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| Special: Was ist ein Planet? - Warum unser Sonnensystem nur noch 8 Planeten besitzt | ||||
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| Entdeckung | |||
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Am 21. Oktober 2003 nahm das Astronomen-Team um Michael Brown
mit dem Samuel Oschin Teleskop am Palomar Observatorium erstmals
das Kuiper-Gürtel-Objekt 2003 UB313 auf.
Doch erst am 5. Januar 2005 lieferte eine verfeinerte Computer-Analyse
den entscheidenden Hinweis,
dass 3 von vielen tausend Fotos einen neuen Himmelkörper enthielten.
Brown und seine Kollegen arbeiteten noch an der wissenschaftlichen Veröffentlichung,
als sich im Juli 2005 die Ereignisse überschlugen.
Durch ein Versehen waren die Beobachtungsdaten bereits im Internet zugänglich
und es bestand die Gefahr,
dass andere die Entdeckung unberechtigterweise für sich beanspruchten.
Dies war bei dem
Kuiper-Gürtel-Objekt 2003 EL61
tatsächlich geschehen und deshalb musste die Existenz von 2003 UB313
auf einer übereilten Pressekonferenz bekannt gegeben werden. |
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Alles Wissenswerte über die neue Planeten-Definition und die Namensvergabe an Eris und Dysnomia ist auf meiner Themenseite "Was ist ein Planet?" zu finden. |
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| Beschreibung | |||
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Nach seiner Entdeckung wurde Eris auch auf älteren Aufnahmen bis zurück ins Jahr 1989 gefunden, was bei der genauen Berechnung der Bahndaten sehr hilfreich war. Die Umlaufbahn von Eris ist nicht nur extrem exzentrisch, sondern mit 44 Grad auch viel stärker geneigt, als die von Pluto. Zur Zeit befindet sich Eris in der Nähe seines sonnenfernsten Punkts und ist deshalb noch weiter entfernt als Sedna, der sich gerade bei seinem Perihel aufhält. Diese Entfernungsverhältnisse werden sich jedoch umkehren, wenn sich Sedna wieder auf den Weg in die innere Oort'schen Wolke macht. Wenn man weis, wo man zu suchen hat, kann Eris sogar mit einer sehr guten Amateur-Ausrüstung beobachtet werden. |
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Um die Grösse von Eris zu ermitteln, wurde der Zwergplanet zunächst mit dem
Spitzer-Weltraumteleskop im Infrarot-Bereich untersucht.
Die Theorie dahinter geht davon aus, dass ein grosses Objekt mehr Wärmestrahlung
von der Sonne reflektiert, als ein kleines.
Wenn man die Entfernung kennt und ähnliche Oberflächen-Eigenschaften wie bei bekannten
Kuiper-Gürtel-Objekten annimmt,
kann man die Grösse abschätzen.
Allerdings registrierte das Spitzer-Weltraumteleskop überhaupt keine
Strahlung von Eris,
so dass nur eine Obergrenze für den Durchmesser von 3.300 km angegeben werden konnte.
Erst Beobachtungen mit dem IRAM Teleskop
(Institut für Radioastronomie im Millimeterbereich)
lieferten einen ungefähren Durchmesser von 2.600 bis 3.400 km. |
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Am Gemini Observatorium auf Hawaii wurden Infrarot-Spektren von Eris aufgenommen,
um mehr über die Zusammensetzung seiner Oberfläche zu erfahren.
Ähnlich wie bei Pluto
wurde auch auf Eris ein hoher Anteil von Methan-Eis gefunden.
Die Oberfläche von Eris ist jedoch sehr viel heller, als die von
Pluto, und fast weiss, nicht rötlich.
Es wird angenommen, dass die gesamte Methan-haltige Atmosphäre von Eris zur Zeit gefroren ist
und eine mehrere Zentimeter dicke, helle Eisschicht auf der Oberfläche bildet.
Erst wenn Eris wieder in Sonnennähe kommt,
verdampft das Eis und gibt möglicherweise dunklere Gebiete frei. |
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| Die Daten von Eris | |
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| Entdeckung | 21.10.2003 durch Brown, Trujillo u. Rabinowitz |
| Position | Zwergplanet im Kuiper-Gürtel |
| Durchmesser | ca. 2.400 km = 0,19 Erddurchmesser = 1,06 Pluto-Durchmesser |
| Masse | 0,0166 x 1024 kg = 0,0028 Erdmassen = 1,31 Pluto-Massen |
| Mittlere Dichte | 2,3 g/cm3 |
| Rotationsperiode ("Tag") | > 8 Stunden (?) |
| Sonnenumlauf ("Jahr") | 556,97 Jahre |
| Aphel | 14.593.000.000 km = 97,545 AE |
| Perihel | 5.662.000.000 km = 37,845 AE |
| Oberflächen-Temperatur (Schätzung) |
Aphel: -248 Grad Celsius Perihel: -232 Grad Celsius Durchschnitt: -243 Grad Celsius |
| Relative Helligkeit | 19,5 |
| Monde | 1 |
| Mond Dysnomia ("Gabrielle") | |||
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Der bisher einzige Mond von Eris wurde am 10. September 2005
am Keck Observatorium auf Hawaii entdeckt.
Dazu wurde eine spezielle adaptive Optik für lichtschwache Objekte verwendet,
die Störungen durch die irdische Atmosphäre korrigiert
und ähnlich gute Auflösungen wie beim Hubble-Weltraumteleskop ermöglicht.
Es wird vermutet, dass der kleine Mond Dysnomia
(inoffizielle Arbeitsbezeichnung "Gabrielle")
aus Eis besteht und bei der Kollision grösserer
Kuiper-Gürtel-Objekte entstand.
Er umkreist Eris auf einer fast perfekt kreisförmigen Umlaufbahn. |
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| Mond | Abmessungen in km | Abstand von Eris in km | Umlaufzeit in Tagen | Entdecker (Jahr) |
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| Dysnomia ("Gabrielle") |
100-250 (aus relativer Helligkeit) |
37.350 | 15,774 | Brown et al. (2005) |
| Links zu Eris und Dysnomia | |||
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Eris-Seite von Michael Brown Dysnomia-Seite von Michael Brown 2003 EL61 Seite von Michael Brown Zwergplanet Eris (Wikipedia) Palomar Observatory: Samuel Oschin Telescope IRAM-Vermessung von Eris (Universität Bonn) Spektrum von Eris (Gemini Observatory, Mauna Kea, Hawaii) International Astronomical Union (IAU) Göttin Eris (mythologica.de) Göttin Eris (Wikipedia) |
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