bisher leider ohne Ergebnis. Ebenso langatmig wie die schwierige Suche nach fremden Intelligenzen gestaltet sich auch der Film. Was überirdisch und spannend beginnt, verliert sich bald in banalen, zwischenmenschlichen Konflikten, und auch das Ende hinterlässt den Zuschauer unbefriedigt.

Regie Robert Zemeckis
Darsteller

Jodie Foster, Matthew McConaughey, James Woods, John Hurt, Tom Skerritt

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Das 5. Element Das 5. Element (Frankreich / USA 1997)

Das pure Böse ist auf dem Weg zur Erde und kann nur durch das 5. Element aufgehalten werden. Dieses Element entpuppt sich jedoch als die hübsche Leeloo, die dem Taxifahrer und Ex-Elitesoldaten Corben Dallas sprichwörtlich in die Hände fällt. Es beginnt eine wilde Jagd durch die schrille Welt des 23. Jahrhunderts, denn Militärs, ausserirdische Terroristen und der Erz-Schurke Zorg sind hinter Leeloo her.
"Das 5. Element" ist eine gelungene Mischung aus Science Fiction, Actionfilm und Komödie. Die Handlung mag zwar etwas flach sein, aber sie wird garantiert nicht langweilig. Dafür sorgen zahlreiche skurrile Figuren, gute Trickaufnahmen und schnelle Kampfszenen.

Regie Luc Besson
Darsteller

Bruce Willis, Milla Jovovich, Gary Oldman, Ian Holm, Brion James, Luke Perry, Chris Tucker

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Event Horizon Event Horizon - Am Rande des Universums (USA 1997)

Nach Jahren taucht das verschollen geglaubte Raumschiff Event Horizon plötzlich wieder in der Nähe des Neptun auf. Eine Bergungsmannschaft findet das riesige Raumfahrzeug nahezu unversehrt vor, aber von der Besatzung sind nur noch wenige, makaber zugerichtete Leichenteile übrig. Schon bald häufen sich unheimliche Vorfälle und bizarre Visionen treiben die Astronauten in den Wahnsinn. Hat der neuartige Antrieb der Event Horizon das Tor in eine Welt des reinen Bösen geöffnet?
Die etwas technik-feindliche Mischung aus Science Fiction und Horror konnte mich nicht auf Anhieb begeistern, aber mittlerweile finde ich den Film richtig gut. Der Kontrast zwischen gut recherchierten, wissenschaftlichen Fakten und unrealistischen Schockeffekten ist zwar gewöhnungsbedürftig, aber man wird durch viele gelungene Trickaufnahmen und reichlich Spannung entschädigt. Der Ereignishorizont (Event Horizon) ist übrigens der Rand eines Schwarzen Lochs, das vom Antrieb des Schiffs künstlich erzeugt wird und Reisen mit Über-Lichtgeschwindigkeit ermöglichen soll.

Regie Paul W.S. Anderson
Darsteller

Sam Neill, Laurence Fishburne, Joely Richardson, Kathleen Quinlan, Richard T. Jones, Jack Noseworthy, Jason Isaacs, Sean Pertwee

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1998
Dark City Dark City (USA 1998)

John Murdoch erwacht in der Badewanne eines herunter gekommenen Hotelzimmers, neben ihm die entstellte Leiche einer Frau, doch sein Gedächtnis ist wie ausgelöscht. Auf seiner Flucht durch eine bizarre Stadt, in der immer Dunkelheit herrscht, versucht Murdoch seine Erinnerung wieder zu finden, aber neben der Polizei sind ihm auch ein zwielichtiger Psychiater und einige mysteriöse, blassgesichtige "Fremde" auf den Fersen. Da wird Murdoch Zeuge, wie die "Fremden" alle Bewohner der Stadt in Tiefschlaf versetzen, ihnen neue Erinnerungen einpflanzen und mit ihren Geisteskräften ganze Gebäude und Strassenzüge umformen. Murdoch scheint als einziger gegen die Manipulationen der "Fremden" immun zu sein und sucht die Lösung des Rätsels in Shell Beach, einem Badestrand, den jeder kennt, aber niemand finden kann ...
Was als düsterer Mystery-Thriller in bester "Film Noir"-Tradition beginnt, entwickelt sich zu einem nachdenklich stimmenden SF-Highlight. Die Atmosphäre ist extrem gelungen, die Spezial-Effekte sind nicht spektakulär, aber absolut passend, und die Spannung wird konsequent bis zum ungewöhnlichen Ende aufrecht erhalten. Die Story könnte aus der Feder von Franz Kafka stammen und hält immer wieder überraschende Wendungen und Einblicke bereit.
Dark City ist ein echter Geheimtip, denn im Kino fand der Film leider kaum Beachtung.

Regie Alex Proyas
Darsteller

Rufus Sewell, William Hurt, Kiefer Sutherland, Jennifer Connelly

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Lost in Space Lost in Space (USA/GB 1998)

Familie Robinson bricht in den Weltraum auf, um auf einem fernen Planeten eine Kolonie zu errichten und die weitere Besiedelung vorzubereiten. Doch an Bord ist auch ein Saboteur, der das Schiff vom Kurs abbringt. So wird die Mission der Robinsons zu einer rasanten Odyssee durch Raum und Zeit.
"Lost in Space" hat eine amerikanische SF-Fernsehserie der 1960er Jahre als Vorlage, die wiederum auf den Abenteuern der schweizer Familie Robinson auf einer einsamen Insel basiert, die ihrerseits auf Daniel Defoe's "Robinson Crusoe" zurückgehen. Wegen dieser langen Tradition des Abschreibens bietet die Story kaum etwas Neues und lebt allein von den perfekten Spezial-Effekten und der reichlich vorhandenen Action. Die Serien-Vorlage wurde so konsequent kopiert, dass auch der Film in mehrere Einzelfolgen mit unabhängigen Geschichten zu zerfallen scheint. Diese Geschichten werden zum Ende hin immer unlogischer und unrealistischer und auf eine plausible Auflösung oder wenigstens ein akzeptables Happy-End wird dann auch ganz verzichtet. Alles bleibt offen für Teil 2, der aber trotz des grossen kommerziellen Erfolgs bisher nicht erschienen ist.

Regie Stephen Hopkins
Darsteller

William Hurt, Mimi Rogers, Heather Graham, Lacey Chabert, Jack Johnson, Matt LeBlanc, Gary Oldman

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Deep Impact Deep Impact (USA 1998)

Ein Komet droht auf die Erde zu stürzen und alles Leben zu vernichten. In dieser hoffnungslosen Situation fährt die US-Regierung zweigleisig: Offiziell wird ein Raumschiff zur Sprengung des Himmelskörpers ausgeschickt, aber im Geheimen werden Bunkeranlagen errichtet, um eine kleine Elite vor dem Einschlag zu retten. Bald bricht Panik aus, denn jeder will noch einen Platz im Bunker ergattern. Aber auch die Astronauten tun ihr Bestes ...
Deep Impact war der erste und etwas weniger erfolgreiche der beiden grossen Katastrophenfilme des Jahres 1998. Im Gegensatz zu dem thematisch identischen Konkurrenten Armageddon wurde hier jedoch eine komplexere und abwechslungsreichere Story erzählt, die sich auch näher an der Realität bewegt. Besonderer Pluspunkt: Die Erde (vor allem natürlich die USA) wird mit einem tollen Effekt-Feuerwerk tatsächlich getroffen.

Regie Mimi Leder
Darsteller

Robert Duvall, Elijah Wood, Vanessa Redgrave, Maximilian Schell, Tea Leoni, Morgan Freeman, James Cromwell, Leelee Sobieski, Denise Crosby, Tucker Smallwood

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Armageddon Armageddon - Das jüngste Gericht (USA 1998)

Wieder befindet sich ein riesiger Asteroid auf Kollisionskurs mit der Erde. Die einzig mögliche Gegenmaßnahme besteht darin, den kosmischen Felsbrocken anzubohren und von innen mit einer Atombombe zu sprengen. Dazu muss jedoch das Team des exzentrischen Ölbohr-Spezialisten Harry Stamper im Schnellverfahren zu Astronauten ausgebildet und zu dem Asteroiden gebracht werden. Bereits ein Zwischenstop bei der russischen Raumstation MIR lässt die riskante Mission beinahe scheitern. Aber den gefährlichsten Teil haben die unfreiwilligen "Retter der Menschheit" noch vor sich.
Ein spannender Film mit guten Effekten. Als kleiner Gag und Bezugspunkt zur Realität wird die damals noch aktive MIR einbezogen und auch die prinzipielle Vorgehensweise zur Zerstörung des Asteroiden ist gar nicht mal so abwegig. Trotzdem kommt es zu einigen Ungereimtheiten, denn die wissenschaftlichen und technischen Fakten müssen manchmal hinter der Dramaturgie zurück treten. Ausserdem ist das ständige patriotische Gehabe einfach nur nervig und die übertriebenen Ankündigungen aus der monatelangen Werbekampagne kann der Streifen auch nicht erfüllen.

Regie Michael Bay
Darsteller

Bruce Willis, Ben Affleck, Liv Tyler, Billy Bob Thornton, Owen Wilson

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Star Force Soldier Star Force Soldier (USA/GB 1998)

Der Elite-Soldat Todd wurde von Kindheit an zum gehorsamen, aber gefühllosen Killer erzogen und kämpfte bereits in zahlreichen Schlachten. Als er gegen den jungen, genetisch verbesserten Soldaten Caine-607 verliert, gehört er plötzlich zum alten Eisen und wird auf dem Müll-Planeten Arcadia "entsorgt". Die Bewohner von Arcadia begegnen dem wortkargen Einzelgänger zunächst mit Argwohn, doch da wird der Planet von skrupellosen Militärs zu Übungszwecken angegriffen. Endlich hat Todd die Gelegenheit, mit Caine-607 und seinen ehemaligen Befehlshabern abzurechnen.
Kurt Russel kann ein guter Schauspieler sein, aber wenn er sich als Möchtegern-Schwarzenegger versucht, dann geht das in die Hose. Auch die Story ist nur eine einfallslose Zusammenstellung aus Klischees und Plagiaten, so dass Star Force Soldier an den Kinokassen zu einer einzigen Katastrophe wurde. Trotzdem ist der Film nicht so furchtbar, wie er in einigen Kritiken dargestellt wird, denn Action und Effekte sind durchaus ansehnlich.

Regie Paul W.S. Anderson
Darsteller

Kurt Russell, Jason Scott Lee, Connie Nielsen, Sean Pertwee, Jason Isaacs, Gary Busey

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Sphere Sphere - Die Macht aus dem All (USA 1998)

Ein Team von Wissenschaftlern wird auf eine Unterwasser-Station gebracht, um ein riesiges UFO zu untersuchen, das man in der Nähe auf dem Meeresgrund gefunden hat. Das Raumschiff liegt dort offenbar schon seit Jahrhunderten, scheint aber trotzdem nicht ausserirdischen Ursprungs zu sein. Das Geheimnisvollste ist jedoch eine grosse, goldene Kugel innerhalb des Schiffs, die auf die Forscher eine magische Anziehungskraft ausübt und ihre Wahrnehmung beeinflusst. Schon bald ereignen sich auf der Unterwasser-Station seltsame Vorfälle und auch die ersten Todesopfer lassen nicht lange auf sich warten ...
Solide Unterwasser-Action mit hochkarätiger Besetzung, guten Spezial-Effekten und einer Prise Horror. Die Story von Sphere stammt zwar aus der Feder von Michael Crichton, aber auch der Einfluss von James Camerons Abyss (siehe auch: SF-Spielfilme der 1980er Jahre) ist unübersehbar. Trotz der hochwertigen Vorlagen ist Sphere jedoch nicht in allen Bereichen wirklich gelungen. So lassen die gesamte Handlung und speziell das unbefriedigende Ende viele Fragen offen und ich persönlich bin auch kein Freund metaphysischer Erklärungen. Aus dem interessanten, zentralen Paradoxon des Films, ob das Wissen um zukünftige Ereignisse diese verhindert und deshalb den Tod der Wissenden unumgänglich macht, hätte man jedenfalls mehr heraus holen können.

Regie Barry Levinson
Darsteller

Dustin Hoffman, Samuel L. Jackson, Sharon Stone, Peter Coyote, Liev Schreiber, Queen Latifah, Marga Gomez

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1999
Der 200-Jahre-Mann Der 200-Jahre-Mann (USA/BRD 1999)

Zu Beginn des 21. Jahrhunderts schafft sich die Familie Martin einen Haushalts-Roboter vom Typ NDR 114 an. Nach einigen Problemen am Anfang wird die gehorsame und freundliche Maschine zu einem festen Familienmitglied und auf den Namen "Andrew" getauft. Tatsächlich ist Andrew etwas Besonderes, denn während seines jahrzehntelangen Dienstes bei den Martins nimmt er immer mehr menschliche Charakterzüge an. Doch Andrew will mehr und macht mit Hilfe modernster Technik auch seinen mechanischen Körper immer menschenähnlicher. Nur die offizielle Anerkennung als vollwertiger Mensch fehlt noch ...
Der 200-Jahre-Mann wird häufig als SF-Komödie angekündigt, aber trotz einiger netter Gags schafft der Film eher eine bewegende, melancholische Atmosphäre. Inhaltlich geht es um die interessante Frage, welche Rechte man einem empfindungsfähigen, intelligenten Roboter zugestehen sollte und wo die Grenze zwischen Mensch und Maschine zu ziehen ist. Obwohl dieser an sich ernsthafte Ansatz manchmal ins Kitschige abzurutschen droht, ist doch ein unterhaltsamer Film mit guten Effekten entstanden, der Cyborgs in einem völlig anderen Licht darstellt, als z.B. Terminator.
Das Drehbuch basiert auf den Kurzgeschichten "The Bicentennial Man" und "The Positronic Man" von SF-Legende Isaac Asimov und zitiert auch dessen 3 berühmte Gesetze der Robotik:

  1. Ein Roboter darf einem menschlichen Wesen keinen Schaden zufügen oder durch Untätigkeit zulassen, dass einem menschlichen Wesen Schaden zugefügt wird.
  2. Ein Roboter muss dem ihm von einem menschlichen Wesen gegebenen Befehl gehorchen - es sei denn, dies würde das Erste Gesetz der Robotik verletzen.
  3. Ein Roboter muss seine Existenz beschützen - es sei denn, dies würde das Erste oder das Zweite Gesetz der Robotik verletzen.
Regie Chris Columbus
Darsteller

Robin Williams, Embeth Davidtz, Sam Neill, Oliver Platt, Kiersten Warren

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Wing Commander Wing Commander (USA 1999)

Die Verfilmung der in den 1990er Jahren sehr beliebten, gleichnamigen Computerspiel-Serie. Die Menschheit befindet sich im Krieg gegen die ausserirdischen Kilrathi-Bösewichte und kann nur von den heldenhaften Piloten des Trägerschiffs Tiger Claw gerettet werden.
Das PC-Spiel Wing Commander war ein wirklich genialer Raumkampf-Simulator, der mich so manche Nacht wach gehalten hat. Der Spielfilm dagegen macht deutlich, dass ein einfallsloses, zusammen geklautes Drehbuch und bescheidene schauspielerische Leistungen auch durch erstklassige Spezial-Effekte nicht auszugleichen sind.

Regie Chris Roberts
Darsteller

Freddie Prince Jr., Saffron Burrows, Matthew Lillard, Jürgen Prochnow

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