| Meine Meinung am 08.06.2004 |
Ein seltener Venus-Durchgang am 8. Juni 2004 mobilisierte viele astronomisch Interessierte und konnte unter idealen Bedingungen beobachtet werden. | Planet Venus |
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Am 08. Juni 2004 fand ein astronomisches Ereignis statt, das noch kein lebender Mensch zuvor beobachtet hat: Der Venus-Durchgang vor der Sonne. Von 07:20 Uhr bis 13:23 Uhr, also etwa 6 Stunden lang, zog die Venus von Ost nach West an der Sonnenscheibe vorbei. Bei bestem Wetter mit wolkenlosem Himmel war das Schauspiel in ganz Deutschland gut zu beobachten und sorgte für einen grossen Zulauf bei Sternwarten und Planetarien. |
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Als ich mich morgens gegen 08:00 Uhr mit meiner Schutzbrille (noch von 1999) bewaffnete und den ersten Blick auf die Sonne warf, war ich zunächst etwas enttäuscht. Trotz aller sensationellen Ankündigungen im Radio war von der Venus nirgends eine Spur zu sehen. Vermutlich stand der Planet zu diesem Zeitpunkt einfach noch zu nah am Sonnenrand. Beim zweiten Versuch um 10:00 Uhr war dann aber deutlich ein dunkler Punkt vor dem unteren Drittel der Sonnenscheibe zu erkennen. Solche Beobachtungs-Bedingungen hätte ich mir für die verregnete Sonnenfinsternis vom 11. August 1999 gewünscht! Die Venus erscheint natürlich viel zu klein, um die Sonne spektakulär zu verdunkeln, aber immerhin ist ihr Durchgang sehr viel seltener als eine Sonnenfinsternis. Der Venus-Transit kann deshalb zu Recht als der astronomische Höhepunkt des Jahres 2004 gelten. |
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Der letzte Venus-Durchgang fand im Jahr 1882 statt und der nächste wird 2012 stattfinden. Danach müssen wir bzw. unsere Nachfahren wieder 105,5 Jahre bis 2117 warten. Das Ereignis ist so selten, da die Bahn der Venus gegenüber der Bahn der Erde um 3,4 Grad geneigt ist, so dass sich die Venus nicht bei jedem Umlauf zwischen Erde und Sonne schieben kann. Trotzdem existiert ein vorhersagbares Muster von sich wiederholenden Zyklen aus jeweils 4 Durchgängen: |
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Bereits 1769 wurde erstmals ein Venus-Transit zur genauen Bestimmung der Astronomischen Einheit (AE, Abstand Erde-Sonne) herangezogen und diese Messungen wurden auch 1882 wiederholt. Doch auch heute noch sind Venus-Durchgänge von wissenschaftlichem Interesse, da sie als Testfall für die Entdeckung extrasolarer Planeten dienen können. Solche Planeten können sich durch eine partielle Bedeckung ihres Muttergestirns zu erkennen geben und man hofft, auf diese Weise auch Planeten in Erdgrösse zu finden. |
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| Links zum Venus-Transit | |
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Astronomie auf meiner Homepage: Planet Venus Die Sonne Astronomie-Hauptseite |
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Weitere Webseiten zum Venus-Transit: European Southern Observatory Kiepenheuer-Institut für Sonnenphysik Vereinigung der Sternfreunde e.V. |
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