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Dr. Freund's CD Kritiken: Tops und Flops von Pop bis Heavy Metal. Mit Tracklisten, Links, Kommentaren und Bewertungen.
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CD Kritiken

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CD

Auf dieser Seite kommentiere und bewerte ich alle Musik-CDs, die ich in den letzten Jahren gehört habe. Die kurzen Artikel sind natürlich subjektiv und durch meinen persönlichen Geschmack geprägt. Wer mit meinen Hörgewohnheiten nichts anfangen kann oder als Fan seine Idole bedroht sieht, sollte also einfach woanders hinklicken.

Bewertungs-Schema:
Erste Sahne Erste Sahne
Hörenswert Hörenswert
Durchschnittlich Durchschnittlich
Nicht so toll Nicht so toll
Akustischer Müll Akustischer Müll
Stereoanlage
Auswahl des Jahres:
2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011
2012
2013 2014 2015

CD Kritiken 2012

multidimensional
Aerosmith - Music From Another Dimension 10.12.2012
CD 1:
  1. Luv XXX
  2. Oh Yeah
  3. Beautiful
  4. Tell Me
  5. Out Go The Lights
  6. Legendary Child
  7. What Could Have Been Love
  8. Street Jesus
  9. Can't Stop Lovin' You
  10. Lover Alot
  11. We All Fall Down
  12. Freedom Fighter
  13. Closer
  14. Something
  15. Another Last Goodbye
CD 2 (Bonus Tracks):
  1. Up On The Mountain
  2. Oasis In The Night
  3. Sunny Side Of Love

Noch ein Comeback und wieder ein paar alte Männer, aber diesmal ohne Rauschebärte. Die Kult-Rocker von Aerosmith haben sich nach ihrem letzten Album "Just Push Play" von 2001 ganze 11 Jahre Zeit gelassen, um das neue "Music From Another Dimension" auf CD zu bringen. Aber wenigstens hat es noch pünktlich vor Weihnachten geklappt, so dass mal wieder ein Päckchen voll mit kerniger Rock-Musik unter dem Baum liegen kann. Die meisten Songs kommen im unverwechselbaren Aerosmith-Stil daher, überraschen teilweise aber auch durch unkonventionelle, aber trotzdem interessante Melodien und Rhythmen. Auch an mehr oder weniger gelungenen Rock-Balladen, wie sie für Aerosmith geradezu obligatorisch sind, herrscht kein Mangel. Neben Front-Mann Steven Tyler, der noch immer mit seiner unverwechselbaren Stimme überzeugt, durfte bei einigen Liedern übrigens auch Joe Perry ans Mikrofon. Das passt manchmal richtig gut, manchmal aber auch gar nicht. Eine weitere Besonderheit stellt die zweite CD der Deluxe-Edition dar, die lediglich 3 Bonus-Tracks zu bieten hat und mit so wenig Inhalt eigentlich schon fast Material-Verschwendung darstellt.
Obwohl "Music From Another Dimension" nicht an Klassiker wie z.B. das geniale "Pump" von 1989 heran kommt, hebt es sich doch angenehm vom mittlerweile vorherrschenden Casting-Müll und von Möchtegern-Rockern ab, so dass es doch für eine überdurchschnittliche Wertung reicht.

Links
lieblich
Pink - The Truth About Love 08.10.2012
  1. Are We All We Are
  2. Blow Me (One Last Kiss)
  3. Try
  4. Just Give Me A Reason
  5. True Love
  6. How Come You're Not Here
  7. Slut Like You
  8. The Truth About Love
  9. Beam Me Up
  10. Walk Of Shame
  11. Here Comes The Weekend
  12. Where Did The Beat Go?
  13. The Great Escape
  14. My Signature Move
  15. Is This Thing On?
  16. Run
  17. Good Old Days

Pink ist nach ihrer Baby-Pause wieder zurück und liefert ein abwechslungsreiches Album ab, das nicht nur den Mainstream bedient. Da wäre als positives Beispiel zunächst mal die obligatorische, aber trotzdem gelungene Pop-Single "Blow Me (One Last Kiss)" zu nennen. Gleich darauf folgt die schöne, melodische Ballade "Try", dann das fast schon anarchistische "Slut Like You" und an einigen Stellen fühlt man sich sogar an Rhythmen der Indie-Girlband Chicks On Speed erinnert. Mit 17 Songs ist "The Truth About Love" wirklich gut bestückt und manchmal hört man sogar ganz originelle Texte unter reichlicher Verwendung des bösen "F"-Worts heraus. Aber zwischen den Highlights wurde leider zu viel belangloses Füllmaterial verbaut, so dass es letztlich doch nur für eine durchschnittliche Wertung reicht.

Links
zweifelhaft
No Doubt - Push And Shove 07.10.2012
  1. Settle Down
  2. Looking Hot
  3. One More Summer
  4. Push and Shove
  5. Easy
  6. Gravity
  7. Undercover
  8. Undone
  9. Sparkle
  10. Heaven
  11. Dreaming The Same Dream

Über 10 Jahre nach dem tollen letzten Album "Rock Steady" und einigen Solo-Ausflügen von Front-Frau Gwen Stefani haben sich No Doubt doch noch einmal zu einem gemeinsamen Projekt zusammen gefunden und sind dabei zu einer Soft-Pop-Reggae-Band mutiert. Auf der neuen Scheibe sind zwar einige ganz nette Tracks zu finden, wie z.B. die unkonventionelle Single "Settle Down" oder der Titel-Song "Push and Shove", aber rockige Einflüsse wie noch auf "Rock Steady" fehlen leider völlig. So wirkt das Meiste eher langweilig und lustlos, obwohl es durchgängig professionell eingespielt ist und Gwen Stefanis markante Stimme nichts von ihrer Kraft verloren hat. Auch die in der Deluxe-Edition enthaltene zweite CD kann nicht mehr viel retten, denn auf ihr befinden sich nur ein 1980er-Cover-Song, Live-Mitschnitte und einige weniger gelungene Remixe. "Push and Shove" ist insgesamt nicht wirklich schlecht, aber angesichts der hohen Erwartungen halt doch eine ziemliche Enttäuschung.

Links
bärtig
ZZ Top - La Futura 04.09.2012
  1. I Gotsta Get Paid
  2. Chartreuse
  3. Consumption
  4. Over You
  5. Heartache In Blue
  6. I Don't Wanna Lose, Lose, You
  7. Flyin' High
  8. It's Too Easy Manana
  9. Big Shiny Nine
  10. Have A Little Mercy

Die Kult-Band der 1980er- und 1990er-Jahre war lange von der medialen Bildfläche verschwunden und bei einer neuen CD fragt man sich unwillkürlich "Sind die 3 alten Herren mit ihren Rauschebärten nicht längst reif für die Rente?". Aber weit gefehlt! ZZ Top haben's immer noch drauf und klingen wie in ihren besten Zeiten. Wer auf rockigen, dreckigen Blues und harten Gitarren-Sound steht, der kommt mit "La Futura" endlich mal wieder auf seine Kosten, denn solche handgemachte Musik wird heute sonst von niemandem mehr produziert. Zwar ist unter den einzelnen Songs kein hervorstechender Mitgröl-Hit zu finden und auch die Single-Auskopplung "Chartreuse" ist nicht unbedingt chart-tauglich. Aber das Album ist bis auf die etwas schlappe Ballade "Over You" konsequent aus einem Guss und erzeugt die gewünschte, lässige Gesamt-Stimmung ... und natürlich reichlich nostalgische Gefühle.

Links
megaherzlich
Megaherz - Götterdämmerung 17.03.2012
  1. Jagdzeit
  2. Heute Nacht
  3. Keine Zeit
  4. Licht Am Ende Der Welt
  5. Rabenvater
  6. Prellbock
  7. Mann In Mond
  8. Feindbild
  9. Herz Aus Gold
  10. Abendstern
  11. Kopf Oder Zahl

Nach langer Pause und dem verunglückten Album "Heuchler" ist bei Megaherz eine Rückbesinnung auf die guten, alten Zeiten eingetreten, als man sich noch nicht mit der Abspaltung Eisbrecher vergleichen lassen musste. Die meisten Songs auf "Götterdämmerung" klingen wieder so, wie Megaherz klingen sollte, und Front-Mann Alexander Wohnhaas hört sich nicht nur an wie der ausgeschiedene Sänger und Eisbrecher-Gründer Alexx Wesselsky, sondern sieht auch so aus. Da wundert es nicht, dass man mit "Licht Am Ende Der Welt" erneut auf einen Song trifft, der schon im Jahr 2000 auf dem Album "Himmelfahrt" zu hören war, und der fetzige Opener "Jagdzeit" erinnert zumindest musikalisch stark an das geniale "Herzwerk II". Auch die Texte haben sich gegenüber "Heuchler" wieder erheblich verbessert, aber an "Herzwerk II" kommen sie leider bei weitem nicht mehr heran. "Götterdämmerung" ist insgesamt eine flotte, rockige Scheibe, aber weder besonders originell noch innovativ und wird deshalb ihrem bombastischen Namen nicht unbedingt gerecht. Den direkten Konkurrenten Eisbrecher konnte Megaherz jedoch endlich ein kleines Stückchen hinter sich lassen.

Links
unheilig
Eisbrecher - Die Hölle Muss Warten 16.03.2012
  1. Tanz Mit Mir
  2. Augen Unter Null
  3. Die Hölle Muss Warten
  4. Verrückt
  5. Herz Aus Eis
  6. Prototyp
  7. Ein Leben Lang Unsterblich
  8. Abgrund
  9. In Meinem Raum
  10. Keine Liebe
  11. Exzess Express
  12. Rette Mich
  13. Atem
  14. Treiben
  15. Böser Traum

Die Ex-Megaherzen Alexx Wesselsky und Jochen Seibert liefern mit "Verrückt" mal wieder eine fetzige Single ab, die Lust auf ein ganzes Album im gleichen Stil macht. Leider entpuppt sich "Verrückt" aber als eher untypisch für "Die Hölle Muss Warten". Die restlichen Songs sind zwar gewohnt professionell arrangiert und qualitativ hochwertig eingespielt, aber wirklich interessante Melodien sind selten und auch die Texte können das hohe Niveau früherer Eisbrecher- oder Megaherz-Veröffentlichungen nicht halten. So verliert sich "Die Hölle Muss Warten" häufig in pseudo-anspruchsvollen, aber letztlich belanglosen Balladen, die auch von Unheilig stammen könnten. Überhaupt klingt vieles verdächtig "unheilig" und das dürfte wohl auch die Absicht gewesen sein. Insgesamt ist "Die Hölle Muss Warten" keine schlechte CD, aber halt auch keine musikalische oder textliche Offenbarung.

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Musik ist Kunst, Musik ist Kultur, Musik soll Spass machen und Musik sollte grundsätzlich für jeden frei zugänglich sein. Für die Musikkonzerne ist Musik jedoch nur noch kommerzielle Massenware, die mit möglichst geringem Aufwand möglichst viel Profit einbringen soll. Anstatt neue Chancen und Entwicklungen zu nutzen (z.B. P2P-Tauschbörsen), wird auf Kosten der Künstler und der Fans an veralteten Vermarktungskonzepten festgehalten und das Urheberrecht mit politischer Hilfe immer weiter verschärft. Der Kunde wird nur noch als potentieller Raubkopierer betrachtet und elementare Verbraucherrechte werden systematisch abgeschafft (z.B. Kopierschutz, DRM, Klagewellen). Wer sich das nicht gefallen lassen will, sollte einfach mal sein Konsumverhalten und seine politische Meinung überdenken.

Siehe auch:
Wer hat (Urheber-)Recht?
Der Untergang der Musikindustrie
Rettet das Internet!

 
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