Dr. Freund's Multiversum
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14.06.2016: 14 Jahre Dr. Freund's Multiversum - Das 14. und gleichzeitig wohl eiligste Jubiläum dieser Homepage aller Zeiten.
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14 Jahre Dr. Freund's Multiversum

Meine Meinung
am
14.06.2016
Das 14. und gleichzeitig wohl eiligste Jubiläum dieser Homepage aller Zeiten. Meine Meinung
Über mich
"Wir haben doch keine Zeit!"
Stefan Raab
Eigentlich habe ich was Besseres zu tun, als hier schon wieder eine ausufernde Laudatio abzuhalten, denn ich bin momentan dabei, mein Windows 10 etwas zu modden und aufzupimpen. Aber ein Jubiläum ohne Jubiläums-Artikel geht einfach nicht und deshalb legen wir ohne weitere Verzögerungen mit dem allseits beliebten Rückblick los ...
Der Rückblick auf das 14. Jahr
  • 08. Juni 2015:
    • Horst Seehofers und Alexander Dobrindts Maut für Ausländer ("Infrastrukturabgabe") wurde auf unbestimmte Zeit verschoben. D.h. sie ist wohl endgültig vom Tisch, denn es bestehen kaum noch Chancen, dass der Europäische Gerichtshof die diskriminierenden Abzock-Pläne der CSU für rechtmäßig erklärt.
    • Ebenfalls vom Tisch ist Stefan Raab, denn der kündigt an, sich Ende 2015 aus dem Fernsehen zurückziehen zu wollen, und sein Haus-Sender Pro7 steht plötzlich ohne Allzweck-Waffe da. Früher, als TV-Total nur wöchentlich kam und es von Regina Halmich einmalig, aber dafür ordentlich auf die Fresse gab, da fand ich Raab ja noch ganz witzig und originell. Aber seit er fast jeden Abend mit irgendwelchen dümmlichen Events, Spiel-Shows und Pseudo-Sportveranstaltungen nervt, wirkt dieser "Rücktritt" beinahe wie eine Erlösung. Trotzdem: Respekt für die Entscheidung! Wenigstens hat Raab begriffen, dass es besser ist, auf dem Höhepunkt aufzuhören, anstatt sich irgendwann mit Thomas Gottschalk um ein Gnadenbrot als Juror in einer Casting-Show prügeln zu müssen.
  • 27. Juni 2015:
    Im alljährlichen Sommer-Theater wird der vorerst letzte Akt der griechischen Tragödie aufgeführt. Griechenland steht nach einem wochenlangen, ergebnislosen Verhandlungs-Marathon (mal wieder) umittelbar vor der Zahlungsunfähigkeit und vor dem Ausstieg aus dem Euro. Als die griechische Regierung eine Volksabstimmung über die von den Geldgebern geforderten Reformen ankündigt und den Wählern gleichzeitig deren Ablehnung empfiehlt, hat die Euro-Gruppe die Faxen dick und will endgültig sämtliche Hilfszahlungen einstellen. Als erste Konsequenz bleiben die griechischen Banken und Börsen ab 29. Juni 2015 für mehrere Wochen geschlossen.
  • 30. Juni 2015:
    Mein PC macht unerwartet Hitzefrei. Mitten in der Arbeit schaltet sich die Kiste plötzlich aus und ich sehe schwarz. Als ich den Tower aufschraube, entdecke ich auch sofort den Grund des Übels: Der Kühlkörper hat sich vom Prozessor gelockert und der darauf sitzende Lüfter führt obendrein einen aussichtslosen Kampf gegen eine 7 Jahre alte Komposit-Kruste aus Fusseln, Teer und Nikotin. Mit einem Gummi, etwas Spucke und einem kurzen Gebet kann ich den gereinigten Kühlkörper wieder notdürftig befestigen, so dass sich der Rechner wieder starten lässt. Aber ausser einer umfassenden Datensicherung sollte ich auf diesem Ding wirklich keine wichtigen Sachen mehr machen. Hätte der Rotz nicht noch ein paar Wochen halten können, bis Windows 10 in den Handel kommt und ich mir ohnehin einen neuen PC kaufe?
  • 05. Juli 2015:
    Die Griechen sagen mit großer Mehrheit "Nein" zu den Sparauflagen der Euro-Gruppe und feiern damit ihren drohenden finanziellen Untergang. Trotzdem wird der oberste Nein-Sager, der griechische Finanzminister Gianis Varoufakis, schon am nächsten Tag von seinem Chef Tsipras überraschend zurückgetreten.
  • 11. Juli 2015:
    In der Hoffnung auf ein neues Rettungspaket präsentiert die griechische Regierung genau die Reform-Vorschläge, die sie gerade erst von ihrer Bevölkerung hat ablehnen lassen. Trotzdem oder gerade deswegen bleiben die Gläubiger skeptisch, denn mittlerweile sieht das Ganze doch arg nach reiner Zeitschinderei aus, um sich von einem letzten Ultimatum zum nächsten zu hangeln. Obendrein geht es inzwischen um viel höhere Kredite über einen noch längeren Zeitraum, weil die Finanzlücken Griechenlands immer größer werden. Aber nach mehrtägigen Dauerverhandlungen kommt es doch wieder, wie es kommen muss, und man einigt sich auf eine weitere, allerletzte Gnadenfrist, in der die Griechen jetzt wirklich Reformen umsetzen wollen (ja, echt!).
  • 14. Juli 2015:
    • Die Raumsonde New Horizons fliegt in ca. 12.500 km an Pluto vorbei und natürlich wird meine Pluto-Seite sofort mit den neusten Erkenntnissen aktualisiert.
    • Mozilla blockiert vorübergehend die Ausführung von Flash-Plugins im Firefox-Browser, da momentan im Wochentakt gefährliche Sicherheitslücken bekannt werden. Auch sonst werden die Stimmen immer lauter, die ein Ende von Adobe-Flash fordern. Es wird wohl auch für mich Zeit, diese Homepage mal langsam in Richtung HTML5 zu bewegen, um irgendwann auf das ungeliebte Flash-Plugin verzichten zu können ...
  • 19. Juli 2015:
    Nach seinem Austritt aus der von ihm selbst gegründeten und ins rechtspopulistische Lager abgedrifteten AfD gründet Bernd Lucke die neue Partei ALFA (Allianz für Fortschritt und Aufbruch). Schon am nächsten Tag macht der italienische Autobauer Alfa Romeo seine älteren Namensrechte geltend und auch ein Verein von Abtreibungsgegnern wehrt sich gegen den Missbrauch seines gleichlautenden Namens. Vielleicht sollte ich meine Ablehnung des deutschen Urheber- und Markenrechts doch noch mal überdenken, denn immerhin erschwert es die Gründung von rechts gerichteten Parteien.
  • 29. Juli 2015:
    Microsoft startet den Verkauf des von mir sehnsüchtig erwarteten Windows 10.
  • 31. Juli 2015:
    Generalbundesanwalt Range ermittelt endlich. Aber leider nicht gegen die illegalen Schnüffeleien diverser Geheimdienste, sondern gegen die Blogger von Netzpolitik.org, die genau diese Machenschaften aufdecken wollen. Der Vorwurf des Landesverrats ist natürlich völlig absurd und wurde zuletzt während der Spiegel-Affäre in den 1960er-Jahren erhoben, um Journalisten mundtot zu machen und die Pressefreiheit einzuschränken. Aber das war zum Glück Ranges letzte Heldentat, denn schon wenige Tage später darf er sich in den überfälligen Ruhestand zurückziehen.
  • 20. August 2015:
    • Das nächste Rettungspaket für Griechenland ist so gut wie geschnürt, aber dafür musste sich die linke Syriza-Partei von ihren Prinzipien verabschieden und einige harte Reformen akzeptieren. Deshalb befindet sich Syriza mittlerweile in Auflösung und der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras tritt zurück, um Neuwahlen zu ermöglichen.
    • Auch ein Anderer muss gehen: Frankreichs Ober-Nazi Jean-Marie Le Pen wird von der eigenen Tochter aus der von ihm selbst gegründeten, rechten Front National geworfen. Naja, warum soll's dem besser gehen als unserem Bernd Lucke?
  • Anfang September 2015:
    Die Zeiten, in denen man einfach nur ins nächste Fachgeschäft um die Ecke gehen musste, wenn man sich einen neuen PC anschaffen wollte, sind offenbar vorbei. Mittlerweile muss man schon gut recherchieren, um überhaupt erst mal einen zuverlässigen und kompetenten EDV-Händler zu finden. Vor allem, wenn man ein paar Spezialwünsche hat und nix von der Stange will. Mein erster Versuch, mir einen neuen PC zu kaufen, ist jedenfalls nach 2 Wochen Hinhalte-Taktik kläglich gescheitert. Erst ist angeblich kein Termin frei, dann erhalte ich per Mail ein eilig hingeschmiertes Angebot, das mich in 3 kurzen Zeilen mehr verwirrt als meine Kaufentscheidung zu unterstützen, und schliesslich ist der EDV-Fritze tagelang weder telefonisch noch per Mail erreichbar. Aber auf seiner Homepage wird natürlich in jedem zweiten Satz sein toller Service betont. Zum Glück kennt ein Arbeitskollege jemanden, der jemanden kennt, der einen Rechner nach meinen Vorgaben zusammenbauen könnte. Es besteht also noch vage Hoffnung, dass ich vielleicht sogar noch in diesem Jahr einen neuen PC mein Eigen nennen kann.
  • 20. September 2015:
    Die Griechen haben offenbar doch noch nicht genug von Alexis Tsipras, denn seine Syriza-Partei gewinnt knapp die vorgezogenen Parlamentswahlen.
  • Ende September 2015:
    Pünktlich zur Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) geht VW in den Skandal-Modus über. Es wird bekannt, dass bei mindestens 11 Millionen Diesel-PKW massiv getrickst wurde, um strenge Abgasnormen einzuhalten. Im Alltagsgebrauch blasen die Dreckschleudern tatsächlich ein Vielfaches der erlaubten Schadstoffe in die Luft. Das hat für den Hersteller VW dramatische Konsequenzen:
    • Zuerst rauschen die VW-Aktien in den Keller und nehmen dabei den gesamten DAX mit.
    • In den USA, wo viele der Fahrzeuge verkauft wurden, werden Sammelklagen mit Forderungen in Milliardenhöhe vorbereitet und es stehen zusätzlich Strafzahlungen in gleicher Grössenordnung an, weil die Affäre zu lange vertuscht wurde.
    • Die gesamte VW-Führungsspitze um Konzernchef Martin Winterkorn muss ihre Sessel räumen.
    Das alles könnte aber nur die Spitze des Eisbergs sein und die gesamte deutsche Automobil-Industrie in eine ernthafte Krise stürzen, denn mittlerweile sind auch Fahrzeuge von anderen Herstellern bei Abgaskontrollen auffällig geworden. Irgendwie bin ich froh, einen Japaner zu fahren (obwohl die mittlerweile auch bereits bei Manipulationen erwischt wurden).
  • 06. Oktober 2015:
    Mein neuer PC ist da! Und es ist eine richtige Höllenmaschine, die mit einem 4x4GHz-i7-Prozessor, 32GB RAM und einigen SSD-Festplatten nicht nur wahnsinnig flott arbeitet, sondern sogar von innen rot glüht.
  • 10. November 2015:
    Er bekämpfte im "deutschen Herbst" den RAF-Terror, war der geistige Vater des umstrittenen NATO-Doppelbeschlusses und blieb auch nach seiner Niederlage gegen Helmut Kohl eine Symbolfigur für pragmatische, konsequente und integere Politik. Und selbst in den Zeiten des allgegenwärtigen Rauchverbots hätte es niemand gewagt, ihm während eines Fernsehinterviews die Mentholzigarette zu verbieten. Altkanzler Helmut Schmidt stirbt mit 96 Jahren in Hamburg.
  • 13. November 2015:
    An einem symbolträchtigen Freitag, dem 13., ist Frankreich erneut von einer Terrorwelle betroffen, die den erst wenige Monate zurückliegenden Anschlag auf das Satire-Magazin Charlie Hebdo noch weit übertrifft. Islamistische Selbstmord-Attentäter zünden in Paris zeitgleich mehrere Bomben, überfallen eine Konzertveranstaltung, Restaurants und Bars und töten insgesamt fast 130 Menschen. Das alles ereignet sich rund um ein Fussball-Stadion, in dem gerade ein Freundschaftsspiel zwischen der französischen und der deutschen Nationalmannschaft stattfindet. Es wird immer schwieriger, gegenüber dem Islam noch eine tolerante Haltung zu bewahren ...
  • 05. Dezember 2015:
    Meine Statistik registriert über 18.000 Seitenaufrufe innerhalb von nur wenigen Stunden. Das riecht ganz klar nach Hacker-Angriff ...
  • 28. Dezember 2015:
    Lemmy Kilmister, der Sänger der Rockband Motörhead, stirbt mit 70 Jahren, 2 Tage nachdem er eine Krebsdiagnose erhalten hatte.
  • 10. Januar 2016:
    Popstar David Bowie stirbt mit 69 Jahren ebenfalls an Krebs.
  • 11. Februar 2016:
    Eine wissenschaftliche Sensation rundet unser Bild vom Kosmos ab: Die von Albert Einsteins allgemeiner Relativitätstheorie bereits vor 100 Jahren vorhergesagten, aber extrem schwierig zu erfassenden Gravitationswellen wurden offenbar schon am 14. September 2015 direkt nachgewiesen. Das jedenfalls verkündete jetzt das Team des US-amerikanischen LIGO-Observatoriums (Laser Interferometer Gravitation Wave Observatory) nach einer gründlichen Auswertung der Daten. Die empfangenen Signale wurden übrigens bei der Verschmelzung von 2 Schwarzen Löchern ausgesendet und waren 1,3 Milliarden Jahre lang mit Lichtgeschwindigkeit unterwegs, bevor sie im Detektor eine winzige Vibration weit unterhalb der Größenordnung eines Atomkerns auslösten.
  • 23. Februar 2016:
    Peter Lustig stirbt mit 78 Jahren. Der letzte Hippie mit der blauen Latzhose erklärte in seiner Kindersendung "Löwenzahn" einer ganzen Fernseh-Generation auf ebenso interessante wie liebenswürdige Art die Welt.
  • 13. März 2016:
    Die Landtagswahlen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt erschüttern die Parteienlandschaft. Die rechtspopulistische AfD zieht mit hohen zweistelligen Ergebnissen in alle drei Landtage ein und überholt teilweise sogar die SPD, die ordentlich Federn lassen muss. Jetzt ist in einigen Landtagen nicht mal mehr eine große rot-schwarze Koalition als klassische Notlösung möglich. Im Osten entpuppt sich übrigens fast jeder vierte Wähler als sogenannter "besorgter Bürger" und das ist doch irgendwie wirklich Besorgnis erregend. Da geht die eigentlich sensationelle Meldung beinahe unter, dass der erste und einzige grüne Ministerpräsident Winfried Kretschmann in Baden-Württemberg noch mal kräftig zulegen konnte.
  • 18. März 2016:
    Der Erfinder des Guido-Mobil ist tot. Der ehemalige FDP-Vorsitzende und Aussenminister Guido Westerwelle stirbt nur 54-jährig an Blutkrebs. Im ersten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts verwandelte Westerwelle die FDP in eine reine Party- und Spass-Partei und konnte damit sogar einige Überraschungserfolge erzielen. Der Verzicht auf politische Inhalte leitete jedoch letztlich den noch immer anhaltenden Niedergang der FDP vom Königsmacher zu den "Sonstigen" ein.
  • 22. März 2016:
    Im belgischen Brüssel sprengen sich erneut mehrere Selbstmord-Attentäter in die Luft und nehmen über 30 Unbeteiligte mit in den Tod. Es handelt sich offenbar um die gleiche islamistische Terrorzelle, die bereits für die Anschläge von Paris in 2015 verantwortlich war. Aber bei deren personal-intensiver Taktik besteht wenigstens die vage Hoffnung, dass nicht mehr allzuviele von ihnen übrig sind.
  • 31.März 2016:
    • Auch Hans-Dietrich Genscher, der letzte Liberale mit Format, stirbt mit 89 Jahren. "Wir sind zu Ihnen gekommen, um Ihnen mitzuteilen, dass ..." die FDP langsam ausdünnt.
    • Gleichzeitig schiesst Jan Böhmermann etwas über das Ziel hinaus. In der Absicht, das Satire-Fernsehmagazin Extra3 vom NDR noch zu übertreffen, verliest Böhmermann in seinem ZDF Magazin Royale ein Schmähgedicht über den türkischen Präsidenten Erdogan, bei dem es ziemlich heftig zur Sache geht und das man berechtigterweise als geschmacklos bezeichnen kann. Wie bereits bei Extra3 lässt eine offizielle Beschwerde aus der Türkei nicht lange auf sich warten. Diesmal kommen aber noch Ermittlungen wegen "Beleidigung eines ausländischen Staatsoberhaupts" hinzu, die für Böhmermann durchaus mit einigen Jahren Knast enden könnten. Ist sowas noch durch Kunst- und Meinungsfreiheit gedeckt oder sind die Grenzen der Satire erreicht, wenn bewusst ein ernsthafter Schaden in den Beziehungen zu einem anderen Land provoziert wird? Vor nicht viel mehr als hundert Jahren hätte man wegen so einem Vorfall immerhin noch Krieg geführt. Darf andererseits der türkische Autokrat Erdogan oder ein sonstiger ausländischer Herrscher, der es mit den freiheitlichen Grundwerten nicht so genau nimmt, darüber bestimmen, was bei uns Satire ist und was nicht? Ich habe jedenfalls trotzdem darüber gelacht, denn Böhmermann wollte Erdogan gar nicht beleidigen, sondern ihn einfach nur verdienterweise verarschen. Und das ist ein kleiner, aber feiner Unterschied.
  • 16. April 2016:
    Mutti hat gesprochen: Angela Merkel verkündet die Zulassung eines Strafverfahrens gegen Jan Böhmermann wegen "Majestätsbeleidigung" nach Paragraph 103. Gleichzeitig soll Paragraph 103 aber endlich abgeschafft werden, allerdings erst bis 2018. Da hätte sich doch bestimmt auch eine elegantere Lösung finden lassen, die sich nicht wie ein unterwürfiger Kniefall vor dem Despoten vom Bosporus anfühlt, aber die trotzdem die Prinzipien von Recht und Gesetz wahrt, die Deutschland und die Türkei gerade unterscheiden. Ein Gutes hat die Entwicklung der "Causa Böhmermann" zur internationalen Staatsaffäre jedoch: Während vor 2 Wochen noch durchaus kontroverse Diskussionen über die Grenzen von Satire geführt wurden, sind die Sympathiepunkte für Erdogan mittlerweile gegen Null gefallen.
  • 18. April 2016:
    Google schafft den PageRank ab!
  • 21. April 2016:
    Der Künstler, der ehemals und bis vor kurzem wieder als Prince bekannt war, stirbt 57-jährig an einer Schmerzmittel-Überdosis.
  • 15. Mai 2016:
    Beim European Song Contest (ESC) belegt Deutschland mit Jamie-Lee Kriewitz (muss man sich nicht merken) mal wieder mit Abstand den traditionell letzten Platz. Da half weder das neu eingeführte Zuschauer-Voting, das am Ende doch noch etwas Spannung in die steife Veranstaltung brachte, noch die Tatsache, dass es sich auch bei dem Siegertitel aus der Ukraine trotz politischer Brisanz lediglich um unerträgliches Gejaule handelte. Die Schuld an dem Debakel trägt aber wahrscheinlich wieder dieser Jan Böhmermann ...
  • 02. Juni 2016:
    Für eine weitere Verschlechterung in den deutsch-türkischen Beziehungen kann Jan Böhmermann ausnahmsweise mal nix. Der Bundestag verabschiedet ganz allein eine überfällige Resolution, in der die Übergriffe des osmanischen Reichs gegen die Armenier während des 1. Weltkriegs als "Völkermord" bezeichnet werden. Natürlich fühlt sich der türkische Präsident Erdogan durch diese Benennung einer historischen Tatsache sofort persönlich angegriffen und lässt die türkische Presse gegen die deutschen "Nazis" im Allgemeinen und gegen die türkisch-stämmigen Bundestagsabgeordneten im Speziellen hetzen. Es wird sogar ernsthaft behauptet, Mitglieder des deutschen Bundestags würden Terroristen unterstützen. Solche haltlosen Anschuldigungen erfüllen jedoch im Gegensatz zu satirischen Übertreibungen ganz klar die juristischen Tatbestände der Verleumdung und der Beleidigung. Ok, auch wir Deutschen haben aus historischer Sicht so manchen Dreck am Stecken und sollten nicht mit dem Finger auf andere zeigen. Aber wir schweigen die Dinge wenigstens nicht aus übertriebenem Nationalstolz tot, sondern bemühen uns um eine Aufarbeitung. Das kann man mit 100 Jahren Abstand durchaus auch von der Türkei verlangen.
Da war doch noch was ... Warum steht hier eigentlich nichts über die Flüchtlings-Krise, die das ganze Land schon seit Spätsommer 2015 beschäftigt? Ganz einfach. Weil ich das nicht als Krise ansehe. Ich halte es in einer Wohlstandsgesellschaft für selbstverständlich, notleidende Menschen zu unterstützen, denen es schlechter geht als uns. Und obwohl das sicher nicht billig ist, hat es keinerlei negative Auswirkungen auf meinen Lebensstandard. Auch sonst kenne ich niemanden, der sich einschränken musste, weil er etwas an Flüchtlinge hätte abgeben müssen. Ausserdem gehe ich nicht der Panikmache sogenannter "besorgter Bürger" vor einer Überfremdung oder gar Islamisierung auf den Leim, sondern bin weltoffen und freue mich über kulturelle Vielfalt.
Die Analyse des 14. Jahres
Das Highlight des letzten Jahres war (jedenfalls für mich) das neue Microsoft-Betriebssystem Windows 10. Nicht nur, weil ich es wegen des Ausfalls meines alten XP-Rechners dringend gebraucht habe, sondern weil es endlich mal wieder ein modernes und sicheres Betriebssystem ist, das sich nicht nur für Handys und Tablets eignet. Windows 10 läuft ausserordentlich stabil (zumindest bei mir), es lässt sich intuitiv bedienen (das ist mittlerweile schon ein ausdrückliches Lob wert) und es sieht auch nicht übel aus (nachdem man es richtig eingerichtet hat). Alles in allem ein Desktop-Betriebssystem, mit dem man zufrieden sein kann und das auch kontinuierlich verbessert wird. Bevor das hier jedoch zur übertriebenen Microsoft-Lobhudelei ausartet, muss ich auch die Schattenseiten von Windows 10 etwas beleuchten:
 
  • Windows 10 telefoniert unheimlich gerne nachhause. D.h. es ist standardmäßig so konfiguriert, dass alle möglichen Daten und Nutzungsgewohnheiten ständig und automatisch an Microsoft übermittelt werden. Vorgeblich soll das zur Verbesserung der User Experience dienen, aber ich nenne es schlicht Spyware. Wer also Wert auf Privatsphäre legt, der sollte dringend einige versteckte Einstellungen ändern, um die Schnüffelei etwas einzudämmen. Das hat allerdings den Nachteil, dass man einige Features, wie z.B. die Sprach-Assistentin Cortana, nur eingeschränkt oder gar nicht mehr nutzen kann. Aber für solchen Firlefanz habe ich ohnehin keine Verwendung.
  • Die Nutzung des AppStore ist an ein Microsoft-Konto gebunden und man muss gut aufpassen, damit Windows 10 ein absichtlich lokal angelegtes Benutzerkonto nicht unbemerkt in die Cloud seines Herrchens verschiebt. Auch hier gilt aber, dass ich keine Spielzeug-Apps, sondern richtige Desktop-Applikationen bevorzuge, und deshalb wird mein Startmenü, in dem sich dieser ganze mit Werbung verseuchte Handy-Klimbim tummelt, auch kaum verwendet.
  • Manchmal merkt man doch, dass Windows 10 mit der heissen Nadel gestrickt wurde und dass es weder komplett fertig noch fehlerfrei ist. Das gibt Microsoft auch ganz offen zu, obwohl es ja eigentlich eine Frechheit ist. Ernsthafte Bugs sind zwar nicht zu finden, aber hin und wieder ist man zumindest etwas irritiert, wenn Kleinigkeiten nicht ganz rund laufen oder bisher selbstverständliche Funktionen einfach fehlen. So ist mir z.B. schon auf mehreren Windows 10 Rechnern mit unterschiedlicher Hardware-Ausstattung ein ausgefranster oder zittriger Mauszeiger aufgefallen. Und das Ereignis-Protokoll ist regelmäßig gut gefüllt mit dubiosen Warnungen und Fehlern, die einen schon beunruhigen können, aber die bisher nie sichtbare Auswirkungen hatten. Auch die Möglichkeiten, um Windows 10 ein individuelles Aussehen zu verpassen, sind im Vergleich zu älteren Microsoft-Betriebssystemen doch eher überschaubar.
  • Nach einem größeren Update sollte man besser nachsehen, ob noch alles funktioniert. Windows 10 selbst erfreut sich danach zwar immer bester Gesundheit, aber es ist bereits vorgekommen, dass Microsoft ungefragt Programme deinstalliert hat, die es für veraltet, unsicher oder sonstwie störend hielt. Das lässt sich zwar meistens schnell wieder reparieren, aber allein die Bevormundung durch Microsoft ist extrem ärgerlich. Ich habe Windows 10 für teures Geld gekauft und was ich in meinem Eigentum installiere, ist allein meine Sache!
  • Ebenso ärgerlich ist Microsoft's häufig kritisierte Upgrade-Politik, die Nutzer älterer Betriebssysteme mit aller Gewalt auf Windows 10 zwingen soll. Da wird mit allen Tricks gearbeitet ("Abbrechen" bedeutet nicht immer Abbrechen!) und der Anwender so lange genervt, bis er dann doch irgendwann versehentlich Windows 10 installiert hat. Das betrifft mich zwar nicht, weil ich mich von Anfang an bewusst für Windows 10 entschieden hatte, aber ein Aufreger ist es allemal. Wer Spezial-Software benötigt, die auf Windows 10 noch nicht oder nicht mehr läuft, der guckt nach so einem Zwangs-Upgrade jedenfalls in die Röhre.
  • Auch der neue Standard-Browser Edge ist nicht wirklich das Gelbe vom Ei. Edge ist zwar schnell, aber nur sehr begrenzt konfigurierbar, kann bisher nicht durch AddIns erweitert werden und verhält sich mit so manchem JavaScript völlig unvorhersehbar bis hin zum Absturz. Das dürften die Gründe sein, warum Edge in meiner Statistik bisher kaum über das Grundrauschen hinaus kommt, während Windows 10 insgesamt langsam, aber stetig zulegt. Edge taugt wie sein Vorgänger, der Internet Explorer, trotz aller Vorschuss-Lorbeeren letztlich doch nur wieder dafür, sich einen ordentlichen Browser runterzuladen.
Damit wären wir auch schon wieder bei der alljährlichen Betrachtung meiner Statistik angekommen. Die scheint sich, was die Besucherzahlen angeht, auf mittlerem Niveau stabilisiert zu haben und es zeichnet sich bisher noch kein sommerlicher Einbruch ab. Das könnte allerdings an dem regnerischen Wetter der letzten Wochen liegen. Bei den Browsern findet ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Google Chrome und Mozilla Firefox statt, das mein persönlicher Favorit Firefox immer noch knapp für sich entscheiden kann. Meine Umfragen machen mir dagegen leichte Sorgen. Zwar liefern sie nach wie vor schmeichelhafte Ergebnisse darüber, wie meine Homepage so ankommt, aber leider werden sie seit einigen Monaten kaum noch genutzt. Ich hoffe doch, dass hier hin und wieder ein paar menschliche Besucher unterwegs sind, für die sich die ganze Arbeit lohnt, und nicht nur noch Suchmaschinen-Spider oder ähnliche automatische Crawler.
Da hab ich trotz aller Eile ja doch wieder einen ziemlich langen Jubiläums-Artikel hingezimmert, der mich 2 Feierabende meiner knappen Zeit gekostet hat. Schnell noch meine Lebensgefährtin und ihre Katzen wohlwollend erwähnen, damit's kein Mecker gibt, und natürlich meinen herzlichen Dank an alle Besucher dieser Homepage aussprechen. Aber jetzt ist wirklich Schluss für dieses Jahr ...

 
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Auf jeden Fall unterstütze ich ihn (noch) nicht. Sorry.


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