Quelle: Dr. Freund's Multiversum, SF-Spielfilme der 1980er (http://www.drfreund.net/sf_movies1980.htm) Sonntag, 19.11.2017 15:15:43 Uhr
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Science Fiction Spielfilme der 1980er Jahre

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1980
Flash Gordon
Flash Gordon (GB 1980)
Inhalt:
Der Football-Star Flash Gordon, die Reiseführerin Dale Arden und der geniale Wissenschaftler Dr. Hans Zarkov finden durch Zufall zueinander und werden in ein interplanetarisches Abenteuer verwickelt. Zarkov, der schon lange den Angriff ausserirdischer Mächte befürchtet und natürlich über ein selbst gebautes Raumschiff verfügt, nimmt Flash und Dale mit zum Planeten des Tyrannen Ming. Doch bevor Flash die Erde vor dem teuflischen Ming retten kann, müssen Verbündete gefunden werden ...
Kommentar:
Die Figur des Flash Gordon wurde 1934 von dem Comic-Zeichner Alex Raymond entworfen und fand bereits 1936 als Vorfilm-Serie in die Kinos. Offenbar hielt man es für einen originellen Spass, das Remake von 1980 im gleichen altmodischen Stil zu verfilmen, und deshalb wirkt es wie ein billiger Comic. Sowohl inhaltlich, wie auch bei Tricktechnik und Modellen fühlt man sich unfreiwillig in die 1930er Jahre versetzt. Von einer spannenden oder wenigstens zeitgemäßen Umsetzung kann trotz relativ bekannter Schauspieler jedenfalls keine Rede sein. So bleibt es auch ein Rätsel, wie die Superstars von Queen für den gelungenen Soundtrack gewonnen werden konnten.
Regie: Mike Hodges
Darsteller: Sam Jones, Melody Anderson, Max von Sydow, Topol, Ornella Muti, Timothy Dalton
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Sador, Herrscher im Weltraum
Sador, Herrscher im Weltraum (USA 1980)
Inhalt:
Weltraum-Despot Sador will den friedlichen Planeten Akir unterjochen. Aber die Bewohner beschliessen, sich zu wehren, und schicken den jungen Shad aus, um nach Mitstreitern zu suchen. Obwohl es nicht viel zu verdienen gibt, kann Shad tatsächlich eine bunt gemischte Truppe von erfahrenen Söldnern anwerben, die ihren Auftrag auch wirklich ernst nehmen. Die Schlacht gegen Sador's Super-Raumschiff kann beginnen ...
Kommentar:
Trash-Legende Roger Corman versuchte Anfang der 1980er Jahre auf den Star Wars Zug aufzuspringen und produzierte mit Battle Beyond the Stars (deutscher Titel: "Sador, Herrscher im Weltraum") ein SF-Remake des japanischen Klassikers "Die 7 Samurai" von Akira Kurosawa (Planet Akir !). Durch die anspruchsvolle Vorlage war die Geschichte an sich auch in Ordnung, aber die Umsetzung war leider nur ein Flickwerk aus Klischees und Billig-Effekten. So war das Ergebnis, wie zu erwarten, ein typisches Corman-B-Movie, für das man aber trotzdem einige namhafte Schauspieler gewinnen konnte (fast eine Analogie zum Inhalt).
Übrigens ...
Die Raumschiff-Modelle wurden vom späteren Star-Regisseur James Cameron entwickelt und noch in zahlreichen weiteren B-Produktionen verwendet.
Produktion: Roger Corman
Regie: Jimmy T. Murakami
Darsteller: Richard Thomas, Robert Vaughn, John Saxon, George Peppard, Sybil Danning, Darlanne Fluegel, Jeff Corey, Morgan Woodward, Marta Kristen, Sam Jaffe
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1981
Outland - Planet der Verdammten
Outland - Planet der Verdammten (GB 1981)
Inhalt:
William T. O'Neil wird als Marshal eines Aussenpostens auf dem Jupiter-Mond Io eingesetzt. Als es dort unter den Minen-Arbeitern zu spektakulären Selbstmorden kommt, kann er die Ursache schnell aufklären: Den Arbeitern werden systematisch Drogen verabreicht, um ihre Produktivität zu steigern. Offenbar weis jeder über die Machenschaften des mächtigen Minen-Konzerns Bescheid, aber niemand wagt sich, O'Neil zu helfen. So erwartet er allein die Ankunft einiger Profi-Killer, die ihn aus dem Weg räumen sollen ...
Kommentar:
"High Noon im Weltraum" ist eine passende Beschreibung für diese Mischung aus Science Fiction und Western, die dem Film aber trotzdem nicht ganz gerecht wird. Korruption, Angst und Schmutz schaffen eine realistische Atmosphäre, wie man sie bereits aus dem Alien-Universum kennt und die eine perfekte Kulisse für den klassischen Kampf zwischen Gesetz und Verbrechen liefert. Obwohl es der einsame Vertreter von Recht und Ordnung "nur" mit menschlichen Gegnern zu tun hat, wird trotzdem eine spannende Geschichte mit viel Action und guten Effekten erzählt.
Regie: Peter Hyams
Darsteller: Sean Connery, Peter Boyle, Frances Sternhagen, James Sikking, Kika Markham
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1982
Blade Runner
Blade Runner (USA 1982)
Inhalt:
Das Los Angeles der nahen Zukunft wird von Replikanten unsicher gemacht: Die überlegenen Androiden, die einst von Menschen konstruiert wurden und wie Menschen aussehen, sind in den Untergrund gegangen und lehnen sich gegen ihre Schöpfer auf. Aber der menschliche "Jäger" Rick Deckard spürt sie alle auf und eliminiert sie gnadenlos. Doch langsam kommen Deckard Zweifel an seinem Auftrag, denn die Unterschiede zwischen Menschen und Maschinen sind kaum noch feststellbar ...
Kommentar:
Der SF-Klassiker von Alien-Regisseur Ridley Scott hat inzwischen verdienten Kult-Status erreicht. Obwohl der Film in einigen Passagen etwas langatmig wirkt, fasziniert vor allem die realistische Darstellung der ebenso futuristischen wie herunter gekommenen Super-Metropole Los Angeles. Zusätzlich sorgen die perfekt besetzten Kontrahenten Harrison Ford und Rudger Hauer für die passende Stimmung.
Übrigens ...
Die Romanvorlage "Do Androids dream of electric Sheep?" wurde von dem SF-Autor Philip K. Dick geliefert.
Regie: Ridley Scott
Darsteller: Harrison Ford, Rudger Hauer, Sean Young, Daryl Hannah, Edward James Olmos, M. Emmet Walsh, William Sanderson
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E.T. - The Extra Terrestrial
E.T. - The Extra Terrestrial (USA 1982)
Inhalt:
Knuddelige Ausserirdische besuchen die Erde und vergessen bei der überstürzten Abreise eines ihrer Besatzungmitglieder. Der verängstigte Zurückgelassene findet Zuflucht bei dem kleinen Elliot, der eine innige Freundschaft zu dem fremden, aber zutraulichen Wesen aufbaut. Jetzt gilt es, E.T. vor den Erwachsenen zu verstecken und ihn zurück zu seinem Planeten zu bringen ...
Kommentar:
Während die Unheimliche Begegnung der 3. Art noch durchaus ernst zu nehmen war, glitt Spielberg mit diesem Kinderfilm in die seichten Niederungen des Tränendrüsen-Kinos ab. Trotzdem wurde die rührige Story zu einem grossen kommerziellen Erfolg und "Nach Hause telefonieren" zum geflügelten Wort.
Übrigens ...
E.T. war der erste Auftritt für Hollywood-Schnuckelchen Drew Barrymore (damals natürlich noch als Kinderstar) und sogar Harrison "Han Solo" Ford wäre beinahe dabei gewesen, da seine damalige Ehefrau am Drehbuch mitgewirkt hatte.
Regie: Steven Spielberg
Darsteller: Drew Barrymore, Peter Coyote, Henry Thomas, Dee Wallace, Robert MacNaughton, K.C. Martel, Sean Frye, Tom Howell, Erika Eleniak
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1983
Dune - Der Wüstenplanet
Dune - Der Wüstenplanet (USA 1983)
Inhalt:
In einer fernen Zukunft hat sich die Menschheit über tausende von Planeten ausgebreitet, aber grosse wissenschaftliche, technische oder soziale Fortschritte hat es offenbar nicht gegeben. So wird das eher düstere Sternenreich von einem feudalen Imperator beherrscht, der sich ständig mit allerlei intriganten Fürsten, obskuren Sekten und Geheim-Organisationen herumärgern muss. Die wahre Macht im Imperium ist jedoch die Raumfahrer-Gilde, deren Navigatoren die Droge Spice benötigen, um ihre Schiffe auf Über-Lichtgeschwindigkeit zu beschleunigen. Und Spice gibt es nur auf dem Wüstenplaneten Dune. Vor diesem Hintergrund entwickelt sich der Kampf der Fürstenhäuser Atreides und Harkonnen um den Wüstenplaneten, der den jungen Paul Atreides vom verratenen Flüchtling zum charismatischen Anführer einer galaktischen Revolution macht.
Kommentar:
Es ist schwierig, die komplexe, mystische und drogenvernebelte Atmosphäre der Romane von Frank Herbert in einem Film glaubhaft einzufangen, und deshalb wurde es auch in einer neueren Fernseh-Serie noch einmal erfolglos versucht. Der Dune-Zyklus ist ohnehin Geschmacksache und richtig gut ist eigentlich auch nur der verfilmte erste Band.
Übrigens ...
Besonders innovativ wirkte das schauspielerische Debut von Ex-Police-Sänger Sting als punkig angehauchter Harkonnen-Bösewicht, denn damals waren die meisten anderen Filmstars noch "ordentlich" frisiert.
Regie: David Lynch
Darsteller: Kyle MacLachlan, Sting, Jose Ferrer, Max von Sydow, Patrick Stewart, Jürgen Prochnow, Sean Young
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1984
1984
1984 (GB 1984)
Inhalt:
Winston Smith ist ein desillusionierter Untertan der Diktatur Oceania, die vom Grossen Bruder beherrscht wird. Oceania befindet sich ständig im Krieg mit den 2 anderen weltumspannenden Super-Staaten und ist deshalb bereits etwas herunter gekommen, aber das Wahrheitsministerium schreibt die Geschichte immer wieder so um, dass offiziell alles bestens aussieht. Ausserdem wird das Regime des Grossen Bruders durch ein allgegenwärtiges Überwachungs-System gestützt, das sogar die Gedanken und Gefühle der Bürger kontrollieren will. Smith sympathisiert mit dem Widerstand, beginnt eine illegale Liebesbeziehung und läuft prompt in eine Falle des Funktionärs O'Brien. Im Kerker des Liebesministeriums will O'Brien den abtrünnigen Smith durch Folter und Gehirnwäsche wieder auf den rechten Weg bringen ...
Kommentar:
Der Film zum Orwell-Jahr 1984 bietet erwartungsgemäß kaum Action oder SF-Effekte, aber dafür eine sehr gelungene Atmosphäre. Im Mittelpunkt steht natürlich die tragische Entwicklung des Anti-Helden Smith, der letztlich zur willenlosen Marionette seines eiskalten Peinigers O'Brien wird. Leider wirkt alles etwas langatmig und deshalb gelingt es oft nicht, dem Zuschauer die an sich wichtigen Botschaften zu vermitteln.
Übrigens ...
Der Soundtrack zu 1984 stammt von den Eurythmics, deren Frontfrau Annie Lennox auch einen Kurzauftritt hat.
Regie: Michael Radford
Darsteller: Richard Burton, John Hurt, Suzanna Hamilton, Cyril Cusack, Annie Lennox
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Das Arche Noah Prinzip
Das Arche Noah Prinzip (BRD 1984)
Inhalt:
Auf der Raumstation Florida Arklab wird friedliche Wetterforschung betrieben. Mit einem leistungsfähigen Mikrowellen-Generator will man die Atmosphäre der Erde bestrahlen, um gezielt Unwetter zu verhindern. Doch die Mikrowellen haben noch einen anderen Effekt: Sie erwärmen die Wolken und verbergen so die Geschehnisse darunter vor den neugierigen Infrarot-Augen von Spionagesatelliten. Als das US-Militär beginnt, seine Operationen durch willkürliche Bestrahlungen zu tarnen und so katastrophale Unwetter auslöst, setzt sich die Besatzung von Florida Arklab zur Wehr ...
Kommentar:
Das Arche Noah Prinzip war Roland Emmerichs Abschlussarbeit an der Hochschule für Fernsehen und Film in München und hält noch heute den Rekord für die teuerste Produktion zu diesem Zweck. Das Ergebnis war dann auch ein sehenswerter Film mit professionellen Effekten und einer anspruchsvollen Story. Marketing-Phrasen, wie "Sie werden Ihren Augen nicht trauen" oder "Der deutsche Star Wars" waren allerdings völlig daneben, weil sie mit dem Inhalt nicht das Geringste zu tun hatten.
Regie: Roland Emmerich
Darsteller: Richy Müller, Franz Buchrieser, Aviva Joel, Matthias Fuchs, Nikolas Lansky
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2010 - Das Jahr in dem wir Kontakt aufnehmen
2010 - Das Jahr in dem wir Kontakt aufnehmen (USA 1984)
Inhalt:
Im Jahr 2010 wird erneut ein Raumschiff zum Jupiter geschickt, um das Schicksal der 2001 verschollenen Discovery aufzuklären. Besonders brisant ist die Tatsache, dass die amerikanischen Forscher "per Anhalter" bei einer russischen Mission mitfliegen müssen, während sich auf der Erde der Kalte Krieg gerade seinem Höhepunkt nähert. Doch die Wunder und Gefahren des Alls lassen nationale Rivalitäten bald in den Hintergrund treten und der Monolith nimmt auch keine Rücksicht auf kleinliche Auseinandersetzungen ...
Kommentar:
Die leider fast vergessene Fortsetzung von Stanley Kubrick's 2001 ist trotz durchwachsener Kritiken einer meiner Lieblingsfilme. Das liegt vor allem an der grossen Spannung, der passenden Besetzung und der wissenschaftlich korrekten Darstellung mit ausgezeichneten Spezial-Effekten. Ausserdem wird erst gar nicht versucht, Kubrick nachzueifern oder ihn zu übertreffen. 2010 ist ein völlig eigenständiger Film, der mit einem ganz anderen Konzept an die Romanvorlage von Arthur C. Clarke heran geht. Das "Kalter Krieg"-Szenario wird allerdings im typischen Stil der 1980er etwas zu klischeehaft präsentiert und ist mittlerweile zum Glück auch überholt.
Regie: Peter Hyams
Darsteller: Roy Scheider, John Lithgow, Helen Mirren, Keir Dullea, Bob Balaban
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The Last Starfighter
The Last Starfighter (USA 1984)
Inhalt:
Alex Rogan ist ein Niemand im US-amerikanischen Nirgendwo. Aber der Teenager beherrscht das Videospiel Starfighter wie kein anderer und knackt eines Tages das letzte, fast unmögliche Level. Ohne es zu ahnen, hat Alex damit sein Training als Raumpilot abgeschlossen und wird auf den Planeten Rylos entführt. Dort muss er sich plötzlich als letzter Starfighter einem Grossangriff der Kodan Armada entgegen stellen ...
Kommentar:
Ein B-Movie, das aber doch durch viele, noch immer sehenswerte Spezial-Effekte überrascht. Immerhin handelt es sich um den ersten Film, bei dem alle Raumkampf-Szenen durch Computer-Animationen realisiert wurden. Die für die 1980er-Jahre typische Teenager-Story ist zwar etwas flach, aber trotzdem unterhaltsam und dürfte vor allem die Fans von Arcade-Spielen begeistern. Für irgendwas könnte die stundenlange, sinnlose Ballerei auf Pixel-Raumschiffe ja doch mal gut sein ...
Regie: Nick Castle
Darsteller: Lance Guest, Dan O'Herlihy, Catherine Mary Stewart, Robert Preston, Marc Alaimo
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1985
Lifeforce - Die tödliche Bedrohung
Lifeforce - Die tödliche Bedrohung (GB 1985)
Inhalt:
Die erste Forschungs-Mission zum Halley'schen Kometen macht eine erstaunliche Entdeckung: Im Schweif verbirgt sich ein ausserirdisches Raumschiff, in dessen Innerem 3 schlafende Humanoide gefunden werden. Man bringt die Aliens zur Erde, wo sie schnell erwachen und allen Menschen die Lebensenergie aussaugen. Die Opfer werden zu Zombies, die ebenfalls Lebensenergie benötigen, so dass eine unaufhaltsame Kettenreaktion in Gang kommt ...
Kommentar:
Die Mischung aus Science Fiction und Horror kann zwar nicht mit Tiefgang oder schauspielerischer Leistung überzeugen, bietet aber saubere Spezial-Effekte und viel Action. Die Idee, Vampire und Zombies mal mit einer SF-Theorie zu erklären, ist eigentlich ganz originell und plausibler als so mancher Mystery-Quatsch.
Übrigens ...
Patrick "Captain Picard" Stewart (siehe Star Trek) hat leider nur eine Nebenrolle, aber zumindest die männlichen SF-Fans werden durch die erotischen Auftritte von Ober-Vampirin Mathilda May mehr als entschädigt.
Regie: Tobe Hooper
Darsteller: Peter Firth, Mathilda May, Patrick Stewart, Steve Railsback, Frank Finlay, Nancy Paul
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Enemy Mine - Geliebter Feind
Enemy Mine - Geliebter Feind (USA/BRD 1985)
Inhalt:
Die klassische Story von den beiden Todfeinden, die sich in einer Notsituation zusammen raufen müssen und am Ende zu den besten Freunden werden. In diesem Fall stürzen ein menschlicher und ein ausserirdischer Pilot nach einem Raumkampf auf dem gleichen, lebensfeindlichen Planeten ab. Nach einigen Sprach-Barrieren und Streitigkeiten, wer denn nun wessen Gefangener ist, wird aber schnell klar, dass kleinkariertes Freund-Feind-Denken für das Überleben nicht gerade hilfreich ist ...
Kommentar:
Wolfgang Petersens Ausflug in die Science Fiction ist teilweise etwas schmalzig geraten und war im Kino kein Kassenschlager. Für mich ist der Film aber trotzdem ein kleines SF-Highlight mit guten Effekten und interessanter Story.
Regie: Wolfgang Petersen
Darsteller: Dennis Quaid, Louis Gossett Jr.
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Quiet Earth - Das letzte Experiment
Quiet Earth - Das letzte Experiment (Neuseeland 1985)
Inhalt:
Als der Wissenschaftler Zac Hobson nach einem Selbstmord-Versuch aufwacht, ist er offenbar der letzte Mensch auf der Welt, denn die gesamte Bevölkerung ist auf mysteriöse Weise einfach verschwunden. In dieser Situation tut Hobson zunächst das, was wohl die meisten tun würden: Er lebt seine geheimsten Fantasien aus, randaliert in den leeren Strassen und verfällt schliesslich in Depressionen. Erst als er mit Joanne und Api auf zwei weitere Überlebende trifft, schöpft er wieder Hoffnung. Doch langsam wird Hobson klar, dass seine eigenen physikalischen Experimente für die Auslöschung der Menschheit verantwortlich waren und dass der "Effekt" sich jeder Zeit wiederholen kann ...
Kommentar:
Quiet Earth beschreibt ein ähnliches Endzeit-Szenario wie beim Omega Mann, ist aber trotzdem ein völlig eigenständiger Film. Sehr originell ist die tabulose Darstellung des menschlichen Verhaltens in Einsamkeit, und deshalb darf man sich nicht darüber wundern, dass der Hauptdarsteller längere Zeit nur mit Frauen-Unterwäsche bekleidet ist. Gerade solche Szenen schaffen aber eine besonders realistische Atmosphäre und auch die Erklärung des "Effekts" dürfte von modernen quanten-physikalischen Theorien angeregt worden sein. So ist mit geringem Budget und ohne aufwendige Spezial-Effekte ein sehenswerter SF-Film gelungen, der nachdenklich stimmen kann.
Regie: Geoff Murphy
Darsteller: Bruno Lawrence, Alison Routledge, Pete Smith
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1987
The Running Man
The Running Man (USA 1987)
Inhalt:
Im Amerika des Jahres 2019 hat das Fernsehen endgültig die letzten Skrupel abgelegt und dient nur noch als Propaganda-Instrument für eine diktatorische Regierung. Die populärste Sendung ist die Show Running Man, in der Verbrecher durch ein Labyrinth gehetzt werden und auf Leben und Tod gegen schwer bewaffnete Gladiatoren kämpfen müssen. Auch der Polizist Ben Richards wird nach einer Befehlsverweigerung zu dem makabren "Spiel" verurteilt, aber diesmal werden die Jäger zu Gejagten ...
Kommentar:
Die Romanvorlage zu Running Man wurde bereits 1970 von Horror-Ikone Stephen King unter dem Pseudonym Richard Bachman geschrieben. Die filmische Umsetzung bietet viel Action und Spannung im typischen Schwarzenegger-Stil, aber einige Szenen erinnern doch stark an eine niveaulose B-Produktion. Trotzdem könnte man Running Man gerade noch als kritisches Werk gegen die Manipulation durch Massenmedien durchgehen lassen.
Übrigens ...
Das Thema "Menschenjagd" wurde schon 1972 in Wolfgang Menges Fernsehfilm Millionenspiel behandelt und erregte damals einiges Aufsehen bis hin zu ernst gemeinten Bewerbungen für das tödliche, aber glücklicherweise fiktive Spektakel. Heute kommen einige menschenunwürdige japanische Spiel-Shows der Vision schon recht nahe und auch deutsche Privatsender sind mit ihren Reality-Formaten dabei, die Grenzen des Erträglichen auszuloten.
Regie: Paul Michael Glaser
Darsteller: Arnold Schwarzenegger, Maria Conchita Alonso, Yaphet Kotto, Richard Dawson, Mick Fleetwood
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1989
The Abyss
The Abyss (USA 1989)
Inhalt:
The Abyss - das ist der 7.680 Meter tiefe Cayman-Graben im Karibischen Meer. Am Rand dieser Schlucht sucht die kleine Besatzung der Unterwasserstation Deepcore nach Öl. Der arbeitsreiche aber einsame Alltag der Männer und Frauen auf Deepcore wird jedoch unterbrochen, als in der Nähe ein amerikanisches Atom-U-Boot sinkt. Schnell ist ein Sonder-Kommando der Marines zur Stelle, um den Vorfall zu untersuchen und die Atom-Sprengköpfe zu bergen. Und natürlich kommt es ebenso schnell zu Kompetenz-Streitigkeiten, die sich bald gefährlich zuspitzen. Doch die eigentliche Bedrohung lauert offenbar in dem nahen Tiefseegraben, dessen Grund noch nie ein Mensch gesehen hat. Welches fantastische Geheimnis wartet dort unten auf seine Entdeckung?
Kommentar:
Unheimliche Begegnung unter Wasser. Die Inspiration durch den Spielberg-Film ist kaum zu übersehen, doch James Cameron ist trotzdem ein eigenständiges SF-Highlight gelungen. Zwar sind die Alien-Szenen heute nicht mehr ganz so spektakulär wie bei ihrer Entstehung, aber die Unterwasser-Action ist noch immer erstklassig und Spannung ist garantiert. Trotz eindeutig pazifistischer Aussage, wurde ausserdem nicht zu sehr auf bestimmten Details des fast beendeten kalten Kriegs herum geritten, so dass die Handlung noch immer in weiten Teilen aktuell ist.
Regie: James Cameron
Darsteller: Ed Harris, Mary Elizabeth Mastrantonio, Michael Biehn, Leo Burmester, Todd Graff, John Bedford Lloyd, J. C. Quinn, Kimberly Scott
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