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Daten, Bilder und Beschreibung von Uranus, dem ersten der neuen, äusseren Planeten
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Planet Uranus

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Uranus
Der Planet Uranus
Beschreibung
Uranus ist der erste der "neuen" Planeten, die nicht bereits seit der Antike bekannt sind. Zwar ist er unter günstigsten Bedingungen gerade noch mit blossem Auge erkennbar, doch wurde er erst 1781 von William Herschel mit Hilfe eines Teleskops entdeckt. Wie alle grossen Planeten des äusseren Sonnensystems ist auch Uranus ein Gasriese und besteht überwiegend aus Wasserstoff und Helium. Diese Gase strömen mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 570 km/h durch die Atmosphäre. Seine typische blau-grüne Farbe erhält der Planet durch einen relativ hohen Gehalt an Methan, das den roten Anteil des Sonnenlichts absorbiert. Die einzige Raumsonde, die Uranus bisher besuchte, war Voyager 2 im Jahr 1986.
Uranus wird im englischen Sprachraum übrigens häufig fälschlicherweise als "your anus" ausgesprochen. Gerüchte über eine geplante Umbenennung in Urectus sind jedoch definitiv falsch.
 
Am Rande: Nach seiner Entdeckung wurde Uranus von Herschel zunächst nach seinem Gönner, dem englischen König George III, auf den Namen "Georgium Sidus" (Georg's Planet) getauft. Auch der Name "Herschel" zu Ehren des Entdeckers selbst war einige Zeit im Gespräch. Der deutsche Astronom Johann Elert Bode (siehe auch Titius-Bode-Gesetz) schlug schliesslich den Namen "Uranus" nach dem Ur-Vater der Götter, Titanen und Zyklopen in der griechischen Mythologie vor, der erst seit ca. 1850 allgemein gebräuchlich ist. Der neu entdeckte Planet wurde natürlich sofort von der Astrologie vereinnahmt und steht dort für plötzliche und unerwartete Neuerungen. Aber Uranus war schon immer da, auch wenn die Astrologen davon keine Ahnung hatten und wahrscheinlich wirklich von der "unerwarteten Neuerung" überrascht waren. Es wäre interessant zu erfahren, zu welchen absurden astrologischen Interpretationen ein Planet namens "Herschel" geführt hätte.
Details zu Uranus
Rotations-Achse von Uranus
Die Rotations-Achse von Uranus
liegt in der Ebene der Umlaufbahn
Die Rotations-Achse des Uranus ist nicht nur extrem stark geneigt, sie liegt sogar fast genau in der Ebene der Umlaufbahn. Daher dauert ein Sonnen-Tag genauso lange wie ein Jahr (Sonnen-Umlauf), während man in mittleren Breiten an einem Rotations-Tag alle Jahreszeiten miterleben würde. Vermutlich wurde Uranus schon kurz nach seiner Entstehung von einem Himmelskörper in Planeten-Grösse getroffen und auf die Seite gekippt. Die magnetische Achse des Uranus ist um 60 Grad zur Rotations-Achse geneigt und die vom Sonnenwind zu einem Schweif verformten Feldlinien werden durch die Umdrehung des Planeten schraubenartig aufgerollt.
Nachtseite von Uranus
Die Nachtseite von Uranus
Voyager 2 verabschiedete sich am 25. Januar 1986 von Uranus und warf noch einen letzten Blick zurück (Bild links). Die schmale, von der Sonne beleuchtete Sichel erscheint deutlich in einem blau-grünen Farbton, während die dunkle Nachtseite kaum zu erkennen ist.
Die Daten des Uranus
Entdeckung 1781 durch William Herschel
Position 7. Planet von der Sonne
Durchmesser 51.118 km = 4,007 Erddurchmesser
Masse 86,832 x 1024 kg = 14,536 Erdmassen
Schwerebeschleunigung 8,69 m/s2 = 0,889-fache Erdschwerkraft
Mittlere Dichte 1,27 g/cm3
Rotationsperiode ("Tag") 17,24 Stunden
Sonnenumlauf ("Jahr") 84,01 Jahre
Aphel 3.003.620.000 km = 20,08 AE
Perihel 2.471.300.000 km = 16,52 AE
Grösster Erdabstand 3.157.300.000 km
Kleinster Erdabstand 2.581.900.000 km
Atmosphären-Temperatur -197 Grad Celsius
Atmosphäre  
Wasserstoff 82,5%
Helium 15,2%
Methan 2,3%
  Spuren von Acetylen und anderen Kohlenwasserstoffen
Relative Helligkeit 5,32
Monde mindestens 27 + Ringsystem
Das Ringsystem des Uranus
Ringe mit Staubbändern
Uranus-Ringe mit Staubbändern
(Kontrast-verstärkte Aufnahme)
Die Ringe des Uranus wurden erst 1977 auf indirekte Weise entdeckt, als die Bedeckung eines Hintergrund-Sterns durch den Planeten verfolgt wurde. Vor und nach der Verdunkelung durch Uranus selbst wurden noch weitere Abschwächungen des Sternenlichts registriert, das zusätzlich die Ringe durchdringen musste. Wie bei Saturn ist auch das Ringsystem von Uranus noch in zahlreiche Unterringe aufgegliedert und auch hier trifft man auf Schäferhund-Monde, wie Cordelia und Ophelia, die die Ringe stabilisieren. Die detaillierte Aufnahme links wurde von Voyager 2 angefertigt und am Computer nachbearbeitet, um feine Staubbänder sichtbar zu machen. Tatsächlich sind die Ringteilchen sehr dunkel und enthalten wahrscheinlich organisches Material.
Uranus mit Ringsystem
Uranus mit Ringsystem
R/2003 U1 und R/2003 U2
Zusammengesetzte Aufnahmen der
Uranus-Ringe R/2003 U1 und R/2003 U2
von Hubble aus den Jahren
2003 und 2005
Mit Hilfe des Hubble-Weltraumteleskops entdeckten die US-Astronomen Mark Showalter und Jack Lissauer noch 2 weitere Ringe, die aus mehreren Gründen bemerkenswert sind. Die Ringe R/2003 U1 und R/2003 U2 sind sehr viel breiter und weiter von Uranus entfernt, als die bisher bekannten 11 Ringe. R/2003 U2 erscheint in einem rötlichen Farbton und dürfte aus einem Gemisch von kleinen und grossen Fragmenten bestehen. Der äussere Ring R/2003 U1 reflektiert dagegen blaues Licht, was auf sehr kleine Partikel hinweist. R/2003 U1 wird wahrscheinlich durch Meteoroiden-Einschläge auf den Mond Mab mit feinstem Staub gespeist. Mab belegt eine Umlaufbahn innerhalb des Rings R/2003 U1 und ist daher der naheliegendste Staub-Lieferant.
Die farbigen Ringe des Uranus
Der rote Ring R/2003 U2
und der blaue Ring R/2003 U1
(Künstlerische Darstellung)
Die folgende Tabelle zeigt die Daten der einzelnen Uranus-Ringe. Der Abstand ist vom Mittelpunkt des Planeten bis zum Zentrum des jeweiligen Rings angegeben.
Bezeichnung Abstand von Uranus / km Breite / km Dicke / m
1986U2R 38.000 2.500 100
6 41.837 1,5 100
5 42.234 2 100
4 42.571 2 100
Alpha 44.718 4 - 10 100
Beta 45.661 5 - 11 100
Eta 47.176 1,6 100
Gamma 47.627 1 - 4 100
Delta 48.300 3 - 7 100
Lambda 50.024 2 100
Epsilon 51.149 20 - 96 150
R/2003 U2 67.300 3.800 ?
R/2003 U1 97.700 17.000 ?
Die Uranus-Monde
Uranus-Monde
Die Uranus-Monde Miranda, Ariel, Umbriel, Titania, und Oberon
(von links nach rechts)
im Grössenvergleich
Die 5 grössten Monde des Uranus wurden in den Jahrhunderten nach der Entdeckung des Planeten selbst durch Teleskope auf der Erde gesichtet. Die meisten der kleineren Monde jedoch wurden erst von der Raumsonde Voyager 2 gefunden. Wie der Äquator von Uranus stehen auch die Umlaufbahnen der Monde und Ringe fast senkrecht auf der Umlaufbahn des Planeten um die Sonne und alle grösseren Monde rotieren synchron. Sämtliche Monde wurden übrigens nach Charakteren aus Stücken von William Shakespeare benannt.
Mond Name Abmessungen in km Abstand von Uranus in km Umlaufzeit in Tagen Entdecker (Jahr)
Cordelia (1986 U7)
Cordelia
(S/1986 U7)
40 49.770 0,3350 Voyager 2 (1986)
Ophelia (1986 U8)
Ophelia
(S/1986 U8)
42 53.790 0,3764 Voyager 2 (1986)
Bianca (1986 U9)
Bianca
(S/1986 U9)
54 59.170 0,4346 Voyager 2 (1986)
Cressida (1986 U3)
Cressida
(S/1986 U3)
80 61.780 0,4636 Voyager 2 (1986)
Desdemona (1986 U6)
Desdemona
(S/1986 U6)
64 62.680 0,4737 Voyager 2 (1986)
Juliet (1986 U2)
Juliet
(S/1986 U2)
94 64.350 0,4931 Voyager 2 (1986)
Portia (1986 U1)
Portia
(S/1986 U1)
136 66.090 0,5132 Voyager 2 (1986)
Rosalind (1986 U4)
Rosalind
(S/1986 U4)
72 69.940 0.5585 Voyager 2 (1986)
  Cupid
(S/2003 U2)
24 74.800 0,6180 Showalter/Lissauer (2003)
Belinda (1986 U5)
Belinda
(S/1986 U5)
80 75.260 0,6235 Voyager 2 (1986)
  S/1986 U10 80 76.400 0,6380 Karkoschka (1999)
Puck (1985 U1)
Puck
(S/1985 U1)
162 86.010 0,7618 Voyager 2 (1986)
Mab (2003 U1)
Mab
(S/2003 U1)
32 97.700 0,9230 Showalter/Lissauer (2003)
Miranda
Miranda 468 129.390 1,4135 Kuiper (1948)
Ariel
Ariel 1.156 191.020 2,5204 Lassel (1851)
Umbriel
Umbriel 1.170 266.300 4,1442 Lassel (1851)
Titania
Titania 1.578 435.910 8,7059 Herschel (1787)
Oberon
Oberon 1.522 583.520 13,4632 Herschel (1787)
  S/2001 U3 12 4.280.000 266,6000 Holman (2001)
Caliban (1997 U1)
Caliban
(S/1997 U1)
96 7.230.000 579,5000 Gladman et al (1997)
Stephano (1999 U2)
Stephano
(S/1999 U2)
20 8.002.000 676,5000 Gladman et al (1999)
  Trinculo
(S/2001 U1)
10 8.571.000 758,1000 Holman et al (2001)
Sycorax (1997 U2)
Sycorax
(S/1997 U2)
190 12.179.000 1.283,4000 Gladman et al (1997)
  Margaret
(S/2003 U3)
12 14.345.000 1.694,8000 Sheppard/Jewitt (2003)
  Prospero
(S/1999 U3)
30 16.418.000 1.992,8000 Gladman et al (1999)
Setebos (1999 U1)
Setebos
(S/1999 U1)
30 17.459.000 2.202,3000 Gladman et al (1999)
S/2001 U2
S/2001 U2 12 21.000.000 2.823,4000 Sheppard/Jewitt (2001)
Alle offiziellen Uranus-Monde: NASA Uranian Satellite Fact Sheet

 
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