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Dr. Freund's CD Kritiken: Tops und Flops von Pop bis Heavy Metal. Mit Tracklisten, Links, Kommentaren und Bewertungen.

CD Kritiken

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CD

Auf dieser Seite kommentiere und bewerte ich alle Musik-CDs, die ich in den letzten Jahren gehört habe. Die kurzen Artikel sind natürlich subjektiv und durch meinen persönlichen Geschmack geprägt. Wer mit meinen Hörgewohnheiten nichts anfangen kann oder als Fan seine Idole bedroht sieht, sollte also einfach woanders hinklicken.

Bewertungs-Schema:
Erste Sahne Erste Sahne
Hörenswert Hörenswert
Durchschnittlich Durchschnittlich
Nicht so toll Nicht so toll
Akustischer Müll Akustischer Müll
Stereoanlage
Auswahl des Jahres:
2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008
2009
2010 2011 2012 2013 2014 2015

CD Kritiken 2009

pornografisch
Rammstein - Liebe Ist Für Alle Da 22.10.2009
CD 1:
  1. Rammlied
  2. Ich Tu Dir Weh
  3. Waidmanns Heil
  4. Haifisch
  5. B********
  6. Frühling In Paris
  7. Wiener Blut
  8. Pussy
  9. Liebe Ist Für Alle Da
  10. Mehr
  11. Roter Sand
CD 2 (Special-Edition):
  1. Führe Mich
  2. Donaukinder
  3. Halt
  4. Roter Sand
    (Orchester Version)
  5. Liese

Sex, Gewalt und wilde Tiere - das sind im Groben die Themen dieser Rammstein-Scheibe, auf die die Fans 4 lange Jahre warten mussten. Und das Warten hat sich allein aus quantitativer Sicht gelohnt, denn in einer Special-Edition spendieren uns die Rammsteiner diesmal reichliche 16 Tracks auf 2 CDs (die allerdings auch auf eine CD gepasst hätten). Musikalisch erlebt man nicht allzuviel Neues, sondern sogar einige Rückgriffe auf beste Herzeleid-Zeiten. So enthält "Liebe Ist Für Alle Da" genau die erwartete Mischung aus fetzigem Industrial Rock und düsteren Balladen, die man hören will. Die Texte sind wie üblich sehr provokant und ja, das Video zu "Pussy" ist tatsächlich ein Porno. Insgesamt handelt es sich wohl eher um ein schwächeres Rammstein-Album mit vielen kalkulierten Aufregern, aber kaum wirklich originellen Songs. Im Vergleich zu den kantenlosen Mainstream-Veröffentlichungen, von denen die Musikszene leider noch immer dominiert wird, hat es seine 5 Sterne aber trotzdem mal wieder redlich verdient.

Links
melodisch
Marilyn Manson - The High End Of Low 21.10.2009
  1. Devour
  2. Pretty As Swastika
  3. Leave A Scar
  4. Four Rusted Horses
  5. Arma-goddamn-motherfuckin-geddon
  6. Blank And White
  7. Running To The Edge Of The World
  8. I Want To Kill You Like They Do In The Movies
  9. WOW
  10. Wight Spider
  11. Unkillable Monster
  12. We're From America
  13. I Have To Look Up Just To See Hell
  14. Into The Fire
  15. 15

Nach dem leicht schnarchigen "Eat Me, Drink Me" liefert Marilyn Manson wieder ein etwas flotteres und eingängigeres Album ab. Tempo und Härte reichen zwar nur selten an frühere Werke heran, aber Manson beweist, dass auch langsamere, melodische Stücke zu seinen Stärken zählen. Auf die beiden überlangen und auch etwas ermüdenden Balladen im Mittelteil hätte er allerdings gut verzichten können. Drum herum wird man jedoch mit einigen schönen Songs und den üblichen morbid-obszönen Texten bedient. Die Anzahl der Tracks kann als grosszügig bezeichnet werden, denn nach regulären 72 Minuten folgen als Bonus sogar noch mehrere Remixe.

Links
zugedröhnt
Chicks On Speed - Cutting The Edge 10.09.2009
CD 1:
  1. Intro
  2. Girl Monster
  3. Art Rules
  4. Art Speaks Out
  5. Vibrator
  6. Airport Connection
  7. Buzz
  8. Extended Paintbrush
  9. Globocop
  10. Sex In Der Stadt
  11. Strip Song
CD 2:
  1. How To Build A High Heeled Shoe Guitar
  2. Super Surfer Girl
  3. Sewing Machine
  4. Black And White Diva
  5. Coolhunters
  6. Worst Band In The World
  7. Scream Song
  8. Art Rules Christopher Just's Hard One Intro
  9. Art Rules Christopher Just's Hard One
  10. Instrometalized
  11. Sarah Baker Makes Partying Into Art
  12. Cutting The Edge
  13. Dangerous One (Bonus Track)

Der Band-Name passt wie die Faust aufs Auge, denn diese Mädels haben garantiert was genommen. So ist dann auch eine Doppel-CD entstanden, deren Inhalt die gesamte Bandbreite von genial avantgardistisch über mutig unkonventionell bis extrem nervig abdeckt. Ob Techno-Sound mit fetten Beats, Industrial-Rock, Parodien auf andere Stilrichtungen oder einfach nur Geschrei - die ehemaligen Münchner Kunststudentinnen Melissa Logan und Alex Murray-Leslie lassen nichts aus. Dass es in den provokanten Texten häufig und mit aller Deutlichkeit um Sex geht, wundert da kaum noch. Zwischen den Liedern lernen wir ausserdem, wie man aus einem Stöckelschuh eine Gitarre basteln kann, wie sich ein Flughafen anhört und welche überflüssigen Textpassagen und langatmigen Geräuschsammlungen man nicht unbedingt auf einer Musik-CD unterbringen muss. Cutting The Edge bewegt sich oft nahe an der Grenze zum Unerträglichen, ist aber trotzdem erfrischend ungewöhnlich und enthält viele richtig gut gelungene oder wenigstens interessante Songs. Die Chicks On Speed sind eben ein selbst ernanntes Gesamtkunstwerk, und was Kunst ist, daran scheiden sich schon immer die Geister.

Links
nicht weltbewegend
U2 - No Line On The Horizon 10.04.2009
  1. No Line On The Horizon
  2. Magnificent
  3. Moment Of Surrender
  4. Unknown Caller
  5. I'll Go Crazy If I Don't Go Crazy Tonight
  6. Get On Your Boots
  7. Stand Up Comedy
  8. Fez - Being Born
  9. White As Snow
  10. Breathe
  11. Cedars Of Lebanon

Mit "Get On Your Boots" stellen U2 mal wieder eine unkonventionelle, aber trotzdem gelungene Single in die Charts. Der Rest der CD hat mit dieser ersten Auskopplung jedoch herzlich wenig zu tun. Die anderen Songs wurden zwar gewohnt professionell eingespielt und enthalten auch die eine oder andere schöne Melodie im typischen U2-Stil, aber etwas wirklich Weltbewegendes ist leider nicht darunter. "No Line On The Horizon" ist ein obligatorisches Sammlerstück aus der späten Schaffensperiode von U2, das sich durch hohe Wertbeständigkeit auszeichnet, weil es seinen sicheren Ehrenplatz im CD-Regal wohl nur selten verlassen wird.

Links
lässig
Peter Fox - Stadtaffe 14.02.2009
  1. Alles Neu
  2. Schwarz Zu Blau
  3. Haus Am See
  4. Kopf Verloren
  5. Das Zweite Gesicht
  6. Der Letzte Tag
  7. Ich Steine, Du Steine
  8. Lok Auf 2 Beinen
  9. Stadtaffe
  10. Fieber
  11. Schüttel Deinen Speck
  12. Zucker

Alles Neu ist das zwar nicht mehr, denn Peter Fox entfernt sich mit seinem ersten Solo-Projekt nicht zu weit vom bewährten Sound seiner Band Seeed. Trotzdem war ich angenehm überrascht, dass ein Album, das derart von der Werbung hochgejubelt wird, tatsächlich mal mehr als eine einzige brauchbare Single-Auskopplung hergibt. Die gelungene Kombination aus Raggae, Rap, fetten Beats und Streicheruntermalung klingt unverbraucht und vor allem ziemlich lässig, so dass man unter den 12 eingängigen Songs kaum einen Lückenfüller findet. Die Texte behandeln zwar keine Themen von global-galaktischer Bedeutung, sind aber originell und witzig genug, dass selbst der banale Traum vom Haus Am See zu einem kleinen lyrischen Highlight wird.

Links
überbewertet
Die Toten Hosen - In aller Stille 14.02.2009
  1. Strom
  2. Innen Alles Neu
  3. Disco
  4. Teil Von Mir
  5. Auflösen
  6. Leben Ist Tödlich
  7. Ertrinken
  8. Alles Was War
  9. Pessimist
  10. Wir Bleiben Stumm
  11. Die Letzte Schlacht
  12. Tauschen Gegen Dich
  13. Angst

Spass-Punk is back? Diese Hoffnung keimt auf, wenn man den fetzigen Opener "Strom" hört. Auch die folgenden Songs halten noch ein hohes Tempo, aber bereits mit der ersten Ballade kommen die Hosen aus dem Tritt und finden danach zu keinem wirklichen Höhepunkt mehr. An den noch immer anspruchsvollen Texten liegt das sicher nicht, nur fehlt es mittlerweile an innovativen oder wenigstens interessanten Melodien. Was Campino & Co. In Aller Stille produziert haben, ist zwar nicht schlecht, aber es ist weder neu, noch reicht es an frühere Erfolge heran.

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Musik ist Kunst, Musik ist Kultur, Musik soll Spass machen und Musik sollte grundsätzlich für jeden frei zugänglich sein. Für die Musikkonzerne ist Musik jedoch nur noch kommerzielle Massenware, die mit möglichst geringem Aufwand möglichst viel Profit einbringen soll. Anstatt neue Chancen und Entwicklungen zu nutzen (z.B. P2P-Tauschbörsen), wird auf Kosten der Künstler und der Fans an veralteten Vermarktungskonzepten festgehalten und das Urheberrecht mit politischer Hilfe immer weiter verschärft. Der Kunde wird nur noch als potentieller Raubkopierer betrachtet und elementare Verbraucherrechte werden systematisch abgeschafft (z.B. Kopierschutz, DRM, Klagewellen). Wer sich das nicht gefallen lassen will, sollte einfach mal sein Konsumverhalten und seine politische Meinung überdenken.

Siehe auch:
Wer hat (Urheber-)Recht?
Der Untergang der Musikindustrie
Rettet das Internet!

 
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