Dr. Freund's Multiversum
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14.06.2018: 17 Jahre Dr. Freund's Multiversum - In Zeiten des Umbruchs und des Zerfalls bleibt diese Homepage seit 17 Jahren eine verlässliche Konstante.
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17 Jahre Dr. Freund's Multiversum

Meine Meinung
am
14.06.2019
In Zeiten des Umbruchs und des Zerfalls bleibt diese Homepage seit 17 Jahren eine verlässliche Konstante. Meine Meinung
Über mich
"It's a civilising force that demands respect
From the Baltic to the Straits Of Gibraltar
A blue flag gold star sparks a brand new empire
Ours to build, ours the choice"

Killing Joke - European Super State
Man kann's kaum glauben. Noch vor wenigen Jahren sang die englische Rockband Killing Joke kritisch, aber doch wohlwollend über Europa. Diese Zeiten sind jedoch vorbei und mittlerweile will die britische Insel unbedingt ihr eigenes Süppchen ohne den Kontinent kochen. Jedenfalls versucht sie es, aber die Fortschritte in dieser Richtung sind doch eher überschaubar. Damit sind wir auch schon bei dem Thema, das den diesjährigen Rückblick wie ein roter Faden durchzieht: Der Brexit. Kann das eigentlich noch irgendjemand hören? Egal. Auch wenn es nervt, da müssen wir jetzt durch. Aber zum Trost kann ich versprechen, dass zumindest ich mich trotz aller politischen Umwälzungen nicht von Europa lossagen werde und auch keine eigene Reichsgründung plane.
Der Rückblick auf das 17. Jahr
  • 27. Juni 2018:
    Aus der Traum. Nach einigen verstolperten Spielen gegen Fussball-Giganten wie Schweden oder Südkorea fliegt Titelverteidiger Deutschland bereits in der Vorrunde aus der WM in Russland.
  • 02. Juli 2018:
    Vorhang auf zum alljährlichen Sommer-Theater! Diesmal geben jedoch nicht die chronisch klammen Griechen ihre traditionelle Sondervorstellung, denn die sind langsam zumindest finanziell aus dem Gröbsten raus. Nein, es ist die CSU, die sich auf die Bühne drängt und den Bruch mit ihrer Schwesterpartei CDU riskiert. Schon seit Wochen fordern die Bayern-Rambos um Seehofer, Söder und Dobrindt symbolträchtige und aktionistische deutsche Alleingänge in der Flüchtlingspolitik, während Angela Merkels CDU das angebliche Problem lieber auf europäischer Ebene lösen will. Dabei ist es völlig egal, dass mittlerweile kaum noch Flüchtlinge nach Deutschland kommen und dass sich die CSU mit ihrem Rechts-Aussen-Kurs auf den Fersen der AfD immer unbeliebter macht. Das Ergebnis ist jedenfalls eine ebenso dramatische wie überflüssige Regierungskrise, auf deren Höhepunkt Horst Seehofer mit seinem Rücktritt als Innenminister droht. Aber auch Muttis Thron ist zeitweilig heftig am wackeln. Nachdem sich alle Beteiligten unter dem schadenfrohen Gelächter der AfD ausgiebig zum Narren gemacht haben, wird dann plötzlich doch noch ein fauler Kompromiss gefunden und Crazy Horst kann Innenminister bleiben. Schade eigentlich. Hätte er bei seinen Rücktrittsdrohungen nicht genauso konsequent sein können wie in der Asyl-Diskussion?
  • 19. Juli 2018:
    In der Türkei wird 2 Jahre nach dem Putschversuch gegen Erdogan der Ausnahmezustand endlich wieder aufgehoben. Zusätzliche Einschränkungen der Menschenrechte sind in dieser Diktatur ja mittlerweile auch völlig überflüssig.
  • 27. Juli 2018:
    Die längste Mondfinsternis des 21. Jahrhunderts zaubert für mehrere Stunden einen hübschen, roten Mond an den Himmel und ist bei nur leichter Bewölkung gut zu beobachten. Als kleine Zugabe steht knapp darunter ausserdem der ebenfalls rote und sehr nahe Planet Mars.
  • Anfang August 2018:
    Es ist Sommer und zwar richtig! Ganz Europa (wirklich ganz Europa?) schmort wochenlang im eigenen Saft, fast jeder Tag bringt einen neuen Temperatur-Rekord von weit über 30 Grad und auf den Feldern vertrocknen die Ernten. Zum Glück habe ich während der größten Hitzewelle Urlaub, den ich unter strikter Vermeidung von hastigen Bewegungen überwiegend vor dem Ventilator verbringe. Ok, solche Sommer gab's auch früher schon, aber die Extreme werden doch merklich häufiger.
  • 10. August 2018:
    Donald Trump schickt Erdogans türkische Lira auf Talfahrt, denn Ersterer verhängt Wirtschafts-Sanktionen und Sonderzölle gegen die Türkei, weil Letzterer einen US-Bürger wegen angeblicher Spionage gefangen hält. Da haben sich endlich mal die beiden Richtigen für ihre präpubertären Spielchen gefunden ...
  • 23. August 2018:
    Dieter Thomas Heck stirbt 81-jährig in Berlin. Von 1969 bis 1984 moderierte der legendäre Schnellsprecher die ZDF-Hitparade, in der zwar überwiegend Schlagermusik präsentiert wurde, die aber trotzdem eine der beliebtesten Musik-Sendungen im deutschen Fernsehen war. Anfang der 1980er-Jahre öffnete Heck die etwas angestaubte Hitparade dann ausdrücklich für modernere Einflüsse, so dass auch die neue deutsche Welle zum festen Bestandteil wurde.
  • 28. August 2018:
    Seine Majestät Recep Tayyip Erdogan herrschen jetzt auch über Hessen! Das könnte man jedenfalls meinen, denn über Nacht wurde in der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden eine goldene, 4 Meter hohe Statue des türkischen Despoten aufgestellt. Zum Glück handelt es sich jedoch nur um ein umstrittenes Kunstprojekt, das sowohl in der Bevölkerung als auch bei den Behörden einige Irritationen auslöst und deshalb schon am nächsten Tag wieder entfernt wird. Der Sturz Erdogans wird nur durch die Freiheit der Kunst vorübergehend aufgehalten, ist aber wegen zunehmender Auseinandersetzungen zwischen den Passanten letztlich unumgänglich.
  • 29. August 2018:
    Nie wieder Verwirrung wegen falsch gestellter Uhren oder verlorener Stunden! In einer EU-Umfrage spricht sich die überwältigende Mehrheit der Bevölkerung gegen die alljährliche Umstellung der Uhren von Winter- auf Sommerzeit und wieder zurück aus. Und die EU will sich auch tatsächlich an dieses Votum halten. Ich persönlich fand es ja eigentlich immer ganz schön, wenn es im Sommer eine Stunde länger hell war, aber mit etwas Glück wird die Sommerzeit demnächst ganzjährig eingeführt. Oder wir bekommen wieder in jedem EU-Land eine eigene Zeitzone, weil das ja schon im 19. Jahrhundert so toll war.
  • 16. September 2018:
    • Ich treffe erste Vorbereitungen für eine Umstellung dieser Homepage auf SSL, aber noch kann ich keine https-Adressen verwenden, da viele externe Anbieter das leider noch nicht unterstützen.
    • Die Partnerseiten dieser Homepage werden immer weniger und deshalb habe ich sie auf nur noch einer einzigen Seite zusammen gefasst. Das liegt aber nicht daran, dass niemand mehr was mit mir zu tun haben will. Heutzutage ist Link- und Bannertausch halt einfach keine wirksame Werbung mehr.
  • 18. September 2018:
    Verfassungsschutz-Chef Hans-Georg Maaßen wird nach wochenlangem Streit um seine Personalie nicht einfach rausgeworfen, sondern von Innenminister Seehofer zum Staatssekretär befördert. Um bei uns Karriere zu machen, muss man halt nur möglichst unfähig sein und am besten auch auf dem rechten Auge blind. SPD-Chefin Andrea Nahles verkauft die Posten-Rochade übrigens zunächst als tollen Erfolg, ohne mitzubekommen, dass ein SPD-Staatssekretär für Maaßen ausscheiden soll. Und was die Bevölkerung von dieser großzügigen Belohnung für wiederholtes, peinliches Versagen halten könnte, scheint ihr ebenfalls egal zu sein.
  • 23. September 2018:
    Wegen der öffentlichen Empörung macht Innenminister Seehofer sein Sorgenkind Maaßen jetzt doch "nur" zum Sonderberater ohne Gehaltserhöhung. Der Fall Maaßen hat jedoch mal wieder exemplarisch gezeigt, wie wenig Feingefühl einige Politiker tatsächlich besitzen, und so lange wir von solchen Ignoranten regiert werden, muss sich niemand wundern, dass die Leute entweder die AfD oder überhaupt nicht mehr wählen.
  • 25. September 2018:
    Die Merkel-Dämmerung zieht mal wieder herauf, denn Muttis langjähriger CDU/CSU-Fraktions-Chef Volker Kauder wird ebenso unerwartet wie gnadenlos abgewählt. Kauders Niederlage gegen den relativ unbekannten Ralph Brinkhaus wird allgemein als indirekter Schlag gegen Kanzlerin Angela Merkel gedeutet, die nach den Streitigkeiten mit der CSU und dem Fall Maaßen immer mehr Rückhalt in der eigenen Partei verliert.
  • 14. Oktober 2018:
    Bei der Landtagswahl in Bayern erhält die CSU die verdiente Klatsche für ihre ständigen, bundespolitischen Störmanöver und die absolute Mehrheit ist deutlich futsch. Am schlimmsten erwischt es jedoch die bayerische SPD, die sich auf ein einstelliges Ergebnis halbiert und für Koalitions-Verhandlungen keine Rolle mehr spielt. Von diesem Erdrutsch profitiert allerdings ausnahmsweise mal nicht nur die AfD, sondern auch die Grünen, die mit großem Abstand zur zweitstärksten Kraft aufsteigen. Ändern wird sich jedoch nix, denn Markus Söder, der inzwischen unbeliebteste Ministerpräsident Deutschlands, koaliert einfach mit den CSU-nahen Freien Wählern.
  • 24. Oktober 2018:
    Version 63.0 des Mozilla Firefox Browsers wird veröffentlicht und macht leider meine Sidebar unbrauchbar, denn die Möglichkeit, eine beliebige Webseite auf diese Weise anzuzeigen, wird plötzlich abgeklemmt.
  • 25. Oktober 2018:
    Schon einen Tag später habe ich das Sidebar-Problem behoben und ein entsprechendes Firefox-Addon gebastelt. Obwohl es mein allererstes ist, wird es von Mozilla sogar anstandslos innerhalb weniger Minuten veröffentlicht.
  • 28. Oktober 2018:
    Der Bayern-Trend setzt sich auch bei der Landtagswahl in Hessen fort. Die GroKo-Parteien CDU und SPD erhalten die Quittung für ihre Bundespolitik und verlieren jeweils über 10 Prozentpunkte, während die Grünen enorm zulegen. Trotzdem kommt letztlich wieder eine schwarz-grüne Regierung unter Volker Bouffier (CDU) raus.
  • 29. Oktober 2018:
    Das Hessen-Debakel gibt Mutti endgültig den Rest. Angela Merkel kündigt an, auf den CDU-Parteivorsitz zu verzichten und auch nicht mehr als Kanzlerin kandidieren zu wollen. Einen sofortigen Rücktritt von ihren Ämtern bietet sie allerdings (noch) nicht an.
  • 05. November 2018:
    Maaßens Maß ist voll. Als der scheidende Verfassungsschutz-Chef in seiner Abschiedsrede über eine Verschwörung links-radikaler Politiker und manipulativer Lügen-Medien gegen ihn fabuliert, reicht es sogar seinem letzten Gönner, unserem Innenminister Horst Seehofer. Hans-Georg Maaßen wird jetzt endlich doch gefeuert und in den einstweiligen Ruhestand versetzt. Das ist zwar auch wieder so eine Art Belohnung, denn mit 55 Jahren ist Maaßen eigentlich noch etwas zu jung für die Rente, aber vielleicht darf er ja noch eine Weile in der AfD weiter arbeiten ...
  • 12. November 2018:
    Horst Seehofer will wegen des steigenden Drucks aus der eigenen Partei mal wieder zurück treten, allerdings nur als CSU-Vorsitzender und auch nicht sofort. Innenminister will er dagegen noch eine Weile bleiben, aber das erledigt sich hoffentlich auch bald ...
  • 05. Dezember 2018:
    Game over für Microsoft Edge. Wie bereits jetzt durchsickerte, will Microsoft die Weiterentwicklung seines wohl größten Flops unter den Browsern einstellen. Stattdessen soll an einem neuen Browser mit Chromium-Engine gearbeitet werden. Es besteht also noch begrenzte Hoffnung, dass Microsoft mit Hilfe von Google doch irgendwann noch einen halbwegs flotten und stabilen Browser hinbekommt, der sich an Web-Standards hält und sich nicht bei jedem etwas komplexeren JavaScript aufhängt. Das Dumme daran ist jedoch, dass der Monopolist Google schon wieder Einfluss dazu gewinnt.
  • 05. Dezember 2018:
    Auch für Angela Merkel ist Game over, zumindest als Parteivorsitzende der CDU. Ab sofort macht das ihr saarländischer Klon Annegret Kramp-Karrenbauer (oder weniger sperrig: AKK). Angesichts der Konkurrenten, dem von Ehrgeiz zerfressenen Jens Spahn und dem Turbo-Kapitalisten Friedrich Merz, muss man das allerdings als Sieg des geringsten Übels werten.
  • 11. Dezember 2018:
    Version 64.0 des Mozilla Firefox Browsers schafft den integrierten RSS-Reader ab.
  • Januar 2019:
    • Für die Staatsbediensteten in den USA beginnt das neue Jahr mal wieder ohne Gehalt. Präsident Trump will jetzt doch langsam seine Mauer an der Grenze zu Mexiko bauen, aber der von den oppositionellen Demokraten dominierte Kongress will für solchen Schwachsinn kein Geld locker machen. Weil man sich auf kein Budget einigen kann, herrscht eine komplette Haushaltssperre, sämtliche Staatsausgaben werden eingefroren und das mächtigste Land der Welt ist praktisch handlungsunfähig. Aber Trump wäre nicht Trump, wenn das nicht auch wieder ein toller Rekord wäre. Es handelt sich nämlich um den bisher längsten Shutdown in der amerikanischen Geschichte.
    • Auch im südlichen Deutschland steht alles still, denn es ist tatsächlich mal wieder richtig Winter. Starke Schneefälle bringen den Verkehr zum Erliegen und schneiden sogar viele Ortschaften von der Aussenwelt ab. Bei mir im Rhein-Main-Gebiet ist jedoch kaum etwas davon zu bemerken und es liegt nur ein Bisschen Puderzucker auf den Autos.
  • 15. Januar 2019:
    Die Briten wollen immer noch um jeden Preis raus aus der EU. Wenn's sein muss, auch mit dem Kopf durch die Wand, bis er blutet. Das englische Parlament lehnt das mühsam ausgehandelte Brexit-Abkommen mit großer Mehrheit ab und jetzt steht man nur 3 Monate vor dem Austritts-Termin wieder praktisch mit Nichts da.
  • 26. Januar 2019:
    Donald Trump gibt nach und beendet (vorläufig) den Shutdown, der die USA bereits seit Wochen lähmt. Aber schon in 3 Wochen soll der Streit um seine hirnrissige Mexiko-Mauer weiter gehen, wenn nötig auch wieder mit einer erneuten Haushaltssperre ...
  • 01. Februar 2019:
    Der längst überwunden geglaubte kalte Krieg kann weiter gehen. Die USA kündigen den INF-Vertrag (Intermediate Range Nuclear Forces), der die Entwicklung von atomaren Mittelstreckenwaffen verbietet. Am Tag darauf verabschiedet sich auch Russland, dem bereits seit längerer Zeit Brüche des Abkommens vorgeworfen werden.
  • 12. Februar 2019:
    Kurz bevor in den USA der nächste Shutdown droht, einigen sich die Republikaner und die Demokraten doch noch auf einen Haushaltsentwurf, in dem jedoch keine Rede mehr von irgendwelchen Mauern ist.
  • 14. Februar 2019:
    Die Produktion des Airbus A380 wird mangels Nachfrage eingestellt. Das größte Passagier-Flugzeug der Welt war zwar ein beeindruckendes technisches Meisterwerk, aber wegen zu hoher Treibstoffkosten nie wirklich wirtschaftlich. Und in Zeiten der Klimakrise wirkt ein solcher Gigant eher wie ein Dinosaurier (das trifft übrigens auch auf die von mir leidenschaftlich gehassten SUVs zu).
  • 15. Februar 2019:
    US-Präsident Trump ruft ernsthaft den nationalen Notstand aus, um doch noch an Geld für seine Mauer zu kommen, das eigentlich für sinnvollere Dinge vorgesehen war. Gegen solche selbstherrlichen Alleingänge lehnen sich inzwischen allerdings auch immer mehr Republikaner aus seinen eigenen Reihen auf.
  • 19. Februar 2019:
    Mode-Zar Karl Lagerfeld stirbt im Alter von 85 Jahren. Der Name war selbst mir ein Begriff, obwohl seine Branche ja eigentlich in die Kategorie "Mädchen-Kram" fällt. Aber sonderlich sympathisch war mir der arrogante Hektiker nie ...
  • 22. Februar 2019:
    Beim deutschen Vorentscheid für den European Song Contest (ESC) wird das Retorten-Duo S!sters mit seinem Song "Sister" (wie originell!) auserkoren, um uns beim jährlichen Gesangs-Wettstreit in Israel zu vertreten. Diesmal verkneife ich mir einen eigenen Kommentar, denn davon gibt's bereits genug auf der zugehörigen YouTube-Seite.
  • 14. März 2019:
    Innerhalb weniger Tage finden im britischen Unterhaus mehrere wichtige Abstimmungen zum Brexit statt. Wird ja auch langsam Zeit, denn der geplante Austrittstermin ist bereits am 29. März (oder vielleicht auch nicht). Zunächst wird ein seit Januar geringfügig abgewandelter Brexit-Vertrag mit der EU erneut abgelehnt, aber einen ungeordneten Brexit ganz ohne Vereinbarungen will man natürlich auch nicht. Also wird entschieden, den EU-Austritt einfach noch eine Weile zu verschieben. Das macht die EU aber eventuell nicht mit, denn die bezweifelt inzwischen, dass die englischen Rosinen-Picker noch irgendwann rausfinden, was sie eigentlich wollen, egal wieviel Zeit sie dafür noch bekommen. Vielleicht könnte man ja noch mal das Volk befragen, ob es nach dem ganzen Chaos überhaupt noch hinter dem Brexit steht, aber dieser Vorschlag wird ebenfalls abgeschmettert.
  • 21. März 2019:
    Die Wikipedia macht für einen ganzen Tag dicht, um gegen eine geplante EU-Urheberrechtsreform zu protestieren. Das neue Urheberrecht wäre nur einzuhalten, wenn selbst kleinste Internetplattformen aufwendige und vor allem fehleranfällige Upload-Filter einrichten, die vermeintlich illegale Inhalte blockieren. Auf diese Weise würde eine umfassende Zensur-Infrastruktur errichtet, die die Vielfalt und Meinungsfreiheit im Internet empfindlich einschränkt. Genutzt hat der Protest leider nix, denn schon wenige Tage später wird das umstrittene Gesetz vom EU-Parlament durchgewunken.
  • 22. März 2019:
    Die Geduld der EU mit den Briten geht dagegen langsam zu Ende. Zwar erhält die renitente Nordsee-Insel doch noch einen Aufschub, aber gleichzeitig diktiert die EU jetzt den weiteren Fahrplan für den Brexit, um die demnächst anstehende Europa-Wahl nicht zu gefährden.
  • 27. März 2019:
    Inzwischen bietet die britische Premierministerin Theresa May sogar ihren Rücktritt an, wenn dann nur endlich irgendein konstruktiver Vorschlag zum Brexit eine Mehrheit findet. Aber schon in den nächsten Tagen lehnt das englische Parlament wieder sämtliche möglichen Lösungen ab. Was sie nicht wollen, wissen sie eigentlich schon ganz genau, nur halt leider immer noch nicht, was sie stattdessen wollen ...
  • 28. März 2019:
    Rammstein veröffentlichen nach langer Pause ihr neustes Skandal-Video "Deutschland" und lösen einen Ansturm auf die entsprechende YouTube-Seite aus, die darunter zeitweise zusammen bricht. Diesmal besteht der kalkulierte Aufreger darin, dass die Band einige Sekunden lang in der Rolle von KZ-Häftlingen zu sehen ist. Im Gesamtkontext und für typische Rammstein-Verhältnisse ist die Szene jedoch weder geschmacklos noch unpassend. Und irgendwie gehört ja auch die NS-Zeit zu Deutschland, selbst wenn sie wie hier als gezielte Provokation zu Marketing-Zwecken eingesetzt wird. Da hätte ich eher erwartet, dass sich nationalistisch eingestellte Zipfelklatscher an der farbigen Germania mit Migrations-Hintergrund stören. Jedenfalls motiviert mich das neue Rammstein-Album nach langer Pause doch mal wieder, eine CD-Kritik zu schreiben.
  • 10. April 2019:
    • Auf 6 gleichzeitigen Pressekonferenzen wird eine Sensation aus dem Bereich Astronomie bekannt gegeben: Mit Hilfe eines Verbunds aus mehreren Radio-Teleskopen ist einem internationalen Wissenschaftler-Team erstmals die direkte Aufnahme eines Schwarzen Lochs gelungen. Im Visier der Forscher lag das Schwerkraft-Monster im Zentrum der 50 Millionen Lichtjahre entfernten Galaxie M87, das 6,5 Milliarden Sonnenmassen auf die Waage bringt. Letztlich sieht man allerdings nur, dass man nichts sieht, denn ein Schwarzes Loch ist nunmal schwarz. Aber immerhin erkennt man deutlich seine Umrisse vor den leuchtenden Gaswolken, die es umkreisen.
    • Die Briten sollen dagegen erst an Halloween in ihr schwarzes Loch fallen. Die EU gewährt noch einen weiteren Brexit-Aufschub bis zum 31. Oktober 2019.
  • 15. April 2019:
    Die weltbekannte Kathedrale Notre-Dame steht in Flammen. Ein Großbrand, der vermutlich durch Restaurations-Arbeiten ausgelöst wird, zerstört weite Teile des historischen Wahrzeichens im Zentrum von Paris.
  • Anfang Mai 2019:
    Donald Trump lässt es an den Börsen rumpeln, denn er verkündet mal eben per Twitter, dass die US-Einfuhrzölle auf chinesische Waren saftig erhöht werden sollen. Die kurz darauf folgenden Verhandlungen mit China bringen kein Ergebnis und die Chinesen zeigen, dass sie ebenfalls die Zölle auf US-Waren erhöhen können. Jedenfalls fahren die Börsenkurse angesichts des herauf ziehenden Handelskriegs munter Achterbahn. Trotzdem ist Donald zufrieden, denn die neuen Zölle bringen den USA angeblich mehr Wohlstand. Nee, ist leider ein Bisschen komplizierter als sich das ein minder begabter US-Präsident vorstellen kann. Die Zölle bringen zwar dem Staat mehr Einnahmen, aber die Zeche bezahlen müssen die US-Verbraucher. Das Geld bleibt also letztlich in der Familie, aber insgesamt wird es sogar weniger, wenn man den Handel abwürgt.
    Nachtrag:
    Inzwischen ist auch der chinesische Mobilfunk-Konzern Huawei in das Visier von Trumps Protektionismus geraten. Jetzt müssen die Besitzer von Huawei-Handys um Updates ihres Android-Betriebssystems und um die Verfügbarkeit von Google-Diensten bangen. Naja, als eiserner Handy-Verweigerer betrifft mich das nicht und auch sonst würde ich mir nicht unbedingt suspekte Hard- oder Software aus dem totalitären Reich der Mitte zulegen.
  • 04. Mai 2019:
    Mozilla Firefox schafft mal wieder völlig unerwartet und auch unbeabsichtigt was ab. Plötzlich sind in weltweit allen Installationen des Browsers die meisten Addons weg, weil irgendjemand bei Mozilla verpennt hat, ein Zertifikat zu erneuern. Da kann ich mir als Software-Entwickler die Schadenfreude kaum verkneifen, denn das ist fast schon ein Klassiker unter den Schusseligkeiten, die einem in diesem Beruf so unterlaufen können. Ein hastiger Hotfix biegt zwar letztlich wieder alles hin, aber eigentlich darf einem "Profi" sowas nicht passieren.
  • 17. Mai 2019:
    Der Scheuer-Andi (CSU), seines Zeichens Verkehrsminister und bester Kumpel der Auto-Industrie, setzt mal wieder eine seiner genialen Ideen um: Der E-Roller kommt und soll alle unsere Verkehrs- und Umwelt-Probleme lösen. Damit dürfen sich Business-Kasper mit Rucksack über dem Anzug jetzt ganz offiziell zum Deppen machen und auf die Fresse legen. Zum Glück bin ich für diesen Kram zu unsportlich und zu alt.
  • 18. Mai 2019:
    • Hat Jan Böhmermann den österreichischen Rechts-Populisten und Vize-Kanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ) zu Fall gebracht? Letzterer ist jedenfalls in einem heimlich aufgenommenen Video aus unbekannter Quelle zu sehen, wie er in zwangloser Atmosphäre mit einer angeblichen russischen Oligarchin über verdeckte Parteispenden und eine wohlwollende Presse-Berichterstattung gegen Vergabe von öffentlichen Aufträgen verhandelt. Solche korrupten Geschäfte sind mit Straches geheucheltem Saubermann-Image natürlich nicht vereinbar und deshalb muss er von allen seinen Ämtern zurücktreten. Bei der Gelegenheit geht auch gleich die Koalition zwischen FPÖ und ÖVP zu Bruch und Österreich schlittert in eine ausgewachsene Staatskrise.
      Nachtrag:
      Nein, Jan Böhmermann war wohl doch nicht der Produzent des berüchtigten Ibiza-Videos. Aber immerhin kannte er es lange vor der offiziellen Veröffentlichung und es hätte auch gut zu ihm gepasst.
    • Der deutsche ESC-Beitrag der S!sters wird dagegen durch verdiente 0 Punkte aus dem Zuschauer-Voting zu Fall gebracht. Nach der Jury-Bewertung führen wir zwar noch souverän das hintere Verlierer-Feld an, aber am Ende reicht es dann dann doch nur wieder für den drittletzten Platz. Noch tiefer fällt allerdings Pop-Diva Madonna, die in ihrem groß angekündigten Pausen-Auftritt beim ESC trotz Millionen-Gage kaum einen Ton trifft und mit ihren 60 Jahren wohl langsam reif für die Rente ist. Die "Queen of Pop" ist jedoch sofort um Schadensbegrenzung bemüht und stellt eine akkustisch nachbearbeitete Fake-Aufnahme ins Netz, in der ihr fürchterliches Gejaule plötzlich gar nicht mehr so übel klingt. Sieger des ESC wird übrigens irgendein Holländer, der uns ansonsten aber bestimmt nie wieder musikalisch belästigen wird.
  • 21. Mai 2019:
    Österreich bleibt nichts erspart. Der Vorzeige-Österreicher und dreifache Formel-1-Weltmeister Niki Lauda stirbt 70-jährig an den Spätfolgen seines spektakulären Rennunfalls von 1976, bei dem er sich schwere Verbrennungen zugezogen hatte.
  • 23. Mai 2019:
    Unser Grundgesetz wird 70 Jahre alt! Aber das hätte der für die Jubiläums-Feierlichkeiten eigentlich zuständige Innenminister Horst Seehofer beinahe vergessen. Der sollte sich mal ein Beispiel an mir nehmen, denn ich denke immer rechtzeitig an mein Hompepage-Jubiläum und freue mich jedes Mal darauf, dass ich meine Besucher zu diesem Anlass mit ewig langen Rückblicken quälen kann.
  • 24. Mai 2019:
    Die glücklose britische Premierministerin Theresa May wird ein weiteres, aber absehbares Opfer des immer noch nicht vollzogenen Brexit und muss ihren baldigen Rücktritt ankündigen. Damit hat sich ein geregelter EU-Austritt wohl auch erledigt und ein No-Deal-Brexit wird immer wahrscheinlicher. Absurderweise haben die Engländer aber gerade erst noch mal Abgeordnete für ein EU-Parlament wählen müssen, das sie demnächst ohnehin verlassen werden.
  • 26. Mai 2019:
    Bei der Europa-Wahl lotet die SPD mit 2-stelligen Verlusten neue Tiefen weit unter 20% aus. Aber auch die CDU/CSU gibt wieder kräftig ab und die AfD bleibt nach den Skandalen um ihr österreichisches Gegenstück FPÖ weit hinter ihren Erwartungen zurück. Auch auf gesamt-europäischer Ebene fällt der befürchtete Rechtsruck etwas sanfter aus. Klare Sieger sind dagegen die Grünen, die ihre neue Rolle als zweitstärkste Kraft in Deutschland festigen können. Sehr erfreulich ist ausserdem die hohe Wahlbeteiligung, die vielleicht ein Ende des allgemeinen politischen Desinteresses andeutet. Ach, und in Bremen finden ja auch noch die Bürgerschaftswahlen statt, bei denen die SPD erstmals seit 73 Jahren gegen die CDU verliert.
  • 27. Mai 2019:
    Österreichs Kanzlerchen Sebastian Kurz (ÖVP) muss zurück in die Kita, denn nach einem Misstrauens-Votum in Folge der Strache-Affäre darf er nicht mehr mit den Erwachsenen spielen.
  • 02. Juni 2019:
    Noch ein spektakulärer Abgang. Eigentlich wollte Andrea Nahles nach der vergeigten Europawahl ihren Genossen die Vertrauensfrage stellen und sich vorzeitig als SPD-Vorsitzende bestätigen lassen. Aber dazu wird es nicht mehr kommen. Am Wochenende vor der geplanten Kampfabstimmung geht Nahles offenbar noch mal in sich und verkündet ihren überfälligen Rücktritt von sämtlichen politischen Ämtern.
  • 06. Juni 2019:
    Innenminister Horst Seehofer erklärt derweil, wie man umstrittene, aber seiner Meinung nach notwendige Gesetze ohne überflüssige Diskussionen durch den Bundestag bringt. Man muss sie einfach nur so kompliziert machen, dass kaum ein Abgeordneter begreift, welchem Geschwurbel er da gerade zustimmt. Das ist schon ein ziemlich abenteuerliches Demokratie-Verständnis ...
War's das jetzt mit dem Brexit? Nee, der wird uns wohl oder übel auch im nächsten Jahr noch beschäftigen. Oder wie der Brite zu sagen pflegt: "To be continued ...".
Wenn ich mir das so ansehe, war im letzten Jahr aber zum Glück nicht nur Brexit angesagt, sondern es gab auch in vielen anderen Bereichen interessante Entwicklungen oder zumindest deftige Aufreger. Einer davon ist z.B. die Aberkennung der Gemeinnützigkeit für diverse Organisationen, die sich außerhalb der Parlamente für politische Themen engagieren und für mehr direkte Demokratie eintreten (Attac, Campact, LobbyControl, etc.), aber deren Spenden jetzt nicht mehr steuerlich absetzbar sind. Da könnte man doch fast eine gezielte Behinderung dieser durchaus sinnvollen, aber für die etablierten Parteien oft unbequemen Arbeit vermuten ...
Irgendwie taucht in diesem Rückblick auch immer wieder ein älterer Herr auf, der manchmal einen etwas verwirrten Eindruck macht. Schickt diesen Horst Seehofer doch endlich in den verdienten Ruhestand! Sein Kumpel Hans-Georg Maaßen wartet dort ja schon eine ganze Weile.
Die Analyse des 17. Jahres
"Umbruch und Zerfall" lautet das Motto dieses Jubiläums-Artikels. Ist das nicht ein Bisschen dick aufgetragen? Naja, für den Zerfall steht jedenfalls ganz klar das Brexit-Chaos, das hoffentlich bald ein Ende hat, ohne auf ganz Europa überzugreifen. Und ein Umbruch vollzieht sich gerade in der deutschen Parteien-Landschaft, so dass die Bildung stabiler Regierungen immer schwieriger wird. Da ist die Dauer-Krise in der sogenannten GroKo geradezu symptomatisch.
Obwohl ich meine Homepage als "unpolitisch" bezeichne, muss ich bei dieser Gelegenheit doch mal ein paar Worte über eine politische Partei verlieren, deren Niedergang sich schon länger abzeichnet und sich im letzten Jahr noch rapide beschleunigt hat. Die Rede ist natürlich von der ehemaligen Arbeiter- und Volks-Partei SPD, die in mehreren Wahlen von den Grünen überholt wurde und die mittlerweile sogar hinter die AfD zurückzufallen droht. Wenn man sich anschaut, welche Gestalten das Erbe von Willy Brandt und Helmut Schmidt angetreten haben, dann ist das eigentlich auch kein Wunder. Die große (Ex-)Vorsitzende Andrea Nahles war mit ihrer "Bätschi"-Rhetorik zwar eine Weile ganz unterhaltsam, aber zuletzt nervte sie nur noch und als Kanzler-Kandidatin wäre sie mit ihrem kindisch-ordinären Gehabe sowieso ungeeignet gewesen. Da muss ich Gerhard Schröder, unserem ehemaligen Kanzler in Putins Diensten, ausnahmsweise mal Recht geben. Allerdings hat Schröder als Genosse der Bosse die SPD schon im letzten Jahrzehnt von ihrer klassischen Basis im Arbeiter-Milieu entfremdet und damit die Abspaltung der Linken bewirkt, was den Weg nach unten erst eingeleitet hat. Aber auch bei den meisten anderen SPD-Politikern hat man den Eindruck, dass sie genauso gut ein CDU-Parteibuch besitzen könnten. Der einzige SPD-Mann, der wirklich frischen Wind in die politische Diskussion bläst, ist dagegen Juso-Chef Kevin Kühnert. Aber dafür wird er auch in den eigenen Reihen sofort als unbelehrbarer Kommunist, DDR-Romantiker und Honecker-Verehrer angeprangert. Natürlich hört man Forderungen nach Verstaatlichung von Konzernen oder Enteignung von Hausbesitzern in einer kapitalistischen Marktwirtschaft gar nicht gerne und sie sind auch kaum realistisch *. Aber es ist doch offensichtlich, dass unser bisher angeblich so erfolgreicher Kapitalismus inzwischen auch zahlreiche unerwünschte Auswüchse hervor bringt und dass man langsam mal irgendwas dagegen unternehmen sollte. Genau das wäre ja eigentlich die Aufgabe einer Arbeiter-Partei, aber die SPD begnügt sich stattdessen damit, als Koalitions-Partner die CDU an der Macht zu halten, und da darf man halt nicht mal theoretisch über Veränderungen nachdenken. So lange die SPD der CDU näher steht als den Linken oder den Grünen, wird ihre Talfahrt wohl unaufhaltsam weiter gehen ...
 
* Obwohl sie vom Grundgesetz unter bestimmten Umständen durchaus ermöglicht werden. Enteignungen finden bei uns sogar ständig statt, wenn das Gemeinwohl als wichtiger eingestuft wird als das Recht auf Individualbesitz. Allerdings wird dabei oft "Gemeinwohl" mit "Konzernwohl" verwechselt. Da muss man nur mal die (Noch-)Hausbesitzer in Gebieten fragen, die für einen Übertage-Kohleabbau vorgesehen sind.
 
Ein YouTuber namens Rezo sieht das übrigens ähnlich, aber er teilt vorwiegend gegen die CDU aus und belegt mit überraschend fundierten Argumenten, dass diese Partei völlig unfähig und offenbar auch gar nicht daran interessiert ist, die wirklich drängenden Probleme der Zeit zu lösen. Doch auch die SPD bekommt bei seinem Rundschlag genug ab. Bei vielen Jugendlichen (und auch bei mir altem Nörgler), die bereits durch Greta Thunbergs "Fridays for Future"-Bewegung sensibilisiert wurden, kommt das jedenfalls sehr gut an, während sich die gescholtenen Parteien wie üblich in Ignoranz und Arroganz üben. Mal sehen, wie lange sich diese mental komplett vergreiste Politiker-Generation noch an die Macht klammern kann, wenn die aufkeimenden Jugendproteste erst mal richtig in Fahrt kommen ...
Ein Zerfall zeigt sich aber auch an völlig anderer Stelle, denn mein (Noch-)Lieblings-Browser Mozilla Firefox ist offenbar gerade dabei, sich schrittweise selbst abzuschaffen:
 
  • Zuerst wurde die Möglichkeit zur direkten Anzeige von Webseiten in der Sidebar gekickt. Jetzt muss man zu diesem Zweck extra ein Addon programmieren. Ok, das war nicht ganz so schlimm, denn ich wollte schon immer mal ein Firefox-Addon schreiben.
  • Dann verschwand auch noch der RSS-Reader und man muss sich ebenfalls mit diversen Addons behelfen, die die ursprüngliche Funktionalität aber nur teilweise wieder herstellen können. Die Mozilla-Entwickler argumentieren, RSS-Feeds würden kaum noch genutzt und insbesondere deren Synchronisation zwischen verschiedenen Firefox-Installationen sei eine permanente Fehlerquelle gewesen, die man los werden wollte. Mag sein. Aber die reine RSS-Anzeige ohne irgendwelchen Abonnieren- und Synchronisieren-Firlefanz (den brauchte wirklich kein Mensch) war schon lange ausgereift und man hätte sie ruhig erhalten können, anstatt jetzt einfach kryptischen XML-Salat auszugeben.
  • Und über den unnötigen Schildbürger-Streich mit dem abgelaufenen Addon-Zertifikat, der in der ganzen Welt Wellen schlug und für reichlich Negativ-Schlagzeilen sorgte, kann sich jeder seine eigenen Gedanken machen ...
 
Das Ergebnis besteht jedenfalls darin, dass Google Chrome den Firefox-Browser in meiner Nutzungs-Statistik inzwischen ziemlich deutlich hinter sich gelassen hat. Chrome verfügte zwar noch nie über eine Sidebar und auch seine RSS-Funktionalität ist eher rudimentär, aber wenigstens werden dort keine bereits vorhandenen Features wieder rausgeworfen, sondern es kommen immer mehr neue dazu. Irgendwie finde ich es schade, dass Mozilla als einer der wenigen noch unabhängigen Browser-Entwickler nicht besser auf's eigene Image achtet und dem Monopolisten und Datenkraken Google so bereitwillig das Feld überlässt.
Damit wären wir auch schon fast am Ende des diesjährigen Jubiläums-Artikels angekommen. Ist irgendwie doch ziemlich politisch geworden, aber da ich hier hin und wieder auch mal meine Meinung sagen will, kann ich Äusserungen über politische Parteien halt nicht immer ausklammern. Zumindest meine Lebensgefährtin wird's freuen, denn die hat (jedenfalls aus ihrer Sicht) das richtige Parteibuch. Auf eine ausufernde Analyse meiner Besucher-Statistik habe ich jetzt keinen Bock mehr und deshalb schliesse ich hiermit die Feierlichkeiten zum 17. Jahrestag.

 
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