Quelle: Dr. Freund's Multiversum, Die Erde (http://www.drfreund.net/astronomy_earth.htm) Montag, 20.11.2017 10:17:17 Uhr
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Planet Erde

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Die Erde
Unser Heimatplanet, die Erde
Beschreibung
Unser Heimatplanet ist gleichzeitig der bisher einzige bekannte Planet, der Leben hervor gebracht hat. Er umkreist die Sonne in einer optimalen Entfernung, so dass die durchschnittliche Temperatur das Vorkommen von flüssigem Wasser erlaubt. Ausserdem besitzt er eine atembare Atmosphäre, die dicht genug ist, um uns vor der kosmischen Strahlung zu schützen.
Der innere Aufbau der Erde
Das Erdinnere
Das Erdinnere gliedert sich
in mehrere Schalen
Die Erde ist der Grösste unter den terrestrischen Planeten. Sie besitzt einen metallischen Nickel-Eisen-Kern ("NiFe"), der sich in einen festen inneren Kern und einen flüssigen äußeren Kern aufgliedert. Im Erdkern haben sich ausserdem schwere, radioaktive Elemente angereichert, deren Zerfall das Innere der Erde stark aufheizt. Die so erzeugte Energie treibt die Kontinental-Drift an und ist für den Vulkanismus verantwortlich. Über dem Erdkern befinden sich mehrere Mantelschichten aus Silikaten, während die feste Oberfläche mit ihren Kontinentalplatten aus einer vergleichsweise hauchdünnen Gesteinskruste gebildet wird.
Das Magnetfeld der Erde
Der genaue Mechanismus der Entstehung des irdischen Magnetfelds ist bis heute noch nicht restlos verstanden. Es wird jedoch vermutet, dass das Magnetfeld im flüssigen Erdkern seinen Ursprung hat, wo Konvektions-Ströme im Metall wie ein riesiger Dynamo wirken. Es ist bekannt, dass das Magnetfeld in der Erdgeschichte bereits mehrfach seine Polarität geändert hat. Offenbar stehen wir gerade wieder unmittelbar vor einer Umpolung und in ein paar tausend Jahren werden die Kompassnadeln vielleicht nach Süden zeigen.
Magnetfeld der Erde
Das Magnetfeld der Erde
wird vom Sonnenwind verzerrt
Die magnetischen Feldlinien treten an den Polen der Erde aus und erstrecken sich bis weit ins Weltall. Dort werden sie von elektrisch geladenen Teilchen im Sonnenwind zu einem langen Schweif deformiert. Auf diese Weise bilden sich die nach dem amerikanischen Physiker James A. Van Allen benannten Strahlungsgürtel. Die Van-Allen-Gürtel beginnen ca. 1000 km über der Erde und enthalten energiereiche Elektronen und Ionen, die auch Raumfahrern gefährlich werden können.
Polarlichter
Polarlichter über der Arktis
Die vom Magnetfeld eingefangenen Elektronen aus dem Sonnenwind folgen den Feldlinien auf Spiralbahnen, bis sie in den Polarregionen auf die obere Atmosphäre der Erde treffen. Dort ionisieren sie die Gasmoleküle und regen sie so zum Leuchten an. Auf diese Weise entstehen Polarlichter, die in Zeiten starker Sonnenaktivität besonders prachtvoll sind.
Die Daten der Erde
Position 3. Planet von der Sonne
Durchmesser 12.756 km
Masse 5,97 x 1024 kg
Schwerebeschleunigung 9,78 m/s2
Mittlere Dichte 5,515 g/cm3
Rotationsperiode ("Tag") 23,93 Stunden
Sonnenumlauf ("Jahr") 365,26 Tage
Aphel 152.100.000 km
Perihel 147.090.000 km
Oberflächen-Temperatur +25 Grad Celsius (-51 bis + 48)
Oberflächen-Druck 1,014 bar
Atmosphäre  
Stickstoff 78%
Sauerstoff 21%
  Spuren von Edelgasen, Kohlendioxid
Monde 1
Der Mond
Gezeiten
Der Mond ruft die Gezeiten hervor
Die Erde besitzt einen so grossen Mond, dass man beinahe von einem Doppel-Planeten sprechen könnte. Die Schwerkraft des nahen Mondes hat zahlreiche Einflüsse auf die Erde und das Leben. Der deutlichste Effekt besteht im täglichen Wechsel von Ebbe und Flut, an den sich viele Lebewesen angepasst haben. Durch die Gezeiten verliert die Erde an Drehimpuls, den sie auf den Mond überträgt. Auf diese Weise werden die Tage auf der Erde im Laufe von Jahrmillionen länger, während der Mond sich sehr langsam von ihr entfernt. Ausserdem stabilisiert der Mond die Rotationsachse der Erde und beschert uns so ein dauerhaftes, gemäßigtes Klima. Die Wirkung des Mondes auf Schlafwandler und schwangere Frauen gehört jedoch in das Reich der Mythen.