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| Huygens landet auf Titan: Die erfolgreiche Landung auf dem Saturn-Mond | ||||
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Titan ist einer der interessantesten Monde im Sonnensystem. Zwar hat er seinen
Rang als grösster Mond an den Jupiter-Mond
Ganymed verloren, aber er ist immer noch der einzige Mond, der über eine
dichte Atmosphäre verfügt. Diese Gashülle verhindert aber leider auch einen
direkten Blick auf seine Oberfläche, so dass viele Aussagen über Titan
spekulativ bleiben. |
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Die einzigen Strukturen, die bisher auf Titan zu erkennen waren, befinden sich in seiner Atmosphäre. Die Aufnahme links, angefertigt von Voyager 2 am 23. August 1981, zeigt Wolkenbänder um einen der Pole und eine Grenze zwischen hellen und dunklen Bereichen am Äquator. Auf dem Bild rechts ist die Nachtseite in einem Ring aus Licht zu sehen, der durch Brechungen von Sonnenstrahlen in der Atmosphäre entsteht. Die Gashülle von Titan ist übrigens sogar dichter als die der Erde und besteht hauptsächlich aus Stickstoff und verschiedenen Kohlenwasserstoffen, die ihr die typische orange Farbe verleihen. Durch photochemische Reaktionen im Sonnenlicht entsteht ausserdem Blausäure (Cyanwasserstoff), die zwar extrem giftig, aber gleichzeitig ein Baustein für lebenswichtige Aminosäuren ist. Möglicherweise ähnelt die Atmosphäre von Titan der urtümlichen Erdatmosphäre, die erst durch pflanzliches Leben ihren heutigen Sauerstoff-Anteil erhielt. |
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Mit einem kleinen Trick konnten wenigstens grobe Strukturen auf Titan's Oberfläche sichtbar gemacht werden. Die Aufnahmen links wurden vom Hubble-Weltraum-Teleskop im Infrarot-Licht erstellt, das die dichten Wolken zu durchdringen vermag. Die Bilder entstanden zwischen dem 4. und 18. Oktober 1994 und zeigen einen auffälligen, hellen Fleck in der Grösse Australiens. Worum es sich dabei genau handelt ist noch unbekannt, es werden jedoch Seen und Ozeane aus Methan und Ethan auf Titan vermutet. Diese Gase befinden sich auch in der Atmosphäre und müssten sich bei den herrschenden tiefen Temperaturen verflüssigen und ausregnen. Neuere Reflexions-Untersuchungen im nahen Infrarot-Bereich sprechen allerdings eher für die Anwesenheit von Wassereis als von organischen Verbindungen auf der Oberfläche des Mondes. |
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Die Geheimnisse, die sich unter Titan's Wolken verbergen, werden jetzt endlich gelüftet. Denn am 1. Juli 2004 ist die amerikanische Raumsonde Cassini (links) in eine Umlaufbahn um Saturn eingeschwenkt und am 14. Januar 2005 hat sein europäisches Landemodul Huygens (rechts) weich auf Titan aufgesetzt. Nach einem mehrstündigen Fallschirm-Abstieg durch die Atmosphäre werden jetzt Daten von der Oberfläche gesammelt. Ausserdem verfügt Cassini über ein ähnliches Radar-System wie die Sonde Magellan, die damit bereits erfolgreich die Venus kartographierte. |
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| Alles Wissenswerte über die aktuelle Titan-Landung der ESA-Sonde Huygens mit NASA-Orbiter Cassini ist auf meiner Themenseite Huygens landet auf Titan zu finden. | ||||||
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Cassini lieferte bereits am 5. Juli 2004 die bis dahin detaillierteste Aufnahme von Titan. Das Falschfarbenbild links wurde aus 3 Einzelaufnahmen im nahen Infrarotlicht kombiniert und zeigt deutliche Oberflächen-Strukturen. Die gelben Gebiete sind offenbar reich an Kohlenwasserstoffen, während die grünen mit Wassereis bedeckt sind. Methan-Wolken in Titan's Atmosphäre bilden einen weissen Schleier um den Rand des Mondes und das ringförmige Gebilde in der oberen Mitte könnte ein Einschlagskrater sein. |
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Auch Cassini's leistungsfähiges Radar kam bereits zum Einsatz. Das Bild links vom 26. Oktober 2004 zeigt eine farbcodierte (oben) und eine Schwarz-Weiss-Karte (unten) von einem 300 km x 150 km grossen Gebiet im Norden von Titan. Helle, rosa Farbtöne stehen dabei für zerklüftetes Gelände, das viel Radar-Strahlung reflektiert, während dunkle, grüne Farben auf glatte Ebenen hinweisen. Die abwechslungsreichen Strukturen könnten Täler und Rinnen darstellen, aber neuere Einschlagskrater scheinen fast völlig zu fehlen. |
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Am 17. Dezember 2004 gelang Cassini eine besonders schöne Aufnahme der oberen Atmosphäre von Titan im UV-Licht (Bild links). Darauf sind deutlich zahlreiche, klar getrennte Dunstschichten in mehreren hundert Kilometern Höhe zu erkennen. Cassini befand sich zum Zeitpunkt dieser Aufnahme auf der Nachtseite von Titan, so dass die einzige Lichtquelle das durch die Atmosphäre gebrochene Sonnenlicht war. |
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| Die Daten von Titan | |
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| Entdeckung | 1655 durch Christiaan Huygens |
| Durchmesser (Oberfläche) | 5.150 km = 0,404 Erddurchmesser |
| Durchmesser (Atmosphäre) | 5.550 km = 0,435 Erddurchmesser |
| Masse | 0,13455 x 1024 kg = 0,0225 Erdmassen |
| Mittlere Dichte | 1,881 g/cm3 |
| Rotationsperiode ("Tag") | 15,95 Tage (synchron) |
| Saturn-Umlauf ("Monat") | 15,95 Tage |
| Mittlerer Saturn-Abstand | 1.221.870 km |
| Oberflächen-Temperatur | -178 Grad Celsius |
| Oberflächen-Druck | 1,5 bar |
| Atmosphäre | |
| Stickstoff | 90% |
| Methan | 10% |
| Spuren von Ammoniak, Argon, Ethan | |
| Relative Helligkeit | 8,28 |
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URL: http://www.drfreund.net/astronomy_titan.htm | Zwischenablage | |
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Letzte Aktualisierung: Sonntag, 06.04.2008 00:14.07 Uhr | Technische Infos | ||
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